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Kooperation

Erfolgreiche Arbeit wird fortgesetzt

Seit mehr als 40 Jahren fördert die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung das Allgemeinwohl nicht nur in Hannover. Seit gut 25 Jahren geschieht das in zum Teil enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover.

Arkade am Emmichplatz © LHH (Bereich Geoinformation)

Als nächstes Projekt möchte sich die Stiftung für die Aufwertung der historischen Arkade am Emmichplatz einsetzen (Foto aus dem Jahr 2004)

Dass die Stiftung ihre Kooperation mit der Stadt auch in Zukunft fortsetzen wird, kündigten Professor Dr. Burkhard Huch, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes, und Oberbürgermeister Stefan Schostok am 13. März an. Neben der Fortsetzung einiger laufender Projekte möchte sich die Stiftung als nächstes für die Aufwertung der historischen Arkade vor der Musikhochschule am Emmichplatz einsetzen.

Vor gut 25 Jahren, im Dezember 1989, weihte Klaus Bahlsen die so genannte Schnecken-Brücke in der Eilenriede ein – seit 2005 erinnert der offizielle Name des Bauwerks an die Rolle der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung bei dessen Errichtung.

"An diesem Anfang standen 500.000 D-Mark für die Überquerung des Schnellweges. Es sollten allein in Hannover bis heute über 16 Millionen Euro folgen, die die Stiftung meist in enger Absprache mit der Stadt vor allem in städtebauliche und soziale Projekte, oft auch in deren langfristigen Betrieb investiert hat. Das ist ein Ausmaß und eine Verlässlichkeit, für die die Stadt der Stiftung zu außerordentlichem Dank verpflichtet ist", unterstreicht Oberbürgermeister Schostok. Er hebt dabei besonders den unermüdlichen Einsatz des langjährigen Stiftungsvorstandes Professor Huch hervor.

Für Huch waren die vergangenen Jahrzehnte von einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt und ihrer Verwaltungsspitze geprägt: "Mal hatten wir als Stiftung Ideen, mal kam die Initiative von einzelnen Dezernenten. Die Stadt brachte ihre fachliche Kompetenz bei Planung und Überwachung ein, die Stiftung konnte unbürokratisch entscheiden und – dem Stiftungszweck Klaus Bahlsens entsprechend – für Vorhaben Mittel bereitstellen, die der städtische Haushalt nicht enthielt. Auf diese Weise konnten wir immer wieder Projekte ins Leben rufen und am Leben halten, die den Intentionen unserer Stiftung besonders entsprechen."

Für die Stiftungsziele gesunde Ernährung, Medizin und Gesundheitspflege, Alten- und Pflegeheime, Kinderbetreuung und Ausbildung sowie städtebauliche Maßnahmen nennt Huch als aktuelle Beispiele:

"Vorschulische Musikerziehung: Singen-Spielen-Tanzen"

Das Projekt wurde von der Stiftung 2005 initiiert und mit 450.000 Euro finanziert; nach zehn Jahren in Kooperation mit der Musikschule Hannover wurde es jetzt erfolgreich beendet. Etwa 7.500 Kinder in hannoverschen Kitas konnten zumeist erstmals Musik auf unterschiedliche Weise aktiv betreiben. Die Stiftung beendet dieses Projekt, da mittlerweile derartige Kurse auch von anderen Einrichtungen gefördert werden – so auch vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

"Iss dich fit"

Das Ernährungsprojekt für Kitas startete ebenfalls vor etwa zehn Jahren; es geht erneut in die Verlängerung. Mit bisher über 1,5 Millionen Euro wurde an fast 100 Kitas und ähnlichen Einrichtungen für etwa 2.500 Kinder und ihre Eltern gesunde Ernährung attraktiv gemacht. Erfahrene Ökotrophologinnen und Ernährungsberaterinnen bereiten dabei zusammen mit den Kindern und teilweise ihren Eltern Gerichte zu, Mahlzeiten werden zu einem gemeinsamen Erlebnis. Als "Hilfe zur Selbsthilfe" wurden zwei Kochbücher in einer Auflage von etwa 20.000 Exemplaren herausgegeben und kostenlos verteilt; eine weitere Auflage steht an.

Arkade am Emmichplatz

Vor der Musikhochschule erinnert die erhaltene Arkade mit Pavillon an das ehemalige traditionsreiche Lokal "Neues Haus". Die Stiftung hat Arbeiten am Baudenkmal und seinem Umfeld angeregt, um der Achse Oper-Musikhochschule einen angemessenen Endpunkt zu geben und das Entree der Musikhochschule aufzuwerten. Die Gespräche mit der Stadt über die Möglichkeiten bei Erhalt, Pflege und Beleuchtung laufen zurzeit.

"Die Stiftung wird Hannover, der Heimatstadt von Klaus Bahlsen, auch weiterhin die Treue halten", versichert Huch. So werden das Pflegeheim Klaus-Bahlsen-Haus und die Kita Rut-Bahlsen-Zentrum weiterhin mit finanziellen Zuschüssen für spezielle Vorhaben wie besondere Pflege, Betreuung und gesunde Ernährung rechnen können.

Oberbürgermeister Schostok freut sich auf den künftigen Dialog und die Kooperation mit der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung: "Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die nachhaltige Wirkung von vorausschauendem Bürgersinn, von dem wir in Form von Stiftungen auch an anderen Stellen profitieren."

Von der Stiftung in den vergangenen 25 Jahren in Hannover initiierte und geförderte Projekte (Auswahl):

  • Brunnen vor dem Neuen Rathaus
  • Informationspavillon in den Herrenhäuser Gärten
  • Augenklinik Nordstadtkrankenhaus
  • Wohnhaus im Cochlear Implant Zentrum
  • Studienambulanz Naturheilverfahren, Medizinische Hochschule Hannover
  • Tissue Engineering, Medizinische Hochschule Hannover
  • Alten- und Pflegeheim "Klaus-Bahlsen-Haus"
  • Jugendberufshilfe im Freiwilligenzentrum
  • Integrative Kinderbetreuung "Rut-Bahlsen-Zentrum"
  • Naturwelten im Landesmuseum Hannover
  • Internationales Chorzentrum/Mädchenchor in der Christuskirche

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