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Landeshauptstadt Hannover

Ganztagsgrundschulen: Rahmenvereinbarung

Das Land Niedersachsen und die Landeshauptstadt Hannover beabsichtigen eine gemeinsame Rahmenvereinbarung zur Regelung an Ganztagsschulen zu treffen. Diese ermöglicht trilaterale Verträge zwischen der Stadt, den Ganztagsgrundschulen der Landeshauptstadt Hannover und Kooperationspartnern.

Kinderhände sortieren Stifte © Lea Witte

Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit in Ganztagsgrundschulen

Die Vereinbarung beinhaltet folgende Aspekte der Zusammenarbeit:

  • Die Verständigung auf einen gemeinsamen Bildungsbegriff als Voraussetzung für die Gestaltung des Ganztagsangebotes unter dem Dach der Schule.
  • Ein unter allen drei Partnern abgestimmtes Ganztagschulkonzept, das die Grundsätze der Zusammenarbeit regelt und den örtlichen Gegebenheiten entsprechend angepasst ist.
  • Die Regelung arbeitnehmerrechtlicher Fragen, die die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams mit dem Ziel einer gemeinsam getragenen Schul- und Lernkultur ermöglicht.
  • Die Schaffung der notwendigen Vernetzungs- und Kommunikationsstrukturen.

Auf das Ganztagsmodell in der Landeshauptstadt Hannover bezogen lassen sich die Kernaussagen wie folgt zusammenfassen:

  • Die Gesamtverantwortung für das Ganztagsangebot liegt bei den Schulleitungen. Sie sind verantwortlich für den Einsatz der Landesmittel sowie für die inhaltliche und die organisatorische Ausrichtung des Ganztagsangebotes.
  • Die den Schulen von der Landeshauptstadt Hannover zur Seite gestellten Kooperationspartner sind mit der Planung und Durchführung ihrer Ganztagsangebote im Rahmen der ihnen zugewiesenen städtischen Finanzmittel betraut.
  • Schulleitungen und Kooperationspartner arbeiten vertrauensvoll und auf Augenhöhe zusammen und stimmen die pädagogischen Schwerpunkte und Handlungsbedarfe sowie die Aufgaben- und Verantwortungsbereiche inhaltlich eng miteinander ab. Dabei werden sie von Seiten der Landesschulbehörde und der Landeshauptstadt Hannover begleitet und unterstützt.

Die Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit in Ganztagsgrundschulen wird zeitnah in den politischen Gremien behandelt.

Das mit der Rahmenvereinbarung verbundene Muster für einen trilateralen Vertrag bietet der Landeshauptstadt Hannover, den Ganztagsgrundschulen und den Kooperationspartnern eine verlässliche Rechtsgrundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Qualitätsentwicklung an hannoverschen Ganztagsgrundschulen

Im Rahmen des Programms zum Ausbau von Ganztagsgrundschulen trägt die Landeshauptstadt Hannover in großem Umfang finanziell, inhaltlich und strukturell zur qualitativen Verbesserung der Rahmenbedingungen an Ganztagsgrundschulen bei.

Mit der Beschlussdrucksache Nr. 2120/2013 "Ausbau der Qualität in Ganztagsgrundschulen – Erhöhung des Budgets der Kooperationspartner" konnten bereits im ersten Schulhalbjahr 2014/15 wesentliche Verbesserungen umgesetzt werden:

  • Die Kontinuität in den Bezugsgruppen und außerunterrichtlichen Angeboten für die Kinder wird weitgehend gewährleistet. Die Anzahl der Bezugspersonen im Ganztag wurde zugunsten von pädagogisch qualifiziertem Fachpersonal reduziert.
  • Die pädagogischen Profile und Notwendigkeiten wurden dem Betreuungs- und Bildungsanspruch des Ganztagschulangebotes angepasst.
  • Es gibt eine breite Angebotspalette aus den Bereichen Sport und Bewegung, kulturelle Bildung mit den Teilbereichen Kunst, Musik, Tanz sowie im Bereich Experimentieren und Forschen. Die Kooperation mit externen Partnern ist somit auch weiterhin ein bedeutendes Element in der Ausgestaltung der Ganztagsschule.
  • Durch den vermehrten Einsatz von Lehrkräften am Nachmittag, unter anderem im Bereich "Übendes Lernen", werden Unterricht und Ganztagsangebote stärker miteinander vernetzt.
  • Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit am Kind erweitert sich der pädagogische Gestaltungsraum. Die individuelle Förderung und die Verbesserung der Teilhabechancen eines jeden Kindes stehen im Vordergrund des pädagogischen Handelns.
  • Den Herausforderungen durch Inklusion und Zunahme von Schulkindern ohne Deutschkenntnisse wird durch die kontinuierliche pädagogische Betreuung in stärkerem Maße begegnet.

Derzeit befinden sich weitere Aspekte der Qualitätsentwicklung in Vorbereitung:

  • Eine Fortbildung für noch nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeier der Kooperationspartner beginnt im März 2015.
  • Partizipation ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer guten Ganztagsschule. Um politisches Selbstzutrauen von Kindern im Grundschulalter zu entwickeln, ist das Projekt "Kinderdemokratie" in Vorbereitung.
  • Zum Ausbau von Angeboten der kulturellen Bildung sind Modellschulen ("Kulturschulen") mit besonderem pädagogischen Profil geplant.

Das Ganztagsangebot hannoverscher Ganztagsgrundschulen erfreut sich bei Kindern und Eltern zunehmender Beliebtheit. Das zeigt sich durch die hohe Inanspruchnahme des Ganztagsangebotes. Die Teilnahmezahlen sind stetig gestiegen. Im laufenden Schuljahr nutzen im Schnitt täglich 117 Kinder einer Schule die Ganztagsangebote, 52 Prozent von ihnen sogar an vier bis fünf Tagen.

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