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Kranzniederlegung in Gedenken an die Pogromnacht © LHH

Kranzniederlegung in Gedenken an die Pogromnacht

Erinnerungskultur

Gedenken an die Novemberpogrome

2015 jährt sich die Pogromnacht zum 77. Mal: Am 9. November 1938 wurden im Deutschen Reich unter anderem Synagogen, Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe angesteckt und geschändet. Insgesamt wurden in den Tagen vor und nach der Pogromnacht mehrere hundert Jüdinnen und Juden ermordet oder in den Suizid getrieben, rund 30.000 weitere Menschen wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt, aus denen viele nicht zurückkehrten.

Kränze am Mahnmal am Platz der ehemaligen Synagoge in der Roten Reihe © LHH

Das Mahnmal am Platz der ehemaligen Synagoge in der Roten Reihe

Um an diese Verbrechen zu erinnern, legte Oberbürgermeister Stefan Schostok gemeinsam mit der stellvertretenden Regionspräsidentin Angelika Walther am 9. November 2015 einen Kranz am Mahnmal am Platz der ehemaligen Synagoge in der Roten Reihe nieder. Neben Vertretern des Niedersächischen Landtags und verschiedener Parteien beteiligten sich auch die Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Ingrid Wettberg, und Arkadiy Litvan, 2. Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hannover, an der Kranzniederlegung.

Zu Beginn der Gedenkveranstaltung trug Kantor Andrej Sitnov das Totengebet "El male rachamim" vor, anschließend berichteten Schülerinnen und Schüler der Heisterbergschule aus dem Leben von Helmut Fürst. Fürst wurde 1941 zusammen mit seinen Eltern und knapp 1.000 weiteren Menschen in das Ghetto Riga deportiert, nur 69 von ihnen überlebten den Holocaust. Nach dem Krieg kehrte Fürst nach Hannover zurück und baute die Jüdische Gemeinde mit auf. Er starb am 15. November 2012 im Alter von 90 Jahren.

Mit dem "Kaddisch", einem der wichtigsten Gebete im Judentum, endete die Gedenkveranstaltung.

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