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Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule trugen Texte aus den Erinnerungen von Ruth Gröne vor © Ulrich Stamm

Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule trugen Texte aus den Erinnerungen von Ruth Gröne vor

Kranzniederlegung

Gedenken an die Riga-Deportation 1941

Am 15. Dezember 1941 wurden 1.001 Jüdinnen und Juden aus Hannover in das Ghetto Riga deportiert. 74 Jahre später, am 15. Dezember 2015, haben Hannovers Bürgermeisterin Regine Kramarek und Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover, mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal an der Oper dieser Kinder, Frauen und Männer gedacht. Auch Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinden Hannovers nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Innehalten am Mahnmal: Regine Kramarek und Axel Priebs sowie Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinden © LHH

Innehalten am Mahnmal: Regine Kramarek und Axel Priebs (4. und 5 v.r.) sowie Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinden

Nach einem Totengebet trugen Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule Texte aus den Erinnerungen von Ruth Gröne, geborene Kleeberg, aus dem Jahr 1938 vor. Ruth Grönes jüdischer Vater wurde ins KZ Neuengamme und später nach Sandbostel verschleppt, wo er starb. Ruth Gröne und ihre Mutter erlebten die Befreiung 1945 im Lager Ahlem.

Die Deportation 1941

1.001 Menschen wurden am 15. Dezember 1941 zum Bahnhof Fischerhof in Linden gebracht und nach Gepäckkontrollen und Leibesvisitationen ins Ghetto Riga deportiert. Sechs weitere Transporte bis 1944 erfolgten von diesem Bahnhof aus in die Konzentrationslager und Ghettos in Auschwitz, Theresienstadt und Warschau. Ein achter Transport aus Hannover erfolgte noch 1945. Insgesamt wurden von Hannover aus rund 2.400 Menschen deportiert, von denen nur wenige den Holocaust überlebten. Vom ersten Transport 1941 mit 1.001 Personen ist bekannt, dass 68 den Zweiten Weltkrieg überlebt haben.

Digitaler Stadtrundgang

Ebenfalls am 15. Dezember 2015 wurde im Neuen Rathaus ein digitaler Stadtrundgang vorgestellt, der zu Orten von Verfolgung und Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus in Hannover führt. An 29 Standorten können mit Smartphone oder Tablet historische Schlaglichter und Hintergrundinformationen abgerufen werden. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative vom Stadtjugendring Hannover e.V. und dem Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover e.V. Der Stadtrundgang ist unter der Adresse www.zukunft-heisst-erinnern.de abrufbar.

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