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Bau einer Neuroklinik vereinbart

Hannover startet Kooperation mit Shenzhen

Die Landeshauptstadt Hannover und die chinesische Metropole Shenzhen wollen künftig eng zusammenarbeiten. Eine am Mittwoch, 28. Oktober in Shenzhen von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und seinem chinesischen Amtskollegen XU Qin unterzeichnete Vereinbarung soll Kooperationen in zentralen Feldern einleiten: Wirtschaft/Messe, Kreativwirtschaft, Wissenschaft/Innovationen, Kultur/Bildung, Gesundheitswirtschaft und Tourismus. Konkret vereinbart wurde der Bau einer Klinik für Neurologie und Neurochirurgie nach dem Vorbild des INI von Professor Madjid Samii in Hannover. Ein Allgemeines Krankenhaus in Kooperation mit dem INI ist in Shenzhen bereits im Bau.

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und sein chinesischer Amtskollege XU Qin bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung © LHH

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok und sein chinesischer Amtskollege XU Qin bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

"Shenzhen hat im Frühjahr anlässlich der CeBIT das Interesse an einer breiteren Zusammenarbeit mit Hannover bekundet. Das untermauern wir jetzt mit unserem Besuch hier in Shenzhen. Es gibt in allen vereinbarten Bereichen entweder schon gute Kontakte oder vielversprechende gemeinsame Interessen", sagte Schostok, der zusammen mit einer Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft und Ratspolitik in dieser Woche den Ausbau der Kooperationen mit den Städten Shenzhen, Shanghai und Changde auslotet.

So will die Deutsche Messe AG, die bereits in Shanghai und Shenzhen Messen veranstaltet, ihr Engagement insbesondere in Shenzhen ausweiten. Konkret wird die DMAG ihr Know-how für den Bau eines neuen Messeplatzes in Shenzhen anbieten. Zwei Drittel aller Aussteller des Partnerlandes Chinas bei der diesjährigen Computermesse CeBIT in Hannover kamen aus Shenzhen. So stand auf dem Programm der Delegation aus Hannover in Shenzhen auch ein Besuch bei Huawei, einem der weltweit führenden Telekommunikationsunternehmen. Huawei wird für die CeBIT in Hannover 2016 erstmals einen umfangreichen Gemeinschaftsstand mit Partnerunternehmen vorbereiten.

UNESCO-Cities Hannover und Shenzhen

Die nahe Hongkong gelegene, rasant wachsende junge, moderne und kreative Stadt mit inzwischen 15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern bietet auch über die Messe hinaus trotz des enormen Größenunterschiedes gute Möglichkeiten für Kooperationen mit Hannover.

Dazu zählt für Schostok neben der Entwicklung neuer digitalisierter Produktionstechniken ("Industrie 4.0") besonders die Kultur- und Kreativwirtschaft, die sich in Stadt und Region Hannover bereits stark entwickelt hat und im Kre|H|tiv-Netzwerk vernetzt ist. "Unser Besuch in Shenzhen bestätigt, dass es in der Kreativwirtschaft viel Potenzial für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gibt. Das wollen wir jetzt nutzen", betonte Schostok nach einer Besichtigung des OCT-Creative Culture Park, einer Hochburg der Kreativunternehmen in Shenzhen und einem Gespräch mit der städtischen Agentur, der Shenzhen City of Design Promotion Association Shenzhen ist "UNESCO City of Design" und gehört damit wie Hannover als UNESCO City of Music dem UNESCO Creative Cities-Netzwerk an.

Leibniz Universität sieht gute Chancen für Austausch

Die Leibniz Universität Hannover – mit Vizepräsidentin Prof. Monika Sester und weiteren Wissenschaftlern Teil der Delegation – sieht ebenfalls gute Chancen für einen Austausch mit der Universität Shenzhen. In beiden Hochschulen zählen die Natur- und Ingenieurwissenschaften zu den Schwerpunkten. Beide Universitäten sind mit englischsprachigen Angeboten international ausgerichtet. Shenzhen wäre für die Leibniz Universität nach bereits mehrjährigen Verbindungen nach China u.a. zur Tongji-Universität Shanghai ein weiterer bedeutender Standort für eine Kooperation mit einer chinesischen Hochschule.

Samii "exportiert" Neuroklinik INI nach China

Bereits konkrete Früchte trägt im Bereich der Medizin die Partnerschaft mit dem hannoverschen INI (International Neuroscience Institute). INI-Gründer und -Chef Prof. Samii, Ehrenbürger von Shenzhen, unterzeichnete unmittelbar nach der Kooperationsvereinbarung der beiden Stadtoberen einen Vertrag für ein Neuroscience Institut Shenzhen (NIS). Dieses Zentrum für Neurochirurgie und Neurowissenschaft mit OP-Trakt und Ambulanzzentrum soll insgesamt 1.000 Betten umfassen. Partner und Investor ist die chinesische Amer International Group.

Bereits in Bau ist ein von der Samii International Medical Center Group und der Stadt Shenzhen betriebenes Allgemeines Krankenhaus mit rund 600 Betten, das im Herbst 2016 eröffnet werden soll. Das INI Hannover verfolgt noch weitere ähnliche Projekte in China.