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Renovierungsarbeiten

Kuppelsaal: Die Lichtgöttin ist zurück

Ein besonderer Höhepunkt der Schwerpunktrenovierung im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrums (HCC): Durch den Abbau einer Holzverkleidung wurde am 21. August 2015 erstmals seit 1962 die sogenannte "Lichtgöttin" sichtbar. Das Stuck-Relief hatte nach dem Bau des Kuppelsaals im Jahr 1914 eine zentrale visuelle Rolle gespielt.

Freigelegte "Lichtgöttin" im HCC © LHH (Neue Medien)

Erstmals seit 1962 ist die sogenannte „Lichtgöttin“ wieder sichtbar.

Gleichzeitig ist bereits ein Teil der entsprechenden Stuck Reliefs im Friesbereich des Oberrangs in seinem Erhaltungszustand sichtbar. Darüber hinaus sind auch die ersten Säulen vom Rabitzputz des Jahres 1962 befreit und in ihrer ursprünglichen ionischen Form erkennbar.

"Damit wird deutlich, welche Richtung die Renovierung im zweiten Rang des Kuppelsaales erfahren wird. Denn dort geht es darum, wieder die Bonatz-Zeit zum Leben zu erwecken", unterstreicht HCC-Direktor Joachim König. "Zudem sorgen die dort vorgesehenen hellen Farben in Kombination mit den dunklen Hölzern im Parkettbereich bis zum ersten Rang für eine Aufhellung der Gesamtsituation." Die Stuckbemalungen, beginnend mit der Lichtgöttin und mit besser erhaltenen Elementen folgend, werden nun saniert.

Zahlen und Fakten zu den derzeitigen Abbrucharbeiten im zweiten Rang, die die Voraussetzung für eine umfassende Restaurierung der Originalraumstruktur 1914 schaffen:

  • Die Rabitz-Decken im zweiten Rang haben eine Gesamtfläche von 1.160 Quadratmetern und ergeben etwa 3,5 Tonnen Abbruchmaterial.
  • Es sind 500 bewegliche Holzlamellen zu demontieren.
  • 20 Säulen müssen von der Rabitzverkleidung freigelegt werden. Dies entspricht weitere 860 Quadratmeter und circa 2,6 Tonnen Abbruchmaterial.
  • Die im Zentrum der optischen Aufwertung stehende Lichtgöttin hat eine Höhe von 6,50 Metern zwischen dem Dachfries und der abschließenden Weltkugel und eine Spannweite zwischen den Händen von circa drei Metern.
  • Die Deckenstuckaturen stammen von Ernst Neumeister aus Stuttgart, die Tierkreiszeichen von Karl Wiedmann aus Stuttgart und die Lichtgöttin von Wilhelm Köppen.

Die Schwerpunktrenovierung für rund sieben Millionen Euro, die Mitte Juli begonnen hat und bis Ende Januar abgeschlossen werden soll, fokussiert eine Verbesserung der Optik und Akustik im Kuppelsaal. Gleichzeitig wird ein weiterer Teil der historischen Fassade des Kuppelsaals umfassend saniert, auch der Vorplatz vor dem Haupteingang erfährt eine Erneuerung der Oberflächen.

Bereits im Juli wurde der optisch beherrschende Akustikplafonds demontiert. Die neue Akustikdecke wird aus zehn individuell steuerbaren Einzelsegeln bestehen, die an die Nutzungsbedürfnisse auf der Bühne angepasst werden können. Gleichzeitig wird die Beleuchtung überarbeitet: Sieben 2,70 Meter hohe und 1,30 Meter breite Kronleuchter mit insgesamt 1.120 Glühbirnen und 11.000 Kristallelementen wurden Stück für Stück demontiert, um in einer aufwendigen Arbeit mit LED-Technik energetisch optimiert und schließlich wieder eingebaut zu werden. Wie neu werden dann auch die 2.000 Sitzplätze im zweiten Rang wirken. Die Bestuhlung mit Sessel- und Lehnenpolstern wurde ausgebaut und wird derzeit von einer Fachfirma überarbeitet.