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Wilhelm-Raabe-Schule

Patenschaftsübernahme für Stolpersteine

Die Erinnerung lebendig halten: Am 23. März übernahm die Wilhelm-Raabe-Schule die Patenschaft für die Stolpersteine in der Wißmannstraße 11 und 13.

Ein Schüler und zwei Schülerinnen knien auf dem Boden, um die messingfarbenen Platten zu polieren. © LHH

Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule übernehmen Verantwortung für die Pflege der Stolpersteine

Im Oktober 2010 wurden in der Wißmannstraße, Haus Nr. 11 und 13, Stolpersteine für 65 zu Tode gekommene jüdische Hausbewohner verlegt. In der Wißmannstraße 11 lebte als Kind Ruth Gröne mit ihren Eltern und später auch zusammen mit ihren Großeltern. Schüler und Schülerinnen der Wilhelm-Raabe-Schule hatten die Stolpersteinverlegung unterstützt. Sie hatten im Vorfeld zu Einzelbiographien recherchiert und bei der Verlegung die Namen aller Opfer verlesen.

Am 23. März übernahm nun die Wilhelm-Raabe-Schule, die ebenfalls in der Südstadt beheimatet ist, eine Patenschaft für die verlegten Steine. Damit soll die Erinnerung an die Bewohnerinnen und Bewohner, die ausgegrenzt, verfolgt, in Judenhäuser umgesiedelt, deportiert und ermordet wurden, nicht verblassen. Bei der symbolischen Übergabe eines Putzbeutels sprachen Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne, Ruth Gröne und Martin Thunich, Direktor der Wilhelm-Raabe-Schule, Grußworte.

Die 9. Klasse der Wilhelm-Raabe-Schule übernimmt die Pflege der Stolpersteine für zwei Jahre, dann wird diese Aufgabe jeweils an die 10. Klasse weitergegeben.

Hintergrundinfo

Seit Dezember 2007 gibt es in der Landeshauptstadt Hannover Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig. Die messingfarbenen Platten in der Größe von Pflastersteinen weisen auf den letzten freiwilligen Wohnort von Opfern des Nationalsozialismus in Deutschland hin. Bisher wurden mehr als 200 Gedenksteine an zahlreichen Orten im Stadtgebiet verlegt.

Adresse

  • Wißmannstraße 11
  • 30173 Hannover