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Flüchtlingsunterbringung

Stadt in Gesprächen mit Schulen und Stadtsportbund

Angesichts der rapide gestiegenen Flüchtlingszahlen und der hohen Zuweisungsraten von rund 300 Menschen pro Monat benötigt die Landeshauptstadt Hannover (LHH) kurzfristig weitere Notunterkünfte zur Unterbringung von Flüchtlingen. Daher ist die Stadt derzeit in konstruktiven Gesprächen mit den Schulleitungen und dem Stadtsportbund.

Ein Flur im Bettenhaus des ehemaligen Oststadtkrankenhauses © LHH (Neue Medien)

Die Stadtverwaltung benötigt weitere Notunterkünfte für die Flüchtlingsunterbringung (Aufnahme zeigt einen Flur im Bettenhaus des ehemaligen Oststadtkrankenhauses)

Neben den beiden Sporthallen an der Außenstelle der Käthe-Kollwitz-Schule in der Gottfried-Keller-Straße sind auch die beiden Sporthallen an der Außenstelle der Sophienschule in der Lüerstraße im Gespräch. Die Stadt prüft in Abstimmung mit der jeweiligen Schulleitung und dem Stadtsportbund, inwieweit diese Hallen bis Ende dieses Jahres für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden könnten.

Derzeit werden Alternativen für den Schul- und Vereinssport eruiert. Bei der Suche nach Ersatzzeiten für diese Hallen werden auch Stadtteileinrichtungen und private Vereinssporthallen einbezogen. Zusätzliche Mietkosten für Vereine würde die Stadt tragen.

Kriterien für Sporthallenauswahl

Für die Auswahl einzelner Sporthallen als vorübergehende Flüchtlingsunterkünfte sind folgende Kriterien maßgebend:

  • am Schulstandort sind mindestens zwei Sporthallen vorhanden;
  • die Sporthalle muss über einen separaten Zugang verfügen;
  • die sanitären Anlagen müssen ebenfalls in der Sporthalle zur Verfügung stehen;
  • Ersatzangebote in anderen Hallen für Schul- und Vereinssport müssen in vertretbarer Entfernung möglich sein.

Gemäß diesen Kriterien scheidet eine Vielzahl an Sporthallen als Notunterkunft aus. Dennoch sind Auswirkungen auf den Schul- und Vereinssport nicht auszuschließen.

Hintergrundinformationen

Derzeit leben rund 2.800 Flüchtlinge in den dezentral im Stadtgebiet verteilten Unterkünften der LHH, davon gut 1.050 in Wohnheimen, rund 1.100 in Notunterkünften wie dem ehemaligen Oststadtkrankenhaus oder Turnhallen, sowie gut 650 in Wohnungen und Wohnprojekten. Eine leichte Entspannung erwartet die Stadt bei der Unterbringung von Flüchtlingen durch die mit der Region Hannover vereinbarte Nutzung des Modulgebäudes am Krankenhaus Siloah. Die rund 200 Plätze stehen voraussichtlich Mitte August zur Verfügung. Im Herbst werden dann auch sukzessive die ersten neuen Modulbauten für Flüchtlinge fertiggestellt sein.

Vorsorglich werden aber alle Sporthallen, die bisher als Notunterkünfte hergerichtet worden sind, bis Ende des kommenden Schuljahres nicht für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Damit soll vermieden werden, dass bei Bedarf kurzfristig eine Halle freigemacht werden muss.

Bisher musste die Stadt bereits mehrere Sporthallen zu Notunterkünften umwidmen: Zunächst am ehemaligen Schulzentrum in Ahlem, dann an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Büssingweg. Zuletzt waren in die Sporthallen Kastanienhof, Voltmerstraße, Kestnerstraße und Fröbelstraße Flüchtlinge eingezogen.

Die Halle in Ahlem wird derzeit wieder für den Schul- und Vereinssport hergerichtet. Die Flüchtlinge, die bis dato dort gelebt haben, wurden in Modulbauten neben dem ehemaligen Schulzentrum untergebracht.