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Ratgeber

Wasserstadt Limmer

Stadt schlägt bis zu 1.800 Wohnungen vor

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) schlägt zur Entwicklung der ehemaligen Industriebrache zwischen dem Stichkanal Linden und dem Leineverbindungskanal in Limmer vor, ein Wohngebiet mit 1.600 bis 1.800 Wohnungen zu entwickeln. Damit schließt die LHH sich der Auffassung der Ratsmehrheit an.

Die übrig gebliebenen Fertigungsgebäude und der Wasserturm der Continental AG auf dem ehemaligen Werksgelände der künftigen Wasserstadt Limmer © LHH

Auch der Erhalt des als Industriedenkmal geltenden alten Gebäudekomplexes der Continental AG wird im Rahmen der Bauplanung geprüft

"Das Areal bietet der Stadt die Chance, den Stadtteil Limmer städtebaulich weiterzuentwickeln und zugleich der wachsenden Nachfrage nach attraktivem und bezahlbarem Wohnraum in Hannover zu entsprechen", begründet Oberbürgermeister Stefan Schostok den Entschluss. "Die für den Stadtteil geforderte Einzelhandelsversorgung und soziale Infrastruktur kann mit dem Bau von bis zu 1.800 Wohnungen sichergestellt werden", ergänzt Schostok.

Ausschlaggebend für diese Einschätzung ist unter anderem das Gebot des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden gemäß Baugesetzbuch (§ 1 Abs. 2 Satz 1 BauGB). Zudem soll das Quartier sich durch Urbanität und Vielfalt auszeichnen. Die LHH befürwortet daher eine moderate Bebauungsdichte mit bis zu viergeschossigen Gebäuden. Im Zuge der weiteren Planungen, an dem die Öffentlichkeit im Rahmen eines Runden Tisches beteiligt sein wird, sollen dann die Mischung von Geschosswohnungsbau und Reihenhäusern sowie die Anteile bestimmter Eigentumsformen und Förderungen geklärt werden. Für die ersten beiden Bauabschnitte im Osten des Areals nimmt der Runde Tisch Anfang Juni dieses Jahres die Arbeit auf. Gleichzeitig startet die Verwaltung das formelle Bebauungsplanverfahren in den politischen Gremien.

Die komplette Drucksache Nr. 15-1164/2015 mit allen Anlagen ist im Sitzungsmanagement der Landeshauptstadt Hannover abrufbar.

Planung mit Einbeziehung der Öffentlichkeit

Die LHH hat nach Beschlüssen des Stadtbezirksrats Linden-Limmer und der Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Jahre 2014 das Büro plan zwei um Dr. Klaus Habermann-Nieße damit beauftragt, eine umfassende Bürgerbeteiligung zur Entwicklung der Wasserstadt zu organisieren. Nach einer Auftaktveranstaltung am 19. November 2014 fanden fünf Themenwerkstätten von November 2014 bis Februar 2015 statt, bei denen wichtige Fragestellungen zu den Themen Stadtteilentwicklung, Wohnen, Mobilität und Prozess diskutiert wurden. BürgerInnen aus Limmer und den angrenzenden Stadtteilen, aber auch Interessierte aus der ganzen Stadt hatten Gelegenheit, Ideen, Anregungen und Zielvorstellungen einzubringen. Diese wurden von der Verwaltung gesammelt und jeweils in einer Themenkarte zur Gebäudehöhe, zur Infrastruktur, zum Freiraum und zu den Aspekten Mobilität und Verkehr zusammengefasst. Ziel war es, Leitlinien zu formulieren, die Verwaltung und Politik als Grundlage für die weiteren Entscheidungen zur Planung dienen. Weitere Informationen zu den laufenden Veranstaltungen stehen Interessierten im Internet unter www.wasserstadt-dialog.info und auf den folgenden Seiten zur Verfügung:

Hintergrundinformationen

Die weitere städtebauliche Entwicklung, Erschließung und Vermarktung des Entwicklungsgebietes der Wasserstadt obliegt der "Wasserstadt Limmer Entwicklungsgesellschaft GmbH" (WLEG). Diese wurde von der Papenburg AG zusammen mit der Volksbank BraWo Projekt GmbH (Projektentwicklungsunternehmen aus dem Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken) gegründet.

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