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Sonderprogramm

Straßenerneuerung wird fortgesetzt

Das Sonderprogramm für Straßenerneuerung, das vom Rat der Landeshauptstadt Hannover (LHH) beschlossenen wurde, geht in die zweite Runde. Die LHH hat im Zuge der Bestandsprüfung weitere Straßen ermittelt, die für eine Sanierung in 2016 und 2017 infrage kommen. Diese sollen in den nächsten Wochen in den jeweiligen Stadtbezirksräten der Politik und Öffentlichkeit vorgestellt und zur Beratung vorgeschlagen werden.

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtbaurat Uwe Bodemann © LHH (Neue Medien)

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtbaurat Uwe Bodemann

Bereits am Donnerstag, 5. März, werden dem Stadtbezirksrat Ricklingen die Heinrich-Meister-Allee, Barsinghäuser Straße, Gehrdener Straße, Ronnenberger Straße, Springer Straße und Wennigser Straße zur Erneuerung vorgeschlagen. Am Montag, 16. März, folgen dann Stadtbezirksräte Mitte und Vahrenwald-List. Eine Beschlussdrucksache wird den Stadtbezirksräten dann jeweils in der darauffolgenden Sitzung zur Beratung vorgelegt. Die Maßnahmen konzentrieren sich derzeit auf neun Stadtbezirke. In den Stadtbezirken Buchholz-Kleefeld, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-Wülferode und Ahlem-Badenstedt-Davenstedt sind vorerst keine Maßnahmen vorgesehen.

OB lobt bürgernahes, transparentes Verfahren

"Im letzten Jahr gab es viel Kritik an der Vorgehensweise. Diese haben wir uns zu Herzen genommen und Information und Beteiligung nun ausgebaut", begründet Oberbürgermeister Stefan Schostok das mit den Stadtbezirksräten abgestimmte Verfahren. Die Anliegerinnen und Anlieger werden frühzeitig zu den jeweiligen Sitzungen der Stadtbezirksräte eingeladen und ausführlich über die entsprechenden Sanierungsmaßnahmen informiert. Die Tagesordnungen der jeweiligen Stadtbezirksratssitzungen können online unter www.ratsinfo-hannover.de eingesehen werden. Weitere Informationen sowie eine FAQ-Liste, die alle wesentlichen Aspekte zum Sonderprogramm umfasst, stehen Interessierten ebenfalls im Internet zur Verfügung (siehe folgenden Link). Die FAQ-Liste wird auch in den Stadtbezirksratssitzungen ausliegen. "Ziel ist es, offen über die Vorschläge der Verwaltung zu diskutieren und transparente Entscheidungen zu treffen", so Schostok.

Stadtbaurat zieht positive Zwischenbilanz

Im letzten Jahr wurden zunächst die Straßen zur Sanierung ausgeschrieben, für die vorab keine Leitungsarbeiten erforderlich waren.

Die Aufträge wurden bereits an Baufirmen vergeben. "Wir schreiben die einzelnen Maßnahmen im Paket aus und behalten die Straßenführung und -gestaltung bei", erläutert Stadtbaurat Uwe Bodemann das Vorgehen der Verwaltung. Straßen wie die Hinüberstraße, der Flachsrottenweg oder Unter den Birken sind bereits gemäß Ist-Zustand saniert worden. Die Bürgerstraße, Staatswiesenstraße, Pfalzstraße oder Schörlingstraße befinden sich im Bau. "Die ersten Ergebnisse der Ausschreibungen zeigen, dass unser Konzept aufgeht. Die Sanierung ist günstiger", betont Bodemann.

Finanzierung über fünf Jahre

Die LHH will mit dem Sonderprogramm in den kommenden Jahren einen Großteil der Straßen erneuern. Von Mitte 2014 bis Mitte 2019 sollen insgesamt 50 Millionen Euro zusätzlich in die Erneuerung fließen. Für das gesamte Sonderprogramm sind Vereinfachungen für die Planung, Ausschreibung und Bauabwicklung vorgesehen. Diese beschleunigen die Umsetzung und tragen zur Kostenersparnis bei.

Das Fünfjahresprogramm war bereits Teil des Haushaltsentwurfes für 2014 und der Mittelfristigen Finanzplanung bis 2018. In 2014 blieb es bei einem reduzierten Ansatz in Höhe von 4 Millionen Euro, da bis zur Jahresmitte zunächst die Projekte vorbereitet werden mussten und der Haushalt für 2014 absehbar erst zu Mitte des Jahres von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde. Für die Jahre 2015 bis 2018 sind jährlich 9,5 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen, 2019 folgen noch einmal 5,5.

Nach den Vorgaben der Beitragssatzung für den Straßenausbau werden AnliegerInnen an den Kosten beteiligt. Die genannten Vereinfachungen lassen Einsparungen erwarten. Diese wirken sich positiv auf die zu zahlenden Beiträge der AnliegerInnen aus. Die Erneuerung leistet einen deutlichen Beitrag zum Werterhalt der privaten Grundstücke, wenn nicht sogar zu einer Wertsteigerung.

Hintergrundinformationen

Das Straßennetz im Stadtgebiet ist rund 1.300 Kilometer lang. Durch die Einwirkungen von Verkehr, Klima und Aufgrabungen unterliegt es einem stetigen Substanzverlust, der sich zunächst an der Oberfläche in Unebenheiten oder Rissen zeigt. Im Rahmen von Erhaltungsmaßnahmen, die der Verkehrssicherheit dienen, überprüft die Verwaltung regelmäßig das Straßennetz.

Neben dem Sonderprogramm, das die Erneuerung zum Ziel hat, gibt es weitere Erhaltungsmaßnahmen: Unterhaltung (Ausbesserung von Schlaglöchern) und Instandsetzung (Deckenprogramm). Eine Erneuerung ist dann erforderlich, wenn aufgrund des Zustands der Straße eine Unterhaltungs- oder Instandsetzungsmaßnahme technisch und wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist.

Überblick über alle aktuellen Baumaßnahmen

Abgeschlossene Maßnahmen:

  • Am Schafbrinke
  • Bürgermeister-Fink-Straße
  • Flachsrottenweg
  • Hinüberstraße
  • Unter den Birken

Im Bau befindliche Maßnahmen:

  • Akazienstraße
  • Bürgerstraße
  • Pfalzstraße
  • Schörlingstraße
  • Staatswiesenstraße

Maßnahmen in Vorbereitung:

  • Paket 1 (Pflasterstraßenbau): Slicherstraße, Valentinweg, Zeisigweg, Gredelfeldstraße
  • Paket 2 (Asphaltstraßenbau): Heinersdorfweg, Hausmannstraße, Alte Speicherstraße, Freiligrathstraße
  • Paket 3 (Asphaltstraßenbau): Helenenstraße, Querstraße, Parsevalstraße
  • Paket 4 (Pflasterstraßenbau): Redeckerstraße, Radweg Gustav-Brandt-Straße / Lindemannallee
  • Einzelmaßnahme (Asphaltstraßenbau): Auf den Kirchstücken