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Umweltmaßnahme

Wiedervernässung des Altwarmbüchener Moores

In dem rund 200 Hektar großen Altwarmbüchener Moor im Nordosten des Stadtgebietes, im Dreieck zwischen den Autobahnen A 37, A 2 und A 7, wurden Ende Februar/Anfang März Maßnahmen zur Wiedervernässung des Moorkörpers durchgeführt.

Altwarmbüchener Moor © LHH

Das Altwarmbüchener Moor liegt im Nordosten des Stadtgebiets

Neu aufgesetzte Torfwälle zwischen zwei Erschließungsdämmen sollen aus dem Gebiet den Wasserabfluss nach Westen Richtung A 37 und in den Altwarmbüchener See verhindern und das Wasser im Moor halten. Ebenfalls zur Rückhaltung des Wassers wurden Torfsperren in die dammbegleitenden Gräben eingebaut.

Das ehemalige Hochmoorgebiet wurde in seiner ursprünglichen Form durch Entwässerung und Abtorfung über die Jahrhunderte fast vollständig zerstört. Weitere schwerwiegende Zerstörungen des Moores gehen insbesondere auf zahlreiche Bombentrichter aus dem Zweiten Weltkrieg zurück, die den Torfkörper bis in den sandigen Untergrund durchstießen und dadurch den mooreigenen Wasserspiegel zerstörten. Auch die in den 1980er Jahren gebaute Autobahn 37 erzeugte Schäden, da sie das Moor und seine Lebensräume für zahlreiche seltene Tiere zerschneidet und dauerhaft entwässert.

Intakte Hochmoore sind nicht nur äußerst seltene Ökosysteme und Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Sie erfüllen auch eine wichtige Funktion zum Schutz des Klimas, da unter Wasser das im Torf enthaltene Kohlendioxid in großen Mengen gespeichert wird. Ein wassergesättigtes Moor trägt damit wesentlich zur Stabilisierung des Klimas bei.

Die Landeshauptstadt Hannover hat sich das Ziel gesetzt, dass sich die eigenen Moorflächen so weit wie möglich regenerieren. So kommen die für den Bau des Abfallbehandlungszentrums (ABZ) an der Autobahn 2 vorgeschriebenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen unmittelbar den ökologischen Verbesserungen im benachbarten Altwarmbüchener Moor zugute. Zur Wasserhaltung und Wiedervernässung wurden bereits in den Jahren 2000 bis 2002 an geeigneten Standorten Holz-Spundwände und Torfverwallungen eingebaut und Bombentrichter und Gräben verfüllt. Seit 2012 unterstützen die neuangelegten Torfwälle und eine Verfüllung von Gräben entlang der Erschließungsdämme das Ziel der Wasserrückhaltung im Moor. Da ein Moor ein besonders träges Ökosystem ist, erfolgen langzeitige Wasserstandsmessungen zur Dokumentation der Entwicklung.