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Willkommen in Hannover

Bienvendio

Projekt "Bienvenido" heißt spanische Fachkräfte "Willkommen in Hannover", um ihnen den Weg auf den Arbeitsmarkt in der Region zu erleichtern.

Während es in Deutschland in einigen Branchen an Fachkräften mangelt, sind in Spanien mehr als 50 Prozent der Jugendlichen arbeitslos. Auch gut ausgebildete Menschen stehen dort ohne berufliche Perspektive da, unter ihnen viele hochqualifizierte Fachkräfte. Hier setzt das Projekt "Bienvenido! – Willkommen in Hannover" des  Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft und der Region Hannover an:

"Ziel des Projekts

ist es, spanischen Arbeitskräften den Weg in die Region Hannover zu erleichtern", erklärt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. "Zuwanderung ist für eine erfolgreiche Wirtschaftsregion selbstverständlich. Und die Zuwanderung von Spaniern hat in Hannover Geschichte. Deshalb möchten wir jungen Menschen aus Spanien und Branchen mit Fachkräftemangel bei uns helfen, zueinander zu finden." Im Rahmen des Projekts bilden sich spanische Bewerberinnen und Bewerber zunächst sprachlich und interkulturell vor und sammeln dann praktische Erfahrungen in deutschen Unternehmen, um sich für eine Anstellung zu qualifizieren.

Sprachkurs – Praktikum – Anstellung

Innerhalb von drei Jahren durchlaufen 50 spanische Fachkräfte einen zweimonatigen Sprachkurs in Spanien und absolvieren dann ein vierwöchiges Praktikum in Deutschland, das in ein Arbeitsverhältnis münden soll. "Erste Erfahrungen, wie wir spanische Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren können, haben wir bereits im Vorfeld des Projekts gesammelt", berichtet Markus Humpert, Bereichsleiter Unternehmens- und Organisationsdienstleistungen beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW).

Vorbereitung in Spanien

Im Zuge von so genannten "Unternehmerreisen" nach Spanien konnten interessierte Firmen und spanische Fachkräfte im vergangenen Jahr erste Kontakte knüpfen. Außerdem kümmert sich das BNW vor Ort darum, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu rekrutieren und bei der Vorbereitung auf das Praktikum zu begleiten. "Unsere spanischen Partnerunternehmen sind nah am Arbeitsmarkt, dadurch können wir eine bedarfsgerechte Bewerberauswahl und -qualifizierung gewährleisten", so Humpert.

Projektablauf

Nachdem interessierte Unternehmen in der Region Hannover sowie die ersten Fachkräfte für das Projekt gewonnen wurden, beginnen im ersten Quartal 2013 die zweimonatigen Sprachkurse und die interkulturelle Vorbereitung in Spanien. Ab dem zweiten Quartal 2013 absolvieren die Fachkräfte ein einmonatiges Praktikum mit begleitendem Sprachkurs und pädagogischer Betreuung durch das BNW. Der Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis ist in der Folge geplant. Für die ersten sechs Monate der Anstellung übernimmt das BNW die pädagogische und organisatorische Betreuung.

Nach einem ersten Durchlauf mit etwa der Hälfte der Teilnehmerzahl, sollen bis Ende 2015 nach und nach weitere Unternehmen gewonnen und Fachkräfte in die Region Hannover geholt werden.

Begleitung in der Region Hannover

Die Beschäftigungsförderung der Region Hannover und das BNW informieren und beraten interessierte Unternehmen über die Möglichkeiten, die das Projekt "Bienvenido – Willkommen in Hannover!" bietet. Dabei geht es in erster Linie um die Bedarfe der Unternehmen an Fachkräften aus Spanien. Gemeinsam mit den Unternehmen werden Anforderungsprofile erstellt, ins Spanische übersetzt und an die spanischen Partner weitergegeben. Diese suchen gezielt nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern.

Für die Betreuung der Fachkräfte in Deutschland steht ein zweisprachiger Koordinator zur Verfügung, der bei der Organisation des Praktikums und eines Wohnraums in Hannover hilft, Arbeitsverträge übersetzt, die Bewerberinnen und Bewerber bei Behördengängen oder Arztbesuchen begleitet und bei der Planung von Freizeitaktivitäten unterstützt.

Finanzierung

Finanziert wird die umfangreiche Dienstleistung durch öffentliche Mittel der EU und des Bundes und durch Eigenmittel der Unternehmen selbst. Die Region Hannover bezuschusst das Projekt bis 2015 mit insgesamt 65.000 Euro.

Teil der Fachkräftestrategie

"Die Anwerbung spanischer Fachkräfte ist kein Ersatz für eine Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bei uns", sagt Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover. "Wir werden unseren Fachkräftebedarf nur decken können, wenn wir alle jungen Menschen qualifiziert ausbilden und die Erwerbsbeteiligung von Frauen deutlich erhöhen." In diesen beiden Feldern lägen deshalb die Schwerpunkte der Beschäftigungsförderung der Region Hannover. Die Unterstützung von Zuwanderung werde angesichts der Europäisierung der Arbeitsmärkte aber an Bedeutung gewinnen. Skubowius: "Dabei sind uns faire Arbeitsbedingungen und eine gute Beratung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sehr wichtig."

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