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Zeitgenössischer Tanz

Choreographie aus Israel gewinnt

Der Preis bleibt in Israel: Idan Sharabi hat mit seinem Beitrag "Ours" den 28. Choreographenwettbewerb gewonnen. Italien und die Niederlande tanzten sich auf den zweiten und dritten Platz.

Zwei Männer auf einer Bühne, die sich an den Händen halten. © Ballettgesellschaft (Quelle)

Idan Sharabi aus Israel belegte mit "Ours" den ersten Platz.

Zum 28. Internationalen Wettbewerb für Choreographien wurden dieses Jahr knapp 150 Beiträge aus 42 Nationen eingereicht. Aus diesen wählte die Vorjury, bestehend aus dem künstlerischen Leiter Ed Wubbe und Jan Pusch, 20 Arbeiten aus, die am 21. und 22. Juni im Theater am Aegi präsentiert wurden. Davon schafften es elf ins Finale.

Israel wieder auf dem Treppchen

Der erste Peis ging an den Israeli Idan Shurabi für seine Choreographie "Ours", die sich künstlerisch mit dem Thema Heimat und Identität auseinandersetzt. Auf der Bühne stehen zwei Männer, die teils zu Musik, teils zu Sprachsequenzen agieren und diese durch Bewegungen illustrieren. Bereits im letzten Jahr ging der erste Platz an Israel – der Choreograph Roy Assaf überzeugte die Jury damals mit dem energiegeladenen Stück "The Hill".

Skurriles aus Italien

Wesentlich schräger fiel der Beitrag des italienischen Paares Chiara Taviani und Carlo Massari aus, das mit der Choreographie "Maria Addolorata" den zweiten Platz belegte. Die ausgefallene Show beginnt mit einer Trauerszene, auf die wilde Tanzeinlagen und ein eigenwilliger Vortrag von "Amazing Grace" folgt.

Niederlande zeigen Erotik

Der dritte Platz ging an die Niederlande, vertreten durch Joeri Dubbe und seine erotische Choreographie "Trigger-Happy". Darin trifft eine geheimnisvolle Frau im schwarzen Mantel auf einen Mann mit nacktem Oberkörper – unterlegt von pochenden Klangelementen.

Die Jury

Neben Ed Wubbe nahmen 2014 Eric Gauthier (Gauthier Dance Stuttgart), Kevin Haigen (Künstlerischer Leiter des Bundesjugendballett), Jörg Mannes (Staatsoper Hannover), Jan Pusch (Staatstheater Tanz Braunschweig), Katrin Hall (freie Choreographin) und Richard Wherlock (Ballett Basel) Platz am Jury-Tisch.

Die Preise

Es wurden Geldpreise in Höhe von insgesamt 13.500 Euro, von denen 6.000 Euro an den Erstplatzierten gehen, und Produktionspreise vergeben. Zu den bereits etablierten Preisen, dem Scapino-Produktionspreis und dem Bundesjugendballett-Produktionspreis, wurde in diesem Jahr erstmals der Gauthier Dance-Produktionspreis verliehen, der an Po-Cheng-Tsai aus Taiwan ging.

Hintergrund

Der Internationale Wettbewerb für Choreographen wird einmal im Jahr von der Ballettgesellschaft veranstaltet und gibt jungen Choreographen die Möglichkeit, ihre Arbeiten einer Fachjury zu präsentieren, die Vorzüge einer professionellen Bühnentechnik zu genießen und ein Forum zum Meinungsaustausch zu finden. Sowohl in der nationalen als auch internationalen Tanzlandschaft ist der Termin inzwischen zu einem wichtigen Ereignis geworden, das Teilnehmer aus vielen Ländern nach Hannover zieht. Auch 2013 gab es 150 Bewerbungen aus 40 Ländern. Davon durften jedoch nur 18 Teilnehmer ihre Beiträge auf der Bühne des Theater am Aegi präsentieren – neun schafften es bis ins Finale.