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Nachwuchs im Zoo

Mini-Äffchen erobert das Rudel

Begehrtes Bündel: Seit Mitte Februar stiehlt ein neugeborenes Äffchen die Herzen seiner Mitbewohner im Dschungelpalast. Ob Mädchen oder Junge wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen.

Hulman-Languren, die sich um den Nachwuchs reißen. © Erlebnis-Zoo Hannover

Das Hulman-Languren-Rudel ist ganz vernarrt in den jüngsten Zuwachs.

Ein bisschen erinnert die Szenerie an ein Hütchenspiel – allerdings mit Hulman-Äffchen als Hütchen und einem kleinen, segelohrigen Äffchen als Ball. Gerade erst war der jüngste Nachwuchs der Hulman-Languren noch an der Brust von Mutter Sariska, schon hat sich Lisa das Fellbündel geschnappt. Aber nur, um es kurz darauf an Manju abzugeben. Da verwundert es nicht, dass das Geschlecht des beliebten Rackers bisher noch nicht festgestellt werden konnte. Selbst die 21-jährige Sariska ist ständig unterwegs, um den anderen ihr Kleines wieder abzuluchsen. Und wenn sie es erst mal hat, wird es liebevoll umhegt, gepflegt, gefüttert und beschützt.

Keine Chance für neugierige Blicke

Während sie ihren Nachwuchs umsorgt, dreht sie den anderen stets den Rücken zu. Mindestens ein weiteres Hulman-Weibchen ist immer da, um Sariska bei der kleinsten Gelegenheit zu entlasten. Einen Namen hat der Winzling daher auch noch nicht. Jedes Mitglied der Affenbande möchte das Kleine am liebsten ganz fest an sich drücken. Jeder, bis auf Vater Kochi. Der 14-jährige Hulman-Chef hält sich aus der Aufzucht rigoros heraus. Stattdessen behält er den Überblick, sorgt für Sicherheit und genießt seine Ruhe, während sich die Weibchen voll und ganz auf den Nachwuchs konzentrieren.

Heilige Affen

In Indien gelten die Hulman-Languren als heilig. Der Mythos besagt, dass ein Ungeheuer namens Ravana vor langer Zeit die Prinzessin Sita raubte. Daraufhin schwur Hanuman, der König der Hulman-Languren, die Prinzessin zu befreien. Für die Befreiung der Prinzessin landete der Affenkönig auf dem Scheiterhaufen, von dem er sich in letzter Sekunde befreien konnte – seine Hände und Gesicht waren rußgeschwärzt und sind es bei all seinen Nachkommen bis heute. Auch der Nachwuchs der Hannoveraner Hulman-Languren. In einigen Monaten färbt sich das noch helle Gesicht des Babys dunkel, das Fell wird dichter und grau und auch die Hände bekommen die Hulman-typische Farbe. Dann ist das Kleine aber selber schon so groß, dass es mit allen toben kann und nicht mehr auf dem Arm getragen werden muss.

Hintergrund

Die aus dem asiatischen Raum stammenden Hulman-Languren können bis zu 80 Zentimeter groß werden. Ihr charakteristischer Schwanz kann bis zu einem Meter lang werden. Zu ihren Hauptnahrungsmitteln zählen Blätter, Blüten und Früchte. Die Tragzeit der putzigen Äffchen dauert in der Regel etwa 200 Tage. Im Zoo können die Tiere bis zu 25, in freier Wildbahn nur bis zu 20 Jahre alt werden.