Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

Dezember 2016
12.2016
M D M D F S S
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Top-Services

Ratgeber

Schauspiel Hannover

Spielplan 2014/15 vorgestellt

Große Literatur, Klassiker, internationale Projekte und Politik: Das Schauspiel Hannover hat den neuen Spielplan vorgestellt. Insgesamt 25 Neuproduktionen, 29 Wiederaufnahmen und zwei Gastspiele stehen auf dem Programm.

Zwei Männer und eine Frau zeigen ein Plakat. © Katrin Ribbe

Lars-Ole Walburg, Florian Fiedler und Lucie Ortmann gaben einen Ausblick auf die neue Spielzeit.

Seine sechste Spielzeit ist für Lars-Ole Walburg eine ganz besondere. Erst im vergangenen Jahr wurde seine Intendanz am Schauspiel Hannover für drei Jahre verlängert. Obendrein sind die Auslastungszahlen der laufenden Spielzeit auf 75 Prozent gestiegen. Im Vorjahr waren es lediglich 71 Prozent. Gemeinsam mit Florian Fiedler, dem Leiter des Jungen Schauspiel, und Dramaturgin Lucie Ortmann hat er am 24. April nun das Programm für die neue Saison vorgestellt. Neben 25 Neuproduktionen stehen bis zum 6. Juni des nächsten Jahres 29 Wiederaufnahmen sowie zwei Gastspiele an. Das Spektrum umfasst Klassiker, Politik und zeitgenössische Projekte. 

Zum Auftakt ein Weltkrieg

Die große Bühne eröffnet Intendant und Regisseur Lars-Ole Walburg am 20. September mit Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues". Der Roman aus den Dreißigerjahren erzählt die Gräuel des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines Soldaten. Es zählt bis heute zu den weltweit am meistverkauften Büchern – nach der Bibel. Auch das Junge Schauspiel startet mit namhafter Literatur: Florian Fiedler inszeniert ab 11. Oktober George Orwells "1984" im Ballhof Eins. 

Buch trifft Bühne

Der Reigen der Uraufführungenen beginnt am 21. September auf den drei Ebenen der Cumberlandschen Galerie, wo Nachwuchs-Regisseur Thom Luz seinen Einstand als Regisseur am Schauspiel Hannover gibt. Er inszeniert "Atlas der abgelegten Inseln" von Judith Schalansky (Autorin von "Der Hals der Giraffe") als mehrstimmiges Hörstück. Ein Anwärter für den diesjährigen Jugendbuchliteraturpreis ist Stefanie de Velascos Debütroman "Tigermilch", der am 18. Oktober im Ballhof Zwei uraufgeführt wird. Im Frühjahr 2015 inszeniert Lars-Ole Walburg erstmals im Ballhof Eins das Science-Fiction-Jugendstück "Wie ich Johnny Depps Alien-Braut abschleppte". Uraufführung ist am 12. April. Zwei Tage später wird Jan-Friedrichs Erstlingswerk "Deals" von Hanna Müller im Ballhof Zwei auf die Bühne gebracht. Die letzte Uraufführung folgt am 16. Mai im Schauspielhaus. Regisseurin Anna Bergmann inszeniert dort das amerikanische Drama "The Homemaker".

Investigatives Theater

Gespannt sein darf man auf Stefan Kaegis dokumentarische Theaterarbeit "VV – Eine China-Kopie". Ab 10. Oktober nimmt er das Publikum im Schauspielhaus mit auf eine Entdeckungsfahrt nach China und zeigt das Zusammenspiel von Volkswagen und Volksrepublik – zwei Global Player im Kapitalismus. Ein Projekt von ähnlicher Kraft ist "Ich war Günter Wallraff", in dem selbiger mitwirkt. Der Journalist hat den Begriff Investigativjournalismus durch seine Reportagen neu definiert und musste dabei stets in verschiedene Rollen schlüpfen. Nun begibt er sich als Schauspieler in eine Fabrik. Aus seinen Erfahrungen wird ein aufklärendes Stück über die Möglichkeiten des Theaters, das am 10. Mai auf der Cumberlandschen Bühne Premiere feiert.  

Weitere Premieren

In der neuen Spielzeit feiern außerdem folgende Produktionen Premiere: "Tor zur Freiheit" am 11. September, "Der Junge mit dem längsten Schatten" am 19. September, "Sympathie für den Teufel" am 12. Oktober, "Anna Karenina" am 1. November, "Torquato Tasso" am 5. Dezember, "Zu Alt Zu Jung Zu Deutsch" am 7. Dezember, "Maß für Maß" am 10. Januar, "Der Sandmann" am 6. Februar, "Maria Stuart" am 7. Februar, "Die Verwirrungen des Zöglings Törless", "Floh im Ohr" am 7. März, "Alles ist erleuchtet" am 15. März und "John Gabriel Borkman" am 11. April.

Nimmerland und Monsterinsel

Familien, Kinder und Junggebliebene haben doppelten Grund zur Freude: Die beliebte Inszenierung von "Peter Pan" wird wieder in den Spielplan aufgenommen. Außerdem inszeniert Heike Marikanne Götze ab 23. November im Schauspielhaus den ebenso zeitlosen Klassiker "Bei den wilden Kerlen" – nach dem Roman von Dave Eggers und dem Bilderbuch "Wo die wilden Kerle wohnen" von Maurice Sendak.

Reihen werden fortgesetzt

Musiker und Theatermann Rainald Grebe wird in der kommenden Spielzeit weiter erörtern, wie sehr uns die digitale Revolution verändert. Sein "Das Anadigiding II" startet am 15. November. Teil Eins der Bühnenshow-Trilogie feiert am 23. Mai 2014 Premiere. Weiter geführt werden auch die nach wie vor erfolgreiche Weltausstellung Prinzenstraße mit Ilja Trojanow als Gastgeber und Kurator sowie die Reihen FilmTheater und Montagsbar. Dieter Hufschmidt setzt seine Langzeitlesung aus dem "Mann ohne Eigenschaften" fort und Jürgen Kuttner zieht mit seinen "Videoschnipselvorträgen" auf die große Bühne im Schauspiel um.

Jugendliche übernehmen Ballhof

In den kommenden Sommerferien wird der Ballhof von 50 Jugendlichen besetzt, die als Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland landeten. In den leerstehenden Räumen werden sie aus ihren Erfahrungen und Träumen die theatrale Installation "Tor zur Freiheit" realisieren, durch das die Zuschauer ab 11. September ins Unbekannte schreiten können ... 

Hochkarätige Gastspiele

Ergänzend zum Spielplan ist es Lars-Ole Walburg und seinem Team wieder gelungen, eine Reihe hochkarätiger Gastspiele zu engagieren: Dagmar Manzel und Ulrich Matthes vom Deutschen Theater Berlin zeigen im Februar 2015 "Gift" von Lot Vekemans. Im Frühjahr gastiert mit "Rose Bernd" von Gerhart Hauptmann eine Produktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen im Schauspielhaus.

Neue Spielstätte im Sommer

Am 6. Juni 2015 wird der Hof zwischen Schauspiel- und Künstlerhaus zur Spielfläche umfunktioniert. Die Pflastersteine, Bäume und Gebäude werden zur Kulisse, der Himmel zum Bühnendach im Scheinwerferlicht. Die bisher namenlose Inszenierung übernimmt Albrecht Hirche, der dem hannoverschen Publikum durch seine Arbeiten "Der Prozess" oder "The Black Rider" bekannt ist.

Veränderungen im Ensemble

Acht Mitglieder verlassen das Schauspiel Hannover – teils aus künstlerischen, teils aus persönlichen Gründen. Es gehen Juliane Fisch, Elisabeth Hoppe, Camill Jammal, Sebastian Kaufmane, Rebecca Klingenberg, Dominik Maringer und Thomas Mehlhorn. Dafür kommen Jonas Steglich und Günther Harder (beide sind schon in einigen Inszenierungen zu sehen) sowie Matthias Spaan und Sophie Krauß. Zwei weitere Neuzugänge sollen folgen.

Detaillierte Informationen zum Spielplan und der neuen Spielzeit 2014/15 gibt es unter www.schauspiel-hannover.de.