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Maskierter Mann in einem Parkhaus mit einer Waffe in den Händen. Im Hintergrund sind drei Personen verschwommen zu erkennen. © Senator Film Verleih

Wilder Trip durch eine Nacht in Berlin: "Victoria".

Berlinale 2015

Berlinale-Hit mit Hannover-Connection

Der Bankraubthriller "Victoria" des in Hannover geborenen Regisseurs Sebastian Schipper ist zum Favoriten auf einen Bären bei der Berlinale avanciert.

Publikum wie Kritiker zeigten sich gleichermaßen von dem Thriller begeistert: "Kraftvoll und großartig" heißt es etwa beim Blog des Goethe Instituts, der "Spiegel" spricht von einem "140-Minuten-Rausch aus Gangsterkino, Männerfreundschaft und Berliner Nachtleben" und die "Zeit" titelt schlicht "Absolut gigantisch".

An einem Stück gedreht

Sogar das Branchenfachblatt "Variety" lobt: "There’s a new one-shot wonder in town!" Denn das Besondere an dem Film ist, dass "Victoria" in Echtzeit und ungeschnitten am Stück gedreht wurde, in einer einzigen Einstellung rast er mit seinen Helden durch Berlin. Dennoch wechseln die Protagonisten mehr als ein Dutzend Mal ihre Umgebung. In einem Interview mit ndr.de verrät Regisseur Schipper, dass er den Film drei Mal als Echtzeit-Ontake aufgenommen hat, bis er mit dem Ergebnis zufrieden war.

Über den Film

Selbstverloren tanzt die junge Spanierin Victoria durch die Berliner Szene. Vor einem Club lernt sie vier Kumpel kennen, die sich als Sonne, Boxer, Blinker und Fuß vorstellen. Schnell kommt man ins Gespräch. Sonne und Victoria interessieren sich füreinander und setzen sich bei erster Gelegenheit von der Gruppe ab. Ihr zarter Flirt wird jedoch jäh von den anderen unterbrochen, denn für die Kumpel ist diese Nacht noch lange nicht zu Ende. Um eine alte Schuld zu begleichen, müssen sie ein krummes Ding durchziehen. Weil einer von ihnen zu betrunken ist, soll ausgerechnet Victoria die Rolle der Fahrerin übernehmen. Aus Spiel wird plötzlich Ernst ...

Über den Regisseur

Sebastian Schipper wurde am 8. Mai 1968 in Hannover als Sohn eines Pfarrers und einer Kirchenmusikerin geboren. Als die Eltern sich trennten, ging er zunächst mit dem Vater nach Aurich, dann zog er mit der Mutter nach Oldenburg. Dort blieb er bis zum Abitur. Anschließend studierte er von 1992-1995 Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München. Seitdem ist er sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur tätig. So war Schipper u.a. in z.B. in "Kleine Haie" (1992), "Der englische Patient" (1996), "Drei" (2010) sowie "Ludwig II." (2013) zu sehen und inszenierte vor "Victoria" "Absolute Giganten" (1999), "Ein Freund von mir" (2006) sowie "Mitte Ende August" (2009). Fernsehzuschauern ist er durch mehrere "Tatot"-Auftritte bekannt. Schipper lebt und arbeitet heute in Berlin.

Preisverleihung

Ob "Victoria" mit einem Bären geehrt wird, entscheidet sich am Valentinstag: Die große Abschlussgala und Preisverleihung der Berlinale 2015 findet am 14. Februar statt. Der Gewinner des Goldenen Bären wird als Abschlussfilm gezeigt, zvuor vergibt die internationale Jury auch die Silbernen Bären an die Preisträger.

Filmstart

In die deutschen Kinos kommt der Film ab dem 11. Juni.

(Veröffentlicht am 11. Februar 2015)