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Dokumentation

Die Geschichte der Scorpions im Kino

Vor fünf Jahren ging Hannovers bekannteste Rockband auf "Farewell"-Tour, die gleichzeitig das große Finale einer fast 50 Jahre andauernden Karriere einleitete. Begleitet wurden die fünf von der Filmemacherin Katja von Garnier, die aus der gemeinsamen Zeit den Dokumentarfilm "Scorpions – Forever and a Day" gemacht hat, der am 26. März offiziell Premiere feiert.

Zwei Männer und eine Frau. © Tempest Film

Bei der Premiere in Berlin war unter anderem Veronica Ferres zu Gast. Wen Rudolf Schenker und Klaus Meine in Hannover begrüßen werden, ist noch offen.

2012, nach beinahe 50 Jahren, sollte Schluss sein. Nach einer beispiellosen Weltkarriere, in der die Scorpions alles erreicht hatten, was eine Rockband erreichen kann: Über 100 Millionen verkaufte Platten, legendäre Auftritte vor ausverkauften Häusern vom Madison Square Garden in New York bis zum "Bercy" in Paris, Charterfolge in aller Welt. In der Karriere der Scorpions gibt es viele historische Momente: 1983 der Auftritt vor 325.000 Fans in San Bernadino Valley, 1990 die Veröffentlichung des Welthits "Wind of Change", der in 78 Ländern in den Charts war, 1991 die Begegnung mit Michail Gorbatschow, oder das gemeinsame Album mit den Berliner Philharmonikern im Jahr 2000.

Von Sarstedt nach Amerika

Seit ihrer Gründung im Jahr 1965 haben sie ihre musikalische Vision von englischsprachigem Rock aus der deutschen Provinz in die Welt getragen – eine Idee, an die zu Beginn ihrer Karriere niemand glauben wollte. Niemand, außer sie selbst. In Deutschland waren sie nicht immer die Lieblinge des Feuilletons. Die hiesigen Rockfans und auch anderswo aber wussten und wissen es bis heute besser. Ausgerechnet im Mutterland des RockʼnʼRoll, den USA, begann der große, internationale Aufstieg der Scorpions. Auf dem härtesten Pflaster der Welt, wo bis dato keine deutsche Rockband punkten konnte, sind die Scorpions nun seit mehr als 30 Jahren Superstars. Mit "No One Like You" lieferten die Hannoveraner 1983 sogar den meistgespielten Song in den US-Radios.

18 Monate Rock'n'Roll

In "Forever and a Day" begleitet Filmemacherin Katja von Garnier (bekannt durch "Bandits" und "Ostwind") die Scorpions auf ihrer "Farewell"-Tour, dem sorgfältig geplanten, langen Abschied von der großen Bühne, der im Jahre 2010 beginnt und der sie um den ganzen Globus, an die Orte ihrer größten Erfolge führen wird. In diesen 18 Monaten bis zum vermeintlich letzten Konzert im Dezember 2012 in München entstehen großartige Bilder der Live-Shows, in denen die Kinozuschauer die Atmosphäre "on the road" miterleben – die Euphorie der Fans, die Spannung vor dem Auftritt und die Spielfreude einer Rockband, deren Liveshows bis heute Standards setzen. In Interviews kommen wichtige Wegbegleiter, wie der kürzlich verstorbene Scorpions-Manager Peter Amend, zu Wort, ebenso wie die Journalisten Frank Laufenberg und Hollow Skai, aber auch prominente Bewunderer wie Michail Gorbatschow oder Vladimir Klitschko und Weggefährten wie Paul Stanley von Kiss und der Künstler Gottfried Helnwein.

Von blanken Busen und Eisbädern

Die vielen humorvollen und berührenden Momente im täglichen Tour-Leben der Musiker, verbunden mit den erfolgreichsten Songs der Scorpions, werden ergänzt durch eine Fülle von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial, das bis zu den Anfängen in den Sechzigern und den wilden Siebzigern zurückreicht, als man die Autogramme noch auf blanke Busen schrieb und der RockʼnʼRoll mehr als Attitüde war. Eine gar nicht so untypische Szene aus diesem bisher nicht gehobenen Fundus: Das kurios bis tollkühn anmutende Bad von Scorpions-Gründer Rudolf Schenker im sibirischen Baikalsee bei vier Grad Wassertemperatur.

Das Ende ist noch nicht vorbei

So erfahren die Zuschauer Stück für Stück, Bild für Bild und Song für Song mehr über die nach wie vor höchst wirksame Chemie zwischen den Bandmitgliedern, ihre gleichermaßen präzise wie intuitive Arbeitsweise, eine jahrzehntelange Freundschaft und die ungebremste Lust, auf der Bühne immer wieder kompromisslos "abzuliefern". Und am Ende der gigantischen "Farewell"-Tour fragt sich der ein oder andere vielleicht, genauso wie Klaus, Matthias und Rudolf: Warum aufhören auf dem Höhepunkt? Wenn man noch enorm viel Spaß auf der Bühne hat und der Enthusiasmus der Fans ungebrochen ist?

"Forever and a Day" in Hannover

Die Hannover-Premiere wird am 24. März im Astor Grand Cinema gefeiert – die Scorpions und Regisseurin Katja von Garnier sind vor Ort. Ab 26. März ist der 97-minütige Film dann offiziell in allen deutschen Kinos zu sehen. Das Cinemaxx zeigt "Forever and a Day" zum Beispiel am 27., 28. und 29. März. Weitere Kinos und Termine folgen.

(Veröffentlicht: 17. März 2015)