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Verkehrsüberwachung

Abschnittskontrolle an der B 6

Der Testbetrieb soll im Sommer 2016 starten. In Niedersachsen wird dann an der B 6 zwischen Laatzen und Gleidingen würde die bundesweit erste Pilotstrecke zur Verkehrüberwachung durch Abschnittskontrolle in Betrieb gehen.

Geschwindigkeitsmessgerät an Straße © Nds. Ministerium für Inneres und Sport

Verkehrsüberwachung durch Abschnittskontrolle

An der B 6 zwischen Laatzen und Gleidingen hat das Land Niedersachsen Anfang 2015 mit der Einrichtung der bundesweit ersten Pilotstrecke zur Verkehrüberwachung durch die Abschnittskontrolle begonnen.

Echtbetrieb ab Sommer 2016

Der Probebetrieb der neuen Technik zur Verkehrsüberwachung sollte usrsprünglich im Herbst 2015 vonstatten gehen und der Umstieg auf den Echtbetrieb folgen. Nach der Klärung von datenschutzrechtlichen Fragen soll der Testbetrieb jetzt im Sommer 2016 starten.

Pilotverfahren

Niedersachsen initiiert damit als erstes Bundesland ein Pilotverfahren zur Verkehrsüberwachung durch die auch als "Section Control" bekannte Methode zur Geschwindigkeitsermittlung auf ausgesuchten Streckenabschnitten.

Innenminister Boris Pistorius

Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: "Rund 70 Prozent aller tödlichen Unfälle in Niedersachsen passieren auf den Straßen außerhalb von Städten und Ortschaften. Deshalb ist unser Land dafür prädestiniert, ein Pilotprojekt zur Abschnittskontrolle nach den Vorgaben des Deutschen Verkehrsgerichtstages zu starten. Bei den Geschwindigkeitskontrollen der Polizei waren in dem ausgewählten Abschnitt durchschnittlich alle zehn Minuten Raser erheblich zu schnell unterwegs. Auch darum können wir auf dieser idealtypischen Strecke Erfahrungen sammeln, ob auf grundsätzlich gefahrgeneigten Strecken durch "Section Control" mittelfristig weniger und vor allem weniger schwere Unfälle passieren."

Ausgewählte Strecke ist Unfallschwerpunkt

Das wichtigste Kriterium für die Auswahl der Pilotstrecke aus der Empfehlung des 47. Deutschen Verkehrsgerichtstages war, dass "Section Control" nur an Unfallhäufungsstrecken zulässig sein soll. Allein seit 2011 gab es auf dem ausgewählten rund drei Kilometern langen Streckenabschnitt 28 Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt zehn Personen leicht, drei schwer und zwei sogar tödlich verletzt worden sind.

Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h

Auf dieser Fahrbahn gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h, werktags fahren hier im Schnitt mehr als 15.000 Fahrzeuge. Bei den polizeilichen Geschwindigkeitsmessungen im ersten Halbjahr 2014 wurden sogar Spitzengeschwindigkeiten bis zu 149 km/h gemessen, im vergangenen Jahr lag der Spitzenwert bei 164 km/h. Das Projekt befindet sich aktuell noch im Ausschreibungsverfahren, bis Ende des Jahres soll die Vergabe für die Installation der Technik an einen Hersteller abgeschlossen sein. In den ersten Monaten des Jahres 2015 soll der Aufbau erfolgen und im Anschluss die Inbetriebsetzung und technische Abnahme der Anlage. Der Projektzeitraum hierfür ist auf 18 Monate ausgelegt.

(Veröffentlicht: 21. November 2014, aktualisiert: 27. Mai 2016)