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Gemeinschaftskraftwerk

25 Jahre Strom und Wärme für Hannover

Am 27. Oktober jährt sich die offizielle Inbetriebsetzung des Gemeinschaftskraftwerks Hannover (GKH) in Stöcken zum 25. Mal.

Das größte enercity-Kraftwerk produziert seit 1989 zuverlässig die Grundlast des Strom und der Fernwärme für Hannover.

Feierliche Inbetriebnahme am 27. Oktober 1989

Die Inbetriebsetzungsfeier des Gemeinschaftskraftwerks Hannover (GKH) am 27. Oktober 1989 fand mit Bundesprominenz statt. Umweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer war damals in Hannover zu Gast, um den Betrieb eines der modernsten Kohlekraftwerke einzuläuten. Dank umfangreicher Umweltschutztechniken unterschritt das Kraftwerk mit dem Investitionsvolumen von damals 660 Millionen DM sämtliche Immissionsschutz-Grenzwerte um die Hälfte und liegt auch heute - nach mehreren Verschärfungen - noch darunter.

Public Private Partnership-Projekt

Das Weg weisende Public Private Partnership-Projekt - die Kraftwerksbetreibergesellschaft wurde gemeinsam mit VW und Continental gegründet - arbeitete nach Aussage des Betreibers stets sauber und ohne Belästigung der Nachbarschaft. Es produziert nun 25 Jahre lang nicht nur tagtäglich den Großteil an Strom und Wärme für Hannover, sondern liefert auch maßgeschneiderte Prozesswärme für die beiden Industriekunden in der Nachbarschaft - zum Beispiel Technische Wärme (mit etwas höheren Temperaturen) für das VW Nutzfahrzeuge-Werk. Mit diesen neuen innerstädtischen Kapazitäten konnte der Ausbau des Fernwärmenetzes in Hannover deutlich ausgeweitet werden.

Guter Partner für die Erneuerbaren Energien

Obwohl die Anlage 24 Stunden täglich am Netz ist, erweist sich die wirtschaftliche Lage unter aktuellen Marktbedingungen für derartige konventionelle Anlagen als kritisch. Darauf verweist enercity-Technikvorstand Harald Noske, der in dem Kraftwerk wegen der dynamischen Fahrweise, auf die die Betreiber das Kraftwerk in den letzten Jahren umgestellt haben, allerdings auch einen guten Partner für die Erneuerbaren Energien sieht.

Kurzbeschreibung Gemeinschaftskraftwerk Hannover

Das GKH deckt den gesamten Prozess- und Raumwärmebedarf von VW und Conti, ebenso die Grundlast an Fernwärme und Strom für das Versorgungsgebiet der Stadtwerke, bei der Fernwärme sind das mehr als 60 Prozent des Jahresbedarfs. VW erhält aus dem GKH außerdem Strom zur anteiligen Lastdeckung.

Ausnutzung der energiesparenden Kraft-Wärme-Kopplung

Die Bündelung der drei größten Wärmebedarfspotenziale Hannovers ermöglichte nicht nur eine konsequente Ausnutzung der energiesparenden Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Durch den ganzjährigen industriellen Prozesswärmebedarf kann diese umweltfreundliche Kombination von Strom- und Wärmeproduktion auch im Sommer ausgeprägt erfolgen. Dies ermöglicht eine besonders wirtschaftliche Stromerzeugung bei gleichzeitiger Schonung fossiler Brennstoffressourcen. Die Primärenergieeinsparung des GKH beträgt rund 160.000 Tonnen Steinkohle pro Jahr gegenüber den damals abgelösten Altanlagen der drei Partner.

Die gleichzeitige Produktion von Strom und Fernwärme in Heizkraftwerken reduziert zwar geringfügig den Anteil an erzeugtem Strom, erhöht aber die Ausnutzung der Primärenergie um das Zweifache. Bei voller Wärmeauskopplung liegt die Brennstoffausnutzung bei etwa 88 Prozent – aufgrund des niedrigen Wärmebedarfs im Sommer sinkt allerdings dieser Wirkungsgrad im Jahresmittel ab.  

(Veröffentlicht: 31. Oktober 2014)

Industrieanlage mit Kühlturm am Wasser gelegen. © enercity Stadtwerke Hannover