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Medizinische Hochschule

Mangel an Thrombozytenspenden

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verzeichnet einen akuten Mangel an Thrombozytenspenden – und bittet alle, die an der Hochschule schon einmal Thrombozyten gespendet haben, sich umgehend zu melden.

Ein Mann in weißem Kittel hält einen durchsichtigen Beutel in der Hand. © MHH/Zorn

Dr. Hans-Gert Heuft mit einer Einheit Trombozyten vor dem fast leeren Aufbewahrungsschrank

Thrombozyten sind laut MHH ein normaler Bestandteil des menschlichen Blutes, dieser sei für die Blutgerinnung entscheidend. Patienten ohne Thrombozyten – zum Beispiel Leukämiepatienten, darunter auch Patienten im Kindesalter – haben nach Auskunft der Hochschule ein stark erhöhtes Blutungsrisiko: Im schlimmsten Fall könnten sie verbluten.

"So wenige Thrombozytenspender wie derzeit hatten wir schon lange nicht mehr", sagt Dr. Hans-Gert Heuft vom MHH-Institut für Transfusionsmedizin. Die Klinik brauche im Durchschnitt 35 Einheiten Thrombozyten pro Tag. "Diesen Wert erzielen wir nicht, uns fehlen im Schnitt 20 Prozent."

Die MHH bittet nicht nur Personen, die an der Hochschule schon einmal Thrombozyten gespendet haben, sich zu melden – sondern hofft auch, dass Personen Kontakt aufnehmen, die an der MHH schon einmal Blut gespendet haben.

Bei der Thombozytenspende handele es sich um ein spezielles Verfahren, bei dem Thrombozyten aus dem Blut herausgefiltert und die anderen Blutbestandteile sofort wieder zurückgeführt werden. Das Verfahren sei aufwendig und werde daher bei Erstblutspendern nicht angewendet.

"Natürlich freuen wir uns auch über jeden Blutspender", sagt Heuft, "besonders bei Rhesus negativem Blut haben wir derzeit eine Mangelsituation."

Das Blutspendeteam ist am besten montags, donnerstags und freitags von 7 bis 15 Uhr oder dienstags und mittwochs von 11 bis 20 Uhr zu erreichen – und zwar unter laut MHH kostenfreien Telefonnummer 0800 5325325.

(Veröffentlicht: 30. Oktober 2014)