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Medizinischen Hochschule

MHH: neue robotorbasierte Röntgenanlage

An der Medizinischen Hochschule Hannover geht eine neue roboterbasierte Angiografie-Anlage an den Start, mit der die radiologische Darstellung von Gefäßen verbessert wird.

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat heute eine neue hochmoderne Angiografie-Anlage in Betrieb genommen. Das Gerät "ARTIS pheno" der Firma Siemens Healthineers wurde erst kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt und ist in der MHH-Radiologie weltweit zum ersten Mal in einem Krankenhaus installiert worden.

Angiografie

Unter einer Angiografie versteht man die radiologische Darstellung von Gefäßen, vor allem von Blutgefäßen. Die neue Anlage zeichnet sich durch geringe Strahlendosen, kürzere Eingriffszeiten und präzisere Darstellungen aus. Dank der neuen Anlage können Therapien noch besser maßgeschneidert und schonender erfolgen.

Radiologische Institut der MHH

Das Radiologische Institut der MHH ist spezialisiert auf minimalinvasive bildgestützte Therapien. Beispiele dafür sind die gezielte Bestrahlung von Tumoren in der Leber (selektive interne Strahlentherapie, SIRT), die Durchflutung  der krebskranken Leber mit Chemotherapeutika (Chemosaturation) und die Beseitigung von Blutgerinnseln in der Lungenarterie mithilfe eines Ballonkatheters (pulmonale Ballonangioplastie, CTEPH). Die Wissenschaftler des Instituts sind deutschlandweit in Forschungsprojekte eingebunden und forcieren die Entwicklung neuer Technologien. An der innovativen Angiografie-Anlage arbeiten die MHH-Forscher mit den Ingenieuren von Siemens Healthineers zusammen - bereits vor der allgemeinen Markteinführung im nächsten Jahr. Mit dieser Kooperation sichert sich die Hochschule den frühen Zugang zu neuen Technologien. Siemens wiederum profitiert von der ausgewiesenen Expertise und dem umfassenden Untersuchungsspektrum des Supramaximalversorgers MHH.

Minimalinvasive Therapien möglich

Das neue System wurde gezielt entwickelt, um komplexere minimalinvasive Behandlungen des gesamten Körpers zu ermöglichen. Es unterstützt mit seiner Robotertechnik die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten und erzeugt nach Aussage der Mediziner an der MHH dreidimensionale Gefäßbilder in bisher unerreichter Geschwindigkeit und hoher Detailtreue.

Computertomografie-ähnliche Bilder möglich

Diese Gefäßbilder der Patienten sind so etwas wie Kartenmaterial für den Arzt, der damit im Körper navigiert, vergleichbar mit dem Navigationssystem eines Autos. Da im "ARTIS pheno" die neueste Detektortechnologie zum ersten Mal im großen Format von 30 mal 40 Zentimeter zum Einsatz kommt, sind Computertomografie-ähnliche Bilder aller Körperregionen mit sehr kurzen Aufnahmezeiten und ohne Verwacklungen möglich. Der Arzt kann bei jedem Patienten individuell entscheiden, in welchen Gefäßast er abbiegen muss, um die Behandlung durchzuführen.

Bessere Hygiene

Neu sind nicht nur die Technik und das Design des "ARTIS pheno", sondern auch die Geräteoberfläche. Spaltfreie weiße Abdeckungen erleichtern die Gerätereinigung und eine antibakterielle Beschichtung leistet einen Beitrag zur Einhaltung der strengen Hygieneanforderungen im Krankenhaus.

(Veröffentlicht: 15. November 2016)