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 © Knaak

 

Making-of

Entstehung der Bilder

Hier erfahren Sie alles zu der Entstehung der Bilder im Wandel von Tag zu Nacht.

Laut der Regel „Fotografie ist Timing“ hat auch jedes Motiv von „Zeitsprung Hannover“ seine eigene Geschichte.

„Ich habe während der Kampagne sehr unterschiedliche und spannende Menschen kennengelernt, die mir eine unglaubliche Offenheit und Herzlichkeit entgegenbrachten. Ein wenig habe ich auch über mich selbst gelernt, bin insbesondere unter den Wetterbedingungen über meine Grenzen hinausgegangen. Dreh’s auf denen ich komplett alleine war, in einer Umgebung in der sich kein Mensch aufgehalten hat, wie beispielsweise auf Schloss Marienburg in der Nacht, haben mir deutlich gemacht, wie still Stille wirklich sein kann. Und doch war es andererseits einfach fantastisch nur auf sich selbst und die einzigartigen, phänomenalen Perspektiven fokussiert zu sein und diese in genau dem einen wahren Moment einfangen zu können. Denn genau das ist Fotografie für mich“ berichtet Stefan Knaak.

Hintergrundgeschichten - Einige Beispiele

Ein Kampagnenmotiv zeigt das Eisbärgehege des Erlebnis-Zoo Hannovers. Unter ihm das kühle Nass, in dem sich die Eisbären tummeln, steht Knaak am heißesten Tag des Jahres auf einer Balustrade über dem See des Geheges. Der Bärenpfleger neben ihm wirft seinen Schützlingen Futter hinunter, sodass der Fotograf die Blicke der Eisbären durch seine Kamera direkt einfangen kann. Die Nacht in dem abgesperrten Bereich wird für Knaak die längste der Kampagne und so unterhält er sich zwischenzeitig schon fast mit den Seehunden im gegenüberliegenden Gehege. Um 1:30 schaltet der Zoo alle Lichter ab und Knaak erlebt ein kleines Wunder: Die Milchstraße ist inmitten der Stadt, mit der gesamten Intensität ihrer Lichter, am Himmel sichtbar.

Ein weiteres Motiv mit den meisten aufgenommenen Bildern: 3.800 Bilder werden für ein einziges Timelapse Foto geschossen und ermöglichen, vom Conti Campus der Universität aus, einen kompletten Blick über Hannover. Als Abschluss zeigt auch dieses Bild noch einmal die größte Stärke Hannovers: Der Kontrast zwischen Stadt und Land, Natur und Infrastruktur und die Veränderung von Tag zu Nacht, die der Stadt immer mehr Glanz verleiht.

Die Aufnahme des Kalendermonats Februar verlangte ein wenig Ideenreichtum.

Da es für den Lichtenbergkreisel in Linden keinen Ansprechpartner gibt, der dem Fotografen eine geeignete Position hätte empfehlen können, klopft Knaak im Haus auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes an. Seine Beharrlichkeit wird belohnt und eine freundliche Familie lädt ihn ein, bei sich auf dem Balkon nächtigen zu dürfen, Abendbrot inklusive! Das Bild des Lichtenbergkreisels wird für den Fotografen in der Nachbearbeitung zu einer kleinen Herausforderung. An die 50 Einzelobjekte mussten so gerückt werden, dass ein stimmiges Motiv entsteht.

Die März-Komposition wird für Knaak zu einem seiner ganz persönlichen Highlights dieser Kampagne: Der 360° Ausblick vom Enercity Hochhaus im Ihme-Zentrum. Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung sind die Umstände auf dem Dach nicht die besten. Wind und Wetter zwingen den Fotografen dazu zwischenzeitig abzubrechen. Zu riskant ist es, dass die fünf Kameras, die auf dem gesamten Dach verteilt positioniert stehen, stürzen. Doch sowohl Equipment als auch Fotograf werden belohnt und es entsteht ein wundervoll klares Sonnen- und Sternenhimmelbild.