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Making-of - Zeitsprung Hannover © Stefan Knaak

Making-of - Zeitsprung Hannover

Making-of

Idee & Technik

Hier finden Sie alle Informationen rund um die Idee der Kampagne und die Technik hinter den entstandenen Motiven.

Wie alles begann - Hannover Timelapse

Hannovers schönste Orte in all seinen Facetten zeigen. Die Herausforderung dabei: Tag und Nacht sollen in einem Bild zu sehen sein. Anknüpfend an den Erfolg des Films „Hannover –Timelapse 2“ sollen die bewegten Bilder nun auf ein Plakat! Ein ähnliches Motiv entwarf  Stefan Knaak, freiberuflicher Fotograf aus Hannover, bereits im Jahre 2015. Mithilfe einer sogenannten Zeitraffer-, zu Englisch Timelapse Technik, fängt er den Ausblick vom Bredero Hochhaus am Raschplatz über ganz Hannover ein und erstellt ein Tag-Nacht Bild.

Bei einem ersten Meeting zwischen Stefan und den Beteiligten der Hannover Marketing und Tourismus GmbH wird schnell klar, dass es nicht um einzelne Fotos gehen soll, sondern um eine Imagekampagne. Die Motive wurden gemeinsam erarbeitet und sind neben einigen typischen Wahrzeichen wie dem neuen Rathaus und dem Maschsee bunt gemischt durch alle Stadtteile. Vor der ersten Aufnahme mussten alle angedachten Motive besichtigt und fotografiert werden. 3 Wochen gehen dabei ins Land. 20 Objekte stehen anfangs im Fokus. Nach den Testaufnahmen wurde schnell klar welche Motive für die Art der Fotos in Frage kommen und welche sich nicht so gut eignen. Der Sommer 2016 wird für Stefan Knaak ein Leben zwischen Tag und Nacht.

Die Technik

Um Tag und Nacht auf einem Foto darzustellen müssen am Tag und in der Nacht Aufnahmen gemacht werden. Dazwischen darf sich die Kamera nicht bewegen damit es zwischen den Fotos keine Verschiebungen gibt. Pro Motiv steht Knaak von mittags bis in die frühen Morgenstunden hinein an den jeweiligen Orten, an denen die Bilder entstehen. An den jeweiligen wurden zwischen 800 und 3.500 Fotos aufgenommen.

Insgesamt entstanden während der Kampagne ca. 20.000 Fotos. Nachdem das jeweilige Motiv abfotografiert ist, werden die Bilder auf dem PC gesichtet und danach ausgewählt, ob das Foto in das Motiv passt. Die ausgewählten Fotos werden dann in Lightroom bearbeitet und in Photoshop zu einer Gesamtkomposition zusammen gesetzt. Insgesamt benötigt dieser Prozess zwischen ein und vier Tagen pro Bild. Steht das finale Bild in Absprache mit den Beteiligten des Projekts, wird es an die Grafikerin weitergeleitet, in diesem Fall Jasmin Göbel von formreichdesign die die Druckdaten für die Plakate, den Kalender und die Anzeigen erstellt.

Mögliche Schwierigkeiten treten in Form sogenannter "stürzender Linien" auf, die entstehen wenn das Motiv schräg zur Kamera und das Weitwinkelobjekt der Kamera perspektivisch verzerrt ist. Für jedes Bild müssen die Gegebenheiten des Motivs vorab insofern überprüft werden, dass stürzende Linien mit der Wahl des richtigen Objektives umgangen werden. Leider war dies nicht bei allen Motiven durch die physikalischen Gegenebenheiten möglich.

So brauchte Knaak beim Lichtenbergplatz trotz Vollformat Kamera eine Brennweite von 11mm um den Himmel und den gesamten Kreisel abbilden zu können, obwohl hier gerade die stürzenden Linien auffallen, die durch ein TiltShift Objektiv vermindert werden könnten. So ein Objektiv gibt es aber nicht mit der benötigten Brennweite. So macht der Fotograf Gebrauch von der klassischen Zeitraffertechnik,  bei der in einem festen Intervall Bilder gemacht werden. Allerdings mit einem kleinem aber entscheidendem Unterschied, denn die Belichtungszeit der meisten Kampagnen Fotos war deutlich kürzer als bei normalen Zeitraffer Aufnahmen, um Dinge in Bewegung wie Menschen und Autos jederzeit scharf abbilden zu können. Beim normalen Zeitraffer wird ähnlich wie beim Kinofilm länger belichtet, um sanftere Übergänge zu bekommen.

Technisch unterstützt wird er während der gesamten Kampagne von der Firma ProBis, die Knaak verschiedene Objektive und Klemm-Vorrichtungen für Geländer zur Verfügung und gegebenenfalls baulich an die Umstände der jeweiligen Motive angepasst haben. Damit wird gewährleistet, dass selbst die gewichtstärkste Kamera auf dem Stativ oder am Geländer gehalten wird.