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Ausstellungen

200 Jahre 2-Rad

Von der Laufmaschine zum Velomobil - eine Zeitreise durch die Geschichte des Fahrrades im Stadtmuseum Burgdorf.

In diesem Jahr feiert das von Karl Drais von Sauerbronn in seiner Urform als Laufrad erfundene Fahrrad seinen 200. Geburtstag. Das besondere Jubiläum nehmen der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf zum Anlass, mit einer Ausstellung der Radfahrgalerie Burgdorf zwei Jahrhunderte der Fahrradentwicklung Revue passieren zu lassen. Die Schau trägt den Titel „200 Jahre 2-Rad –von der Laufmaschine zum Velomobil“ und ist von Samstag, 8. April, bis zum Pfingstmontag, 5. Juni, im Erdgeschoss des Stadtmuseums (Schmiedestraße 6) zu sehen. Das Stadtmuseum ist bei freiem Eintritt sonnabends und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ansprechpartner für Gruppen und Vereine, die einen Führungstermin innerhalb der Woche vereinbaren möchten, ist VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich (Tel. 05136 - 1862).

Aus der „Draisine“ entstand das erste Fahrrad

Im Mittelpunkt der neuen Fahrradschau steht eine Auswahl repräsentativer Fahrradkonstruktionen, die die wichtigsten Entwicklungsstufen in der Geschichte des Zweirades bis zu den Velomobilen widerspiegelt. Zudem richtet die Ausstellung den Fokus auf die 1829 beginnende Geschichte des Radsportes.

Seinen Ursprung hatte das Fahrrad in der 1817 von Karl Drais von Sauerbronn erfundenen, lenkbaren und mit zwei Rädern ausgestatteten Laufmaschine. Der Fahrer bewegte das nach seinem Erfinder als „Draisine“ bezeichnete Gefährt durch wechselweises Abstoßen mit den Füßen.  Aus der weiteren Fahrradentwicklung greift die Ausstellung ein französisches  Tretkurbelvelociped von Pierre und Ernest Michaux aus den 1860er Jahren heraus. Wegen seiner Fahreigenschaften auf holprigem Pflaster trägt das mit einem Stahlrahmen versehene Gefährt den Spitznamen „Knochenschüttler“. Der Antrieb vollzog sich mittels zweier Tretkurbeln an der Achse des Vorderrades.  Für den weiteren Konstruktionsfortschritt steht ein Hochrad, das die beiden Engländer James Starley und William Hillmann entwickelten und mit vielen technischen Verbesserungen ausstatteten. Das als „Ariel“ (Luftgeist) getaufte Vehikel war ab 1871 käuflich zu erwerben. Nachdem es in einem spektakulären Rennen von London nach Coventry zum Einsatz kam, entstand ein regelrechter Nachfrageboom. 

Zu sehen ist auch ein 1890 entstandenes Niederrad, das als Prototyp des  modernen Fahrrades gilt. Es stammt aus der Fahrradschmiede von John Kemp Starley und William Sutton und erhielt den Namen „Rover“ (Wanderer). Zu den Konstruktionsmerkmalen gehörten zwei gleiche mittelgroße Laufräder, ein Pedalantrieb in der Mitte, der über eine Kette dem Antrieb des Hinterrades diente, sowie eine verbesserte Lenkung, die dem Fahrer eine präzisere Steuerung ermöglichte. Ein weiteres, 1897 gefertigtes Niederrad des Konstrukteurs Humber weist als Neuerung einen Trapezrahmen und Sattelrohr auf.

Das Velomobil

Neben diversen Fahrradmodellen aus dem 20. Jahrhundert begegnen die Museumsbesucher zudem einem außergewöhnlichen Zweig der Zweiradgeschichte: den  Velomobilen. Dabei handelt sich um nach aerodynamischen Prinzipien stromlinienförmig konstruierte, teilweise verkleidete Liegeräder. In der Ausstellung sind zwei moderne Konstruktionen des Aerodynamikers Eggert Bülk zu sehen – ein voll verkleidetes Bauchliegerad aus dem Jahr 1985 und ein serienmäßig vom Räderwerk Hannover gefertigtes Velomobil „Milan“ aus dem Jahr 2010, mit dem bereits 26 Weltrekorde aufgestellt worden sind.

Termin(e): 08.04.2017 bis 05.06.2017
samstags  sonntags 
von 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort

Stadtmuseum

  • Schmiedestraße 6
  • 31303 Burgdorf

Eintritt frei!