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Eine Szene aus der Altstadt. © TMN

Fachwerkhäuser in der Altstadt mit der Marktkirche

Sehenswürdigkeit

Altstadt

Entdecken Sie idyllische Gassen mit einladenden Cafés und Boutiquen eingerahmt von historischen Fachwerkfassaden.

Die historischen Fachwerkbauten der Altstadt zählen zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der City und schmücken die gute Stube der Stadt. Hier können Hannover-Besucher einen Hauch Stadtgeschichte atmen.

Rund um Marktkirche und Altes Rathaus

Einst hatte Hannover einen großen Altstadtkern mit Fachwerkhäusern und engen Gassen, die zum Teil noch aus dem Mittelalter stammten. Die Feuerstürme des Zweiten Weltkriegs ließen jedoch von der historischen Altstadt nicht mehr als vierzig Häuser übrig. Davon befanden sich allein zwölf im Bereich Knochenhauer-, Kramer- und Burgstraße. Ende der fünfziger Jahre entschied man sich, die restlichen über das Stadtgebiet verteilten Fachwerkhäuser abzutragen und dorthin zu versetzen. So entstand ein Altstadtviertel rund um Marktkirche und Altes Rathaus, das als historische Insel einen guten Eindruck davon vermittelt, wie Hannovers Altstadt einmal ausgesehen hat. Die Kramerstraße ist zudem eine der beliebtesten Einkaufs- und Flanierstraßen der Stadt.

Holzmarkt

Am Holzmarkt, ganz in der Nähe des Historischen Museums, steht der detailgetreue Nachbau des im Krieg zerstörten Leibniz-Hauses. Das Original-Gebäude war im Jahre 1499 erbaut und 1652 erneuert worden. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt, Gottfried Wilhelm Leibniz, hat es viele Jahre lang bewohnt.

Das älteste Bürgerhaus und die älteste Kirche

In der hinteren Burgstraße findet man das schönste und älteste hannoversche Bürgerhaus aus dem Jahr 1566 - mit einer aufwendig verzierten Renaissancefassade und einem sogar noch zwei Jahre älteren Hinterhaus. Ganz in der Nähe liegt die Kreuzkirche. Erbaut im Jahr 1333 ist sie Hannovers älteste Kirche. Der Altar im Inneren des gotischen Gotteshauses wurde von Lucas Cranach dem Älteren 1537 gestaltet. Die angebaute Duvekapelle ließ sich die hannoversche Kaufmannsfamilie Duve 1655 errichten, nachdem sie für den Wiederaufbau der Turmspitze gespendet hatte. Der Goldene Winkel an der Kreuzkirche gilt mit seiner einheitlichen Bebauung als eines der idyllischsten Wohnviertel der Stadt.

Ballhofplatz

Durch die Kreuzstraße gelangt man zum Ballhofplatz. Erbaut 1649-64 war der Ballhof ursprünglich eine Sporthalle, in der die Hofgesellschaft bei jedem Wind und Wetter Federball spielen konnte. Später wurde der er Versammlungshalle und wird heute schließlich als Spielort des Jungen Schauspiels Hannover genutzt. Der Ballhof ist der schönste Profanbau Hannovers, der gleichnamige Platz mit Brunnen gilt als einer der beschaulichsten Plätze der Altstadt.

Leineschloss: Sitz des Niedersächsischen Landtags

Das Leineschloss, heute Sitz des Niedersächsischen Landtags und früher königliche Residenz, geht auf ein im 12. Jahrhundert gegründetes Franziskanerkloster zurück, das 1533 aufgehoben wurde. Nachdem der Calenberger Herzog Hannover 1636 zur Residenz gewählt hatte, wurde der nordwestliche Flügel des Schlosses 1742 erneuert. Die übrigen Teile gehen auf Entwürfe des in Hannover sehr aktiven Baumeisters Georg Friedrich Laves zurück, der das Haus zwischen 1816 und 1844 völlig umbaute. Dazu gehört auch der repräsentative klassizistische Portikus an der Leinstraße mit sechs korinthischen Säulen und einem flachen Dreiecksgiebel, der das Wappen des Landes Niedersachsen trägt. Die Leineseite des Schlosses wirkt mit ihren drei Geschossen und dem Mansardendach eher barock. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Leineschloss 1956 bis 1962 wieder aufgebaut und der Südflügel durch einen modernen Plenarsaal-Anbau ersetzt.

Adresse

  • Hanns-Lilje-Platz 4
  • 30159 Hannover