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Ahlem-Badenstedt-Davenstedt

Die südwestlichen Stadtteile Hannovers wurden bis auf Davenstedt durch die Nutzung der örtlichen Bodenschätze Asphalt, Kalk und Salz geprägt.

Der Kalkbrennofen (1925) und die Asphaltgruben (seit 1842) zeugen noch heute davon. Im Zweiten Weltkrieg wurden in den Asphaltstollen mit KZ-Häftlingen kriegswichtige Güter produziert. Eine einzigartige Anlage wurde in Ahlem 1893 mit der Israelitischen Gartenbauschule gegründet.

Willy-Spahn-Park / Kalkbrennofen

Das heutige Gelände des Willy-Spahn-Parks war ursprünglich ein Kalkbruch, der ab 1850 zur Herstellung von Branntkalk (Mörtel) und gelöschtem Kalk (Dünger) genutzt wurde. Der bestehende Kalkbrennofen, ein 35 m langer, 13 m breiter und 9,5 m hoher Hoffmannscher Ringofen, entstand 1925 und konnte erhalten werden. Er blieb nur bis 1930 in Betrieb. 1938 erwarb der Kaufmann Willy Spahn das Gelände und legte auf den Terrassen eine Obstplantage an zur Herstellung von Obst- und Fruchtsaftgetränken der Marke „Sprudella“. In den 60er Jahren wurde der Fruchtsaftbetrieb eingestellt. Als seine Witwe 1996 starb, wurde das Gelände zum öffentlichen Park neu gestaltet und der denkmalgeschützte einzige Ringofen in der Region restauriert. Seit 2004 ist der bei Alt und Jung beliebte Erholungspark geöffnet.

Adresse: Mönckebergallee 16, 30453 Hannover

Israelitische Gartenschule / Gedenkstätte Ahlem

Die Israelitische Gartenschule Ahlem an der Heisterbergallee 8, anfangs Israelitische Erziehungsanstalt genannt, wurde 1893 von dem hannoverschen Bankier Moritz Simon gegründet mit dem Ziel, jüdischen Kindern und Jugendlichen Volksschulbildung mit anschließender Gartenbaulehre zu vermitteln. Die Schüler*innen kamen aus ganz Deutschland und aus Osteuropa. Erhalten sind Direktoren-, Mädchenund Pförtnerhaus. Die Architektur der roten Ziegelstreifen und verputzten Wände mit Rundbogenfenstern orientiert sich an Schulbauten jener Zeit. Die Schule wurde 1942 geschlossen, noch im Herbst 1941 wird das Gärtnerhaus zum „Judenhaus“, aus dem bis 1944 mehr als 2.000 Männer, Frauen und Kinder in die Konzentrationslager und Ghettos in Osteuropa transportiert wurden. Seit 1987 ist hier die Mahnund Gedenkstätte Ahlem, in der die Geschichte dieses Ortes sowie der Bewohner*innen dokumentiert ist.

Adresse: Heisterbergallee 10, 30453 Hannover

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