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Veranstaltungskalender

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Nord

Angefangen von der 1284 erwähnten Nikolaikapelle über den Klagesmarkt, der seit dem Mittelalter Vieh- und später Wochenmarkt war, über den um 1550 angelegten Jüdischen Friedhof.

 

Von dem Welfenschloss (ab 1857, heute Hauptgebäude der Leibniz-Universität) zu den Fabrikanlagen wie König & Ebhardt, Appel, Sprengel, Güterbahnhof bis zum Krankenhaus zeigt die Nordstadt als erstes Arbeiterquartier in der Residenzstadt ein vielfältiges, kompaktes Stadtbild. In Hainholz setzte sich die industrielle Entwicklung entlang der Schulenburger Landstraße fort, die Wohngebiete bildeten aberm eine räumlich offene Struktur.

Welfenschloss

Das von Hofbaumeister Christian Tramm für den letzten Welfenkönig Georg V. ab 1856 in hellem Deistersandstein geplante Welfenschloss war bis 1866, dem Jahr der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen, nur außen fertiggestellt. Ab 1875 wurde das Schloss von Hermann Hunaeus zur Technischen Hochschule ausgebaut. Der viergeschossige, kubische Mittelbau wird von niedrigeren Seitenflügeln und Zwischenbauten auf 150 m verlängert. Fünf Türme geben den kompakten Baumassen ein malerisches Äußeres. Die Fassaden sind im sogenannten Trammstil gestaltet, einem durch Flächenstabwerk verfeinerten Rundbogenstil. Der welfische Prachtbau markiert das Ende des wesentlich von Laves bestimmten klassizistischen Architekturstils.

Adresse: Welfengarten 1, 30167 Hannover

 

Alter Jüdischer Friedhof

Hannovers Juden konnten 1550 einen Sandhügel vor den Toren der Stadt als Begräbnisplatz einrichten, den alten Jüdischen Friedhof. Eine Hecke sollte den früher baumlosen Hügel schützen, doch Fuhrleute holten dort wiederholt Sand, so dass der Amtsvogt 1671 einen Schutzstein gegen Beschädigungen und Störung aufstellen ließ. 1740 wurde der Friedhof erweitert und mit einer Mauer umgeben. Die Gräber bleiben wegen der vorgeschriebenen „ewigen“ Totenruhe dauerhaft erhalten, sie wurden aber auf Grund der Platznot übereinander geschichtet. Die etwa 700 Grabsteine sind nach Osten ausgerichtet.

Adresse: Am Judenkirchhof, 30167 Hannover

 

Brüggemannhof

Auch vor der Stadt: Auf dem ehemaligen Gelände der Wachstuchmacherey (heute Benecke-Kaliko) errichtete der Sparund Bauverein Hannover 1914 – 15 und 1922 – 24 die Großwohnanlage Brüggemannhof mit insgesamt 158 Wohnungen. Der Architekt Franz Hoffmann schuf erstmals einen Baublock um einen gemeinschaftlich genutzten Innenhof, der mit alten
Bäumen begrünt war und einen Kinderspielplatz aufwies. Die Wohnungen waren hygienisch auf neuestem Stand mit Badenische, WC und Balkonen. Die Anlage, auch wegen der  sozialdemokratisch gesinnten BewohnerInnen „Rote Burg“ genannt, bot erstmals eine einheitlich gestaltete Massenbebauung mit Kleinwohnungen. Zwischen den drei kompakten  Großwohnblocks legte der Architekt malerisch gestaltete Räume an, die damals als „verführerisch“ empfunden wurden. Im oberen Galeriegeschoss weisen Figuren aus dem tätigen Handwerksleben auf die Bewohnerschaft.

Adresse: Brüggemannhof 1, 30167 Hannover

 

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