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Aufgereihte VW-Transporter (Bullis) auf dem VW-Werksgelände

© Historisches Museum Hannover

Ausstellungen

Die Bullibauer

Die große Sonderausstellung im Erdgeschoss des Museums beschreibt 60 Jahre Volkswagen-Transporter aus Hannover.

1954 fiel der Entschluss, ein eigenes Werk für den Volkswagen-Transporter musste her. Die Produktionskapazität im Wolfsburger Stammwerk, wo der Bulli bereits seit 1950 gebaut wurde, reichte längst nicht aus, um die Nachfrage zu decken in jenen Tagen des beginnenden Wirtschaftswunders. In Wolfsburg waren neben der Käfer-Produktion 80 Bullis möglich – 330 wären nötig gewesen.

Prof. Heinrich Nordhoff, Generaldirektor der Volkswagenwerk GmbH, entschied sich für Hannover als Ort für das neue Werk. Am 4. Februar unterzeichnete man den Kaufvertrag. Mitte Februar begannen die ersten Bauvorbereitungen an der Mecklenheidestraße – mitten in einem eiskalten und schneereichen Winter.

Nach nur einjähriger Bauzeit liefen am 8. März 1956 im neu errichteten Transporterwerk Hannover die ersten Bullis vom Band. Die Serienproduktion startete am 20. April 1956. Stolz lieferte Werkleiter Otto Höhne persönlich ein erstes Fahrzeug aus hannoverscher Fertigung an den VW-Händler Willi Dost (Hildesheim) aus.

Wirtschaftswunder

In der ersten Zeit arbeiteten im hannoverschen Werk 4.000 Mitarbeiter, darunter seit März 1956 bereits 25 Frauen und produzierten 230 Transporter am Tag.

Ende 1956 gehörten schon 270 Mitarbeiterinnen zum Team. Der Stundenlohn betrug im ersten Jahr 1956 durchschnittlich 2,53 DM; zum Vergleich: 1955 kostete ein 1 Kilo Kaffee ca. 10 DM, für ein Kilo Brot zahlte man 68 Pfennig.

Tatsächlich findet der "Bulli" in unterschiedlichen Varianten reißenden Absatz und wird so zu recht zum Motor des bundesdeutschen Wirtschaftswunders.

Brot, Bier, Bohnenkaffee und Buletten müssen in großen Mengen an die Verbraucher gebracht werden. Auch die neuen Konsumartikel wie Fernseher, Plattenspieler und Kühlschränke sollten schnellstmöglich und sicher die Kunden erreichen. Dazu brauchten Geschäftsleute und Handwerker den unverwüstlichen Bulli.

Der Bus befördert bis zu acht Personen. Mit ein paar Handgriffen lassen sich die beiden hinteren Sitzreihen ausbauen, um rund 750 Kilogramm Nutzlast zu transportieren.

VW-Bus

Aber auch weit über den Inlandsmarkt hinaus entwickelte sich der VW-Bus zum Erfolgsmodell: 1962 feierte die Belegschaft den einmillionsten VW-Transporter, made in Hannover. Nach dem T1  begann im Jahr 1968 die Produktion des Nachfolgemodells T2, es folgten 1978 der T3, 1990 der T4 und im Jahr 2003 der T5.

Schon 1970 – nur 14 Jahre nach Werksgründung – hatte sich die hannoversche Belegschaft versechsfacht. 1971 arbeiteten in der hannoverschen Bulli-Schmiede knapp 30.000 Menschen. Täglich verließen damals 1.100 Fahrzeuge und bis zu 7.500 Motoren das Werk. Seit 2015 läuft die sechste Generation des Erfolgsmodells in Hannover vom Band und setzt nun die Erfolgsserie fort.

Insgesamt wurden weltweit bis heute fast zwölf Millionen Fahrzeuge der T-Baureihe produziert, rund neuneinhalb Millionen davon in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Bis heute ist der Standort mit 14.000 Arbeitsplätzen der größte industrielle Arbeitgeber und mit 750 Azubis der größte Ausbildungsbetrieb Hannovers.

Industriegeschichte

Das VW-Transporterwerk hatte für Stadt und Region Hannover von Anfang an eine große Bedeutung. Die Ausstellung zeigt die lebendige Industriegeschichte, die begann, als der Bulli an die Leine kam und darüber hinaus, welche Impulse vom Werk auf die Entwicklung der Landeshauptstadt in der Nachkriegszeit ausgingen.

Zeitzeugen

Und die Bullibauer, ehemalige Werksangehörige erzählen als Zeitzeugen ihre Geschichte(n) und berichten, wie sie mit Stolz, Leidenschaft und Herzblut den VW-Bus bauten. Natürlich fehlen die Autos selbst dabei nicht, mehrere besonders schöne Exponate aus der werkseigenen Sammlung werden gezeigt.

Ein zweiter Teil der Ausstellung gewährt mit Mitmach- und Vorführstationen einen Einblick in die aktuellen Produktionsabläufe bei VW und zeigt den Wandel der Ausbildung junger Menschen früher und heute: Eine interaktive Ausstellung, die so zurecht in das Jubiläumsjahr "775 Jahre Hannover" passt.

Termin(e): 09.03.2016 bis 26.06.2016
dienstags 
von 10:00 bis 19:00 Uhr
09.03.2016 bis 26.06.2016
mittwochs  donnerstags  freitags 
von 10:00 bis 17:00 Uhr
09.03.2016 bis 26.06.2016
samstags  sonntags 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
16.05.2016 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Historisches Museum Hannover

  • Pferdestraße 6
  • 30159 Hannover
Die Veranstaltung findet nicht statt am: 25.03.2016
01.05.2016
Preise:
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag Museumseintritt
Freitag freier Eintritt

Dienstags, Donnerstags und Freitags sind Auszubildende als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Historischen Museum und informieren an Mitmachexponaten über die Berufsfelder im modernen Fahrzeugbau.

Historisches Museum, Am hohen Ufer, Eingang Burgstraße © LHH, Historisches Museum Hannover