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Sehr Evangelisch... typisch Hannover?

Seit dem 30. Oktober,  ist im Historische Museum Hannover unter dem Titel "Sehr evangelisch ... typisch Hannover?" die Erweiterung der großen Sonderausstellung "Typisch Hannover!?" zu sehen.

Aus Anlass des Reformationsjubiläums erhält die große Ausstellung "Typisch Hannover!?" im Historischen Museum eine wichtige Erweiterung unter dem Titel "Sehr evangelisch...typisch Hannover!?", für die das Museum und die Hanns-Lilje-Stiftung kooperieren.

Bekannten sich 1950 noch 75 Prozent der Bevölkerung zur evangelisch-lutherischen Konfession, sind es heute 30 Prozent. Viele Spitzenverbände des deutschen Protestantismus wie die EKD
(Evangelische Kirche in Deutschland), VELKD (Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands), UEK (Union Evangelischer Kirchen) und der Reformierte Bund sind in Hannover zu Hause. Ist diese Dichte evangelischer Institutionen eine besondere Eigenschaft und typisch für Hannover, einer Stadt deren Gesellschaft allmählich immer kirchenunabhängiger wird?

Das Wirken von Hanns Lilje, Bischof der Landeskirche Hannovers

Die Bedeutung Hannovers als Zentrum protestantischer Organisationen geht auf den Bischof der Landeskirche Hannovers Hanns Lilje (1899-1977) zurück, der sein Amt 1947 antrat. Als Gegner des NS-Regimes und der "Deutschen Christen" war er 1944 in Gestapo-Haft genommen und 1945 von US-Truppen befreit worden. Mit ihm verbinden sich das intensive Bemühen um Verständigung und Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern, ein hohes Engagement in der internationalen ökumenischen Bewegung sowie im Weltrat der Kirchen.

Theologisch richtete sich sein Wirken außerdem besonders auf die Arbeitswelt der Menschen. Lilje erkannte die Bedeutung moderner Kommunikationsmedien für die theologische Arbeit, nutzte dazu den Rundfunk und gründete u.a. das "Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt".

Hanns Lilje gehört zu den Mitbegründern der Deutschen Evangelischen Kirchentage, die seit 1949 fünfmal in Hannover stattfanden. Besondere Aufmerksamkeit erreichten die hannoverschen Kirchentage der Jahre 1967 und 1983, die im Zeichen von Frieden und Abrüstung standen und zu denen sich mehr als 100.000 Menschen versammelten.

Leihgaben aus dem Familienbesitz

Wichtige Leihgaben aus dem Familienbesitz der Familie Lilje und der Hanns-Lilje-Stiftung werden in der Ausstellung gezeigt, darunter das Buch "Im finstern Tal" das Hanns Liljes Gestapo-Haft beschreibt, seine Doktorarbeit, die von der Universität in Jena abgelehnt und von der Universität Zürich zugelassen wurde und ein Tanach (jüdische Bibel), das Hanns Lilje zu seinem 70. Geburtstag vom niedersächsischen Landesrabbiner Zvi Asaria (1913-2002) und Siegmund Fischel (1909-1972), dem Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen geschenkt bekam.

Eröffnung

Zur Eröffnung am 30. Oktober, um 11:30 Uhr, werden neben Thomas Schwark (Leiter der Museen für Kulturgeschichte), Ralf Meister (Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover) und Christoph Dahling-Sander (Hanns-Lilje-Stiftung) sprechen.

Begleitprogramm

Donnerstag, 17.11.2016, 18:00 Uhr
"HANNS LILJE: EIN FROMMER WELTBÜRGER."
Lesung mit anschließender Diskussion.
Ralph Ludwig im Gespräch mit Abt Horst Hirschler, Landesbischof i.R.

Dienstag, 22.11.2016, 16:00 Uhr
"STOP AND GO."
Auf den Spuren von Hanns Lilje in Hannovers City
Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander im Gespräch mit Landessuperintendent i.R. Hartmut Badenhop
Für den Rundgang bitte anmelden unter
info@lilje-stiftung.de oder telefonisch unter: 0511 1241 385

Montag, 05.12.2016, 18:00 Uhr
(ausnahmsweise montags!)
"IN DEN STEILHÄNGEN DER GLOBALISIERUNG"
Spiritualität und Arbeit
Vortrag und Diskussion mit Bischof Dr. Thabo Makgoba, Kapstadt/Südafrika, und Prof. Dr. Gerhard Wegner,
Sozialwissenschaftliches Institut der EKD, Hannover

Dienstag, 24.01.2017, 18:00 Uhr
"SUCHET DER STADT BESTES"
Kirche und Politik gemeinsam auf dem Weg?
Vortrag und Diskussion mit Landessuperintendentin (des.) Dr. Petra Bahr und Oberbürgermeister Stefan Schostok

Termin(e): 30.10.2016 bis 24.01.2017
mittwochs  donnerstags  freitags 
von 10:00 bis 17:00 Uhr
30.10.2016 bis 24.01.2017
samstags  sonntags 
von 10:00 bis 18:00 Uhr
30.10.2016 bis 24.01.2017
dienstags  samstags 
von 10:00 bis 19:00 Uhr
01.01.2017 
von 13:00 bis 18:00 Uhr
Ort

Historisches Museum Hannover

  • Pferdestraße 6
  • 30159 Hannover
Historisches Museum, Am hohen Ufer, Eingang Burgstraße © LHH, Historisches Museum Hannover