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Die Macht des Schicksals führt Alvaro (Xavier Moreno) und Don Carlo (Brian Davis) nach langer Zeit doch noch zusammen und es kommt zum finalen Kampf.

© Jörg Landsberg

Bühnen

Die Macht des Schicksals

Drei Menschen im Kampf gegen das Schicksal: Frank Hilbrichs Inszenierung von Giuseppe Verdis Oper in vier Akten ist im Opernhaus zu sehen – in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Die musikalische Leitung obliegt Stefan Klingele.

Man hat Verdis Oper "Die Macht des Schicksals" oft den Vorwurf gemacht, die Handlung sei überladen und krude, und tatsächlich ist der Geschichte nach dem 1835 uraufgeführten Drama "Don Álvaro o La Fuerza del sino" des spa­nischen Dichters Ángel de Saavedra eine gewisse Unübersichtlichkeit nicht abzu­sprechen. Und dennoch findet Verdi in dem bunten Kaleidoskop auseinander strebender Situationen und unwahr­scheinlicher Zufälle zu einem stimmigen Ganzen, indem er im Sinne eines Ideen­dramas die individuellen Schicksale einbettet in einen gesellschaftlichen Kontext, der geprägt ist vom Wahnsinn des Krieges, von politischer Gewalt und der Diskriminierung des Fremden. Gera­de in der Balance der von Massenhyste­rie aufgeladenen Tableaus und Szenen von großer Intimität erreicht Verdis Oper, die auch musikalisch zu seinen schöns­ten Schöpfungen zählt, ihre beklem­mende Intensität.

Besetzung

In Hannover wird "Die Macht des Schicksals" von Frank Hilbrich inszeniert, der im Opernhaus 2008 bereits Karl Amadeus Hartmanns "Simplicus Simplicissimus" und 2015 "Caligula" erfolgreich zur Premiere brachte. Die musikalische Leitung obliegt Stefan Klingele. In den Hauptrollen sind Brigitte Hahn als Leonora de Vargas, Brian Davis als Don Carlo de Vargas sowie Xavier Moreno als Avaro zu sehen. Ebenfalls auf der Bühne stehen Michael Dries als Marchese von Calatrava, Monika Walerowicz als Preziosilla, Shavleg Armasi als Pater Guardiano und weitere.

Handlung

Don Alvaro, ein Fremdling, plant mit Leonora, der Tochter des Marchese di Calatrava, die Flucht, weil sich der Vater dieser Liaison entgegenstellt. In der nächtlichen Konfrontation löst sich aus Alvaros weggeworfener Pistole ungewollt ein Schuss und tötet den Marchese – der Beginn einer absurden Irrfahrt, in dem jeder in der Verquickung von Liebessehnsucht und Rachedurst den anderen sucht und nicht findet. Die Liebenden haben sich nach dem Unglück aus den Augen verloren. Leonora ist in Männerkleidern in einem Kloster unter­getaucht, Alvaro sucht im Krieg Vergessen. Dort rettet er Leonoras Bruder Don Carlo das Leben, der auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters ist. Die Männer erkennen sich zunächst nicht und schlie­ßen ewige Freundschaft. Erst als Carlo wiederum durch einen Zufall die Identi­tät seines Freundes entdeckt, bricht die alte Gegnerschaft wieder auf. Alvaro zieht sich nach einem Zweikampf just in das Kloster zurück, in dem auch Leonora Zuflucht gefunden hat, und dort kommt es zur endgültigen Katastrophe ...

Premiere war am 30. Januar 2016.

Termin(e): 05.06.2016 
von 16:00 bis 19:15 Uhr
Ort

Staatsoper Hannover

  • Opernplatz 1
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 19,50 € - 66,50 €
Vorverkauf:

Einlass ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Die Eintrittskarten gelten als Fahrschein im gesamten Tarifgebiet des Großraum-Verkehr Hannover (GVH).