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Ratgeber

Berufsbild Gestalter/-in für visuelles Marketing

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" - und vermitteln uns Botschaften. Die optimale Gestaltung des Bildes, real und virtuell, ist Ziel der Ausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing.

Eine junge Frau und ein junger Mann vor einer Vitrine mit Nachhimmel an dem grüne, gelbe und orange Himmelskörper zu sehen sind, am Boden ein gelbbraune Landschaft mit Gebäude

Himmelskörper ins rechte Licht gerückt: Katinka Volkeling (21) und Mirko Hochmann (18) dekorieren eine Vitrine

Ein Schaufenster, das ins Auge sticht; ein Messestand, der Aufmerksamkeit erregt – dahinter steckt nicht der Zufall, sondern meist ein Gestalter für visuelles Marketing. Dieser junge Ausbildungsberuf löste vor gut drei Jahren den des altehrwürdigen Schauwerbegestalters ab. Denn zu den Verkaufsräumen, die für die Kunden in Szene gesetzt werden, gehören heute auch virtuelle Räume im Internet oder maßstabsgerechte Modelle im Computer. Angehende Gestalter für visuelles Marketing an der BBS Handel der Region Hannover erlernen deshalb nicht nur den Umgang mit Styropor und Tacker, sondern auch den Einsatz von Multimediatechnik. Ergänzt werden die kreativen Ausbildungsinhalte um kaufmännische Aspekte.

So vielfältig wie die Ausbildung sind auch die Einsatzbereiche. Neben dem klassischen Einzelhandel bilden auch Werbe- und Eventagenturen aus. Während es in Möbelhäusern oder Drogeriemärkten um die Gestaltung von Schaufenstern und Verkaufsflächen geht, planen Agenturen Gesamtkonzepte für Veranstaltungen und setzen diese um. Die Lehrfächer für Berufsschüler im 1. Jahr setzen sich aus Raumgestaltung, Flächengestaltung und Objektgestaltung zusammen. Im 2. und 3. Lehrjahr kommen technisches Zeichnen, Grafik, Layout und Bildbearbeitung dazu. Bewerber sollten nicht nur eine ausgeprägten Sinn für Kreativität mitbringen, sondern auch handwerkliches Geschick und das Interesse an betriebswirtschaftlichem Wissen.

Wer sich für die Ausbildung bewirbt, sollte schon vorher genau wissen für welche Richtung er sich interessiert. Denn ob man Schaufenster ausstattet, Messestände konzipiert oder Verkaufsevents plant, macht einen großen Unterschied. Der 18-jährige Toni Warneke kann sich nicht vorstellen, im Einzelhandel zu arbeiten. Er wird bei einer Eventagentur ausgebildet: „Wenn ein Kunde für eine Veranstaltung karibisches Flair wünscht, dann bauen wir ihm das.“ Tonis Mitschülerin Julia Schmiedler (22) dagegen reizt die Herausforderung im Einzelhandel: „Es ist erstaunlich, was man mit der begrenzten Fläche eines Schaufensters alles erreichen kann, indem man die Leute erst zum Hinsehen bewegt und dann vielleicht in ihrer Kaufentscheidung beeinflusst.“

Die Berufsaussichten die sich Gestaltern für visuelles Marketing bieten, sind so vielseitig wie die Ausbildungsmöglichkeiten. Besonders gut sind zurzeit die Perspektiven in der Werbebranche. Auch für ein anschließendes Studium der Innenarchitektur oder des Grafikdesigns bringen Gestalter für visuelles Marketing die besten Vorraussetzungen mit. Durch den kaufmännischen Teil der Ausbildung bietet sich auch der Schritt in die Selbstständigkeit an. Das Gehalt richtet sich nach den Tarifverträgen in den Bundesländern. Als Einstieg ist mit etwa 1.500 Euro brutto zu rechnen.