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Ratgeber

Schwangere Arbeitnehmerinnen schützen

Mutterschutz für berufstätige Frauen

Erläuterung der vier Phasen des Mutterschutzes, FAQs und weiterführende Links

Neugeborenes Baby © Sascha Bett

Der besondere Arbeitsschutz für Mütter ist für Arbeitnehmerinnen im Mutterschutzgesetz geregelt, für Beamtinnen in der Mutterschutzverordnung des Landes Niedersachsen. Er ist unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit, Ihrem Familienstand und dem Umfang Ihrer Beschäftigung. Bei befristeten Verträgen gilt der Mutterschutz bis zum vertraglich vereinbarten Ende des Arbeitsverhältnisses. Einzige Voraussetzung ist in allen Fällen, dass Sie Ihren Arbeitsplatz in Deutschland haben. Mutterschutzlohn und Mutterschaftsgeld gleichen Ihre Einkommensausfälle durch die Mutterschutzzeit aus. Mutterschutzlohn ist die Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber bei Beschäftigungsverbot, Mutterschaftsgeld können Sie mit Beginn der sechswöchigen Schutzfrist beziehen.

Je nach Beschäftigungsart müssen am Arbeitsplatz Schutzmaßnahmen für Schwangere getroffen werden. Deshalb teilen Sie Ihrem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft und den errechneten Tag der Entbindung bitte schnellstmöglich mit und übergeben Sie die ärztliche Bescheinigung über die Schwangerschaft. Arbeitgeber müssen eine Schwangerschaft an das Gewerbeaufsichtsamt melden, sie dürfen diese Information aber ohne Ihre Zustimmung nicht an andere weitergeben.

Der Mutterschutz gliedert sich in vier Phasen.

Phase 1 – Schutz für Mutter und Kind am Arbeitsplatz

Ab der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft dürfen Frauen für bestimmte Tätigkeiten nicht mehr eingesetzt werden. Sie werden für Untersuchungen freigestellt und unterliegen einem besonderen Kündigungsschutz. Falls Sie bedingt durch die Schwangerschaft nur eingeschränkt einsatzfähig sind, werden Ihnen Einkommensausfälle durch den Mutterschutzlohn ersetzt.

Phase 2 – Mutterschutzfrist für sechs Wochen vor der Geburt

Werdende Mütter dürfen ab sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin nur noch auf eigenen Wunsch beschäftigt werden. Nehmen Sie den Mutterschutz in Anspruch, erhalten Sie Mutterschaftsgeld (Zahlung der Krankenkasse und gegebenenfalls Arbeitgeberzuschuss). Selbstständige Frauen, die privat krankenversichert sind, erhalten kein Mutterschaftsgeld. Gegebenenfalls besteht aber aus dem Versicherungsvertrag Anspruch auf eine entsprechende Ersatzleistung.

Phase 3 – Beschäftigungsverbot für acht Wochen nach der Geburt

Während Frauen in der Schutzfrist vor der Geburt arbeiten dürfen, besteht in der Mutterschutzfrist nach der Geburt ein absolutes Beschäftigungsverbot. Es gilt im Normalfall für acht Wochen, bei Früh- und Mehrlingsgeburten für zwölf Wochen. Für das Mutterschaftsgeld gilt am Tag der Geburt und in der Schutzfrist nach der Geburt das gleiche wie in Phase 2.

Phase 4 – besondere Schutzrechte beim Wiedereinstieg

Sollten Sie unmittelbar nach der Mutterschutzfrist, d. h. acht Wochen nach der Geburt, Ihre Berufstätigkeit wieder aufnehmen und Ihr Kind stillen, dann gelten für Sie die Arbeitszeitverbote der Schwangerschaft (unter anderem Verbot der Sonntags- und Nachtarbeit). Stillzeiten werden nicht von der Arbeitszeit abgezogen.

Detaillierte Informationen zum Mutterschutz mit allen Fristen und Bedingungen finden Sie in der Broschüre „Mutterschutzgesetz. Leitfaden zum Mutterschutz“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie ist im FamilienServiceBüro und über den Publikationsversand der Bundesregierung erhältlich.