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Ratgeber

Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit im Öffentlichen Dienst

Das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz verpflichtet die Arbeitgeber zu familienbewusstem Handeln

Babyschuh auf Tastatur © LHH

Am 01.01.2011 ist das neue Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz (NGG) in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, Frauen und Männern die gleichen Chancen im Erwerbsleben zu bieten und es ihnen zu erleichtern, Betreuungsaufgaben von Kindern und/oder älteren Angehörigen in ihren Familien zu übernehmen, die Aufgaben untereinander aufzuteilen und diese mit ihrer Berufstätigkeit zu vereinbaren.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nimmt im § 4 einen eigenen Stellenwert ein. So ist geregelt, dass die Arbeitsbedingungen einschließlich der Arbeitszeiten in der Dienststelle so zu gestalten sind, dass Frauen und Männer ihre Erwerbsarbeit mit ihrer Familienarbeit vereinbaren können, soweit die Erfüllung der dienstlichen Aufgaben das zulässt. Dies bedeutet nicht mehr nur gleitende Arbeitszeiten, sondern umfasst Verfügungszeiten, Servicezeiten, Teleheimarbeit und andere Flexibilisierungsmodelle nach individuellen Bedürfnissen.

Beschäftigten, die Kinder unter 12 Jahren oder pflegebedürftige Angehörige betreuen, ist auf Verlangen eine individuelle Gestaltung der täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit zu ermöglichen. Sie kann auch über die für alle Beschäftigten geltenden Regelungen hinausgehen. Die Arbeitszeitgestaltung darf aber dringenden dienstlichen Belangen nicht entgegenlaufen. Eine Ablehnung eines Antrages auf individuelle Regelungen ist in jeden Fall schriftlich zu begründen.

Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes müssen dafür sorgen, dass für Vorgesetzte und Leitungsaufgaben genügend Teilzeitarbeitsplätze angeboten werden. Teilzeitbeschäftigten sind die gleichen beruflichen Aufstiegs- und Fortbildungschancen einzuräumen wie Vollzeitbeschäftigten. Ist es für die Teilnahme an einer längerfristigen Fortbildung notwendig, dass die regelmäßige wöchentliche Teilzeitarbeit überschritten wird, so soll für die Dauer der Maßnahme auf Antrag die regelmäßige wöchentliche Arbeitzeit entsprechend erhöht werden.

Das NGG gilt für alle Einrichtungen im Öffentlichen Dienst. Beschäftigte können sich im Konfliktfall an die Gleichstellungsbeauftragten und Personalräte wenden.