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Fachkonferenz und Konzert am 20. Oktober 2016 © Region Hannover

Digital Sounds 2016

Fachkonferenz & Konzert 2016

Digital Sounds

Mit der neuen Fachtagung für auditives Gestalten und Erleben positioniert sich Hannover.

Wie hörbar sind Unterschiede zwischen digitalen und analogen Klängen? Welche Bedeutung hat die elektronische Musikproduktion für die Kreativwirtschaft? Wie natürlich müssen digitale Sounds klingen? Und wohin entwickelt sich digitales Sounddesign zum Beispiel in Computerspielen? Viele spannende Fragen standen am Donnerstag, 20. Oktober, während der Tagung "Digital Sounds" in der Schalterhalle des Anzeiger-Hochhauses in Hannover auf dem Programm.

Und ebenso spannend waren die Gäste:

Produzent und Musiker Mousse T. sprach über Sound-Design und Branding. Dr. Andreas Sennheiser, CEO der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, gab einen Einblick in die Entwicklung der 3D-Audiotechnologie. Dr. Martin Kinkel, Leiter der der Abteilung Forschung und Entwicklung von KIND Hörgeräte, hielt einen Vortrag über die Frage, wie natürlich Klang bei digitalen Hörsystemen sein muss oder kann.

Welche Rolle virtuelle Klangbibliotheken in der Musikproduktion spielen, verriet Prof. Dr. Reinhard Kopiez vom Musikwissenschaftlichen Institut der  Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Wie durch Bewegung erzeugte Töne die Motorik verbessern kann, stellte Prof. Dr. Alfred Effenberg vom Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität vor. Und Prof. Dr. Waldo Nogueira Vazquez vom Deutschen HörZentrum der Medizinische Hochschule Hannover berichtete über seine Forschung, das Musikhören für Menschen, die ein Cochlea Implantat tragen, zu verbessern.

Gemeinschaftsprojekt Digital Sounds

Initiiert wurde die Tagung gemeinsam von der der Landeshauptstadt Hannover mit der UNESCO City of Music, der Region Hannover mit der Hörregion und der Wirtschaftsfördergesellschaft hannoverimpuls. Aus der japanischen UNESCO City of Music Hamamatsu nahm Bürgermeister Yasutomo Suzuki die Gelegenheit wahr, sich einen Eindruck von der hannoverschen Sound- und Klangszene zu verschaffen. Ebenfalls aus Hamamatsu war Toshi Kunimoto von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Yamaha angereist, um über die Entwicklung digitaler Signalprozessoren zu sprechen.

Abschluss mit Konzert

In Panels wurden neue Trends vorgesellt und Schnittstellen zwischen digitaler Musik und Klangkunst präsentiert. Den Abschluss bildete am Abend ein Konzert und Gespräch mit Uwe Schmidt in der Kestnergesellschaft. Unter dem Künstlernamen Atom™ prägt er seit rund 25 Jahren die elektronische Musikszene. Mittlerweile in Chile lebend, veröffentlichte er Musik unter rund 60 Pseudonymen auf renommierten Plattenlabeln.

Ziel der Konferenz

war, die Bereiche Sounddesign, Klanghören, Musikwirtschaft, Medizinbranche und Digitalwirtschaft zu vernetzen, den aktuellen Forschungsstand vorzustellen und neue Trends und Entwicklungen aufzuzeigen. Kooperationspartnerinnen und -partner waren die CeBIT, die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Kestnergesellschaft und der Literarische Salon.

Statements zur Konferenz „Digital Sounds“:

Harald Härke, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Hannover:
"Als Unesco City of Music wollen wir den Kultur- und Kreativstandort Hannover als wichtigen Standortfaktor der Landeshauptstadt offensiv entwickeln und lokal, national sowie international vermarkten. Ein Projekt wie die Digital Sounds Konferenz zeigt beispielhaft, wie es durch das Zusammenwirken aller beteiligten Partner gelingen kann, wichtige Impulse auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der Digitalisierung zu setzen."
Erwin Jordan, Dezernent für Soziale Infrastruktur der Region Hannover, verantwortlich für die Hörregion Hannover:
"Die Tagung zeigt, wie viele Akteurinnen und Akteure in der Region Hannover sich auf höchstem Niveau mit den Themen Schall, Klang und Akustik auseinandersetzen. Genau diese Vielfalt und Vitalität in den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft, Bildung und Kultur bilden die Basis für unsere neue Marke Hörregion Hannover, mit der wir für gutes Hören werben wollen. Unser Dank gilt allen Beteiligten, die zum Gelingen von "Digital Sounds" beitragen."
Dr. Adolf M. Kopp, Geschäftsführer hannoverimpuls GmbH:
"Ich freue mich sehr, dass hannoverimpuls diese erstmalige und einzigartige Digital Sounds Konferenz mitinitiieren durfte. Sie zeigt die Innovationskraft des Kultur- und Kreativstandortes Hannover und bietet den unterschiedlichen Akteuren aus den Bereichen Digitales, Musik und Hören die Möglichkeit sich kennenzulernen, sich gegenseitig zu inspirieren sowie interdisziplinär und branchenübergreifend zu arbeiten."
Dr. Andreas Sennheiser, CEO der Sennheiser electronic GmbH & Co KG:
"Die Digitalisierung hat den Musikmarkt grundlegend verändert – und tut dies noch immer. Bei Sennheiser haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Zukunft der Audiowelt zu gestalten und sehen die Digitalisierung ganz klar als Chance, neue Klangerlebnisse für unsere Kunden zu erschaffen. Die Technologie auf die wir uns im Moment fokussieren heißt AMBEO. Die 3D-Audio-Technologie umfasst Aufnahme, Mixing, Processing und Wiedergabe von Musik und schafft die perfekte Illusion, direkt in den Klang einzutauchen."
Mousse T., Produzent und Musiker, Gründer von Peppermint Jam:
"Längst ist auch handgemachte Musik in der digitalen Welt angekommen und hat die Chance, durch technische Innovationen neue Genres zu definieren."