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Mit Meilenstiefeln zur offiziellen Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen

Offizielle Anerkennung durch die Ministerkonferenz

Hannover, 29. April 2005

Nach der Gründungsversammlung am 20. April im hannoverschen Rathaus hat die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) am 28. April in Berlin neben anderen Metropolregionen auch die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen offiziell anerkannt. In dem Beschluss heißt es: "Die MKRO beschließt, die Großstadtregionen Nürnberg, Hannover-Braunschweig-Göttingen, Rhein-Neckar und Bremen/Oldenburg bei der anstehenden Verabschiedung der Leitbilder und Handlungsstrategien der Raumentwicklung in den Kreis der europäischen Metropolregionen aufzunehmen."

"Jetzt sind wir wer im großen Europa", freute sich Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg im Anschluss der Entscheidung. "Der Konkurrenz der Städte in Europa können wir nur als Metropolregion entgegentreten, deren Erfolg in der Zusammenarbeit auf der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen, aber auch auf der sozialen und kulturellen Ebene liegt", erläutert das Stadtoberhaupt.

"Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen ist nach Hamburg der mit Abstand wirtschaftsstärkste Raum Norddeutschlands. Vier Millionen Menschen leben und arbeiten hier auf einem Drittel der Landesfläche Niedersachsens", darauf verwies Regionspräsident Dr. Michael Arndt. Neben den namensgebenden Städten umfasse die Metro-Region auch kleinere Kommunen in zum Teil ausgeprägt ländlichen Gebieten. Sie leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren und zur Wettbewerbsfähigkeit der urbanen Kerne.

Mit dem Beschluss der MKRO ist eine weitere Hürde genommen worden, um von Januar 2007 an, Fördermittel der EU für gemeinsame Projekte zu bekommen. „Die Präsenz auf der europäischen Landkarte zielt aber nicht nur auf eine finanzielle Förderung aus nationalen oder europäischen Töpfen ab. Durch die Aufnahme in die ‚erste Liga’ der europäischen Stadtregionen verbessern sich die Chancen im internationalen Wettbewerb der Standorte. Nicht zuletzt werde sich der Imagegewinn auszahlen, der sich aus der Erhöhung des Bekanntheitsgrades für die gesamte Region ergebe. "Dies kommt auch den einzelnen Ober- und Mittelzentren zu Gute," so der Regionspräsident.

Zu den Zielen der neuen Kooperation von Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Kultur gehören unter anderem Imagegewinn durch Steigerung des regionalen Bewusstseins, die Förderung der Wirtschaft und vor allem die Umsetzung gemeinsamer Projekte wie beispielsweise gemeinsame Auftritte auf Messen im In- und Ausland.

Ganz konkret steht die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit China auf dem Programm: In der neuen Metropolregion ansässige Unternehmen können auf die Unterstützung der neuen Region bauen, um am expandierenden chinesischen Markt Fuß zu machen. "Dort muss sich nicht jedes Unternehmen neu orientieren, sondern sollte auf bereits gemachte Erfahrungen anderer Unternehmen zurückgreifen können", fasst Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg den Vorteil dieser Kooperationsmöglichkeiten zusammen.

Für die Region Hannover betonte Dr. Arndt: "Die gemeinsamen Projekte sind das Vehikel, das Zusammenwachsen der Metropolregion auf den unterschiedlichen Ebenen voranzubringen. Neben der China-Initiative ist hier der Ausbau des Forschungs- und Produktionsprofils im Fahrzeugbau und im Energie- und Klimaschutz zu nennen. Nicht zuletzt soll Stadt und Land in der Metropolregion ein gemeinsamer Tarif im Öffentlichen Nahverkehr verbinden – das Metropolticket."