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Zehn Personen haben sich für ein Gruppenfoto vor einem Schulgebäude aufgestellt. © Region Hannover

Stellten das Projekt Ausbildungslotsin in der Marie Curie Schule in Ronnenberg vor (von links): Realschulzweigleiterin Andrea Schulze, Schülerin Lena (16 Jahre), Volker Wiegand von der Arbeiterwohlfahrt Hannover, Markus Bonerad vom Team Beschäftigungsförderung der Region Hannover, Ausbildungslotsin Gabriela Gerke, Hans-Ulrich Koch, stellv. Bereichsleiter Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hannover, Schülerin Angelina (16 Jahre), Schulleiter Dr. Frank Hellberg, Hauptschulzweigleiterin Ingrid Neizel sowie die Schülerin Pia (14 Jahre).

Marie Curie Schule

Ausbildungslotsin in Ronnenberg

Sie begleitet Schülerinnen und Schüler beim Übergang in die Ausbildung: Ausbildungslotsin startet an der Marie Curie Schule in Ronnenberg.

Den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern: So genannte Ausbildungslotsen begleiten und unterstützen an 17 allgemein bildenden Schulen Jugendliche auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. Eine davon unterstützt die Schülerinnen und Schüler der Marie Curie Schule – KGS Ronnenberg individuell auf ihrem Weg ins Berufsleben und während der ersten Monate in der Ausbildung. Das zweijährige Projekt "Ausbildungslotsen" ergänzt und vertieft die Zusammenarbeit von Schulen, Schulsozialarbeit und Berufsberatung. Die Region Hannover und die Agentur für Arbeit  Hannover tragen die Kosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro jeweils zur Hälfte.

Jungen Menschen bei der Berufsorientierung helfen

"Viele Unternehmen klagen, dass geeignete Bewerberinnen und Bewerber fehlen. Jeder fünfte Jugendliche bricht die Ausbildung vorzeitig ab. Das Problem ist, dass die jungen Menschen in der Regel wenige Berufsbilder kennen, wenig konkrete Vorstellungen von einzelnen Berufen haben und Entscheidungen für einen Beruf ohne ausreichende Vorbereitung getroffen werden", sagt Regionspräsident Hauke Jagau. Deshalb investiert die Region Hannover in den letzten Jahren verstärkt in das Thema Berufsorientierung. Die Ausbildungslotsen sind ein wichtiges Projekt, um jungen Menschen Orientierung zu geben."

Ergänzend zur Berufsberatung

"Es gibt über 360 Ausbildungsberufe, eine Vielzahl schulischer Ausbildungen und Studiengänge. Gar nicht so einfach, sich da zurechtzufinden, den passenden Beruf zu wählen und in der Ausbildung am Ball zu bleiben. Dank der Ausbildungslotsen wird die dafür nötige Berufsberatung der Agentur für Arbeit in der Schule tatkräftig unterstützt und begleitet", so Bärbel Höltzen-Schoh, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover.

Ab Klasse 8 und über den Schulabschluss hinaus

Die 17 Ausbildungslotsen sind vor Ort in den Schulen aktiv: Sie fungieren als zentrale Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler, als Mittler an der Schnittstelle zwischen den bereits vorhandenen Angeboten der Berufsberatung und der Schulsozialarbeit und als "Türöffner" bei der Kontaktaufnahme zu ausbildenden Betrieben. Beginnend mit der 8. Klasse beraten und begleiten die Lotsen die Jugendlichen bei der Einschätzung ihrer persönlichen Stärken und Interessen, bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche, beim Bewerbungsverfahren und – über den Schulabschluss hinaus – während der ersten sechs Monate im Ausbildungsbetrieb.

Information, Beratung, Begleitung

An der Marie Curie Schule in Ronnenberg gibt es schwerpunktmäßig im Hauptschulzeig bereits ein umfangreiches Programm zur Berufsorientierung, sagt Ingrid Neizel: "Die Ausbildungslotsin wird in Zusammenarbeit mit dem Schulsozialarbeiter die Berufsorientierungsangebote für alle Schulzweige koordinieren, ergänzen und gegebenenfalls weiterentwickeln", so die Leiterin des Hauptschulzweigs der KGS Ronnenberg. "Sie soll dazu beitragen, dass künftig gewährleistet ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler Information, Beratung und, falls erforderlich, auch Begleitung in Sachen Berufsorientierung erfährt. Die Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften, der Jugendhilfe, ehrenamtlichen Mitarbeitern, wie den Ausbildungspaten, und diversen außerschulischen Institutionen ist dabei auch von besonderer Wichtigkeit."

Teilnehmende Schulen im Regionsgebiet

  • Goetheschule Barsinghausen (KGS)
  • IGS Garbsen (Integrierte Gesamtschule)
  • Marie-Curie-Schule Ronnenberg (Kooperative Gesamtschule)
  • Oberschule Gehrden
  • IGS Langenhagen (Integrierte Gesamtschule)
  • Gutzmannschule Langenhagen (Förderschule mit Schwerpunkt Sprache)
  • IGS Lehrte (Integrierte Gesamtschule)

Zu den in Hannover teilnehmenden Schulen gehören die

  • Bertha-von-Suttner-Schule (Haupt- und Realschule)
  • Schule auf Bult (Förderschule mit Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung)
  • Peter-Ustinov-Schule (Hauptschule)
  • Südstadtschule (Grund-, Haupt- und Realschule)
  • Albrecht-Dürer-Schule (Förderschule mit Schwerpunkt Lernhilfe)
  • Herschelschule (Ganztagsgymnasium)
  • Johannes-Kepler-Schule (Realschule)
  • Ricarda-Huch-Schule (Gymnasium)
  • IGS Vahrenheide (Integrierte Gesamtschule)

Angebot soll ausgeweitet werden

Das Pilotprojekt „Ausbildungslotsen in allgemeinbildenden Schulen in der Region Hannover“ läuft zunächst bis 2016 und soll wissenschaftlich begleitet werden. Die Ergebnisse fließen dann in ein Gesamtkonzept ein, das zur Ausweitung des Angebots dient.

(Veröffentlicht: 12. Februar 2015)