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Nachfolger für rund 300 Unternehmen

Die Region berät und unterstützt Unternehmen bei der Übergabe: Beratungsangebot, Infoveranstaltung, offener Sprechtag

Drei Männer in dunklem Anzug und mit Krawatte, die alle drei eine Broschüre in die Kamera halten. © Region Hannover

v. l.: Thomas Löhr vom Team Wirtschaftsförderung der Region, Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region, Regionspräsident Hauke Jagau

Jüngsten Prognosen zufolge steht in Niedersachsen jährlich bei etwa 2.500 Unternehmen eine Betriebsübergabe an. In der Region Hannover sind es pro Jahr rund 300 Unternehmen, die Unterstützung bei der Nachfolgereglung brauchen.

Erweitertes Beratungsangebot

Die Wirtschaftsförderung der Region Hannover weitet daher ihr Beratungsangebot insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe in der Region Hannover aus. "Wir möchten regionalen Unternehmen, die einen geeigneten Nachfolger suchen, frühzeitig die nötige Hilfe zukommen lassen", sagt Regionspräsident Hauke Jagau. "Oftmals scheitert eine Übergabe mangels professioneller Beratung. Wir begleiten Unternehmen Schritt für Schritt bei der Nachfolgeregelung und sichern so ihren Erhalt am Standort Hannover."

Gründe für Betriebsübergabe

Bedingt durch den demographischen Wandel und Fachkräftemangel stehen immer mehr eigentümergeführte Unternehmen in der Region Hannover vor der Herausforderung, rechtzeitig vorzusorgen und den eigenen Erhalt zu sichern. Die Gründe für eine Übergabe lassen sich in allen Fällen auf Alter (86 %), Tod (10 %) oder Krankheit (4 %) des Eigentümers zurückführen.

Rechtzeitig vorsorgen

Die Frage, wie es dann mit dem Betrieb weitergehen soll, stellt sich allerdings viel früher. "Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage wird immer größer, schon jetzt stehen mehr Unternehmensübergaben an als es Interessenten gibt", so Jagau.

Regional ausgerichtete Beratung

Betroffen sind vor allem Klein- und Kleinstunternehmen mit bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in der Region Hannover angesiedelt sind. "90 Prozent aller Übernahmen finden im regionalen Kontext statt. Daher ist eine regional ausgerichtete Beratung, Moderation und Betreuung die Kernaufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderung", betont Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover.

Beratung, Infoveranstaltung, Sprechtag

Der Unternehmensservice der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung steht diesen Unternehmen von der Vorbereitung über die Kaufeinleitung bis zum Abschluss der Verkaufsverhandlungen und darüber hinaus beratend zur Seite. Das Beratungsangebot wird um neue niedrigschwellige Formate ausgebaut. Regelmäßige Infoveranstaltungen und ein offener Sprechtag beispielsweise sollen dazu dienen, Unternehmen frühzeitig für Fragen rund um das Thema Unternehmensnachfolge zu sensibilisieren. "Wir möchten die Vorbereitung einer Übernahme für beide Seiten erleichtern", so Skubowius.

Weitere Leistungen

Zu den Leistungen des Unternehmensservice zählt außerdem eine gebündelte Darstellung von Übergabeangeboten, die Unterstützung beim Erstellen von Business- und Finanzierungsplänen, Moderation bei Übernahmegesprächen sowie der Ausbau und die Pflege von Kontakten zu Banken, Steuerberatern und kommunalen Wirtschaftsförderern. "Wir greifen auf ein gutes Netzwerk von Multiplikatoren zurück und arbeiten eng mit anderen Einheiten der Wirtschaftsförderung wie zum Beispiel hannoverimpuls zusammen", sagt Skubowius.

Risiken ausräumen

Thomas Löhr vom Team Wirtschaftsförderung der Region Hannover ist einer von fünf Ansprechpartnern im Unternehmensservice, die Betriebe bei der Unternehmensnachfolge beraten. Die häufigsten Risiken, die eine Übernahme gefährden oder verhindern können – Unwissenheit, Zeitmangel, Alternativlosigkeit und Misstrauen – hofft Löhr durch das Beratungsangebot auszuräumen.

Neutraler Partner

"Es geht zunächst darum, Vertrauen aufzubauen und die gegenseitigen Erwartungen und Interessen, zum Beispiel in Bezug auf den Kaufpreis und die Zahlungsabwicklung, abzugleichen." Dabei berät der Unternehmensservice Käufer und Verkäufer gleichermaßen. "Wir sind als neutraler Partner für beide Seiten ein zuverlässiger Ansprechpartner."

Weitere Schritte

Alle weiteren Schritte hängen davon ab, ob Käufer und Verkäufer sich bereits kennen und wie viel Zeit bis zur Übergabe bleibt. Das betrifft vor allem die realistische Einschätzung und Minimierung von Risikofaktoren, die Entwicklung einer Unternehmensstrategie, die bis über die Übergabe hinausreicht. "Wir denken dabei nicht nur an die Zukunft des Unternehmens, sondern auch an die Zukunft der ausscheidenden Unternehmer", betont Löhr.

Offenen Sprechstunde am Dienstag

Die offene Sprechstunde im Unternehmensservice ist ein Angebot zu allen Leistungen der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung. Sie findet jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr im Haus der Wirtschaftsförderung an der Vahrenwalder Straße 7 statt. Interessierte Besucherinnen und Besucher melden sich dafür bitte beim Empfang im Foyer.