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Wirtschaftsstandort Hannover

Region treibt Breit­band­ausbau voran

Schnelles Netz für alle: Der Breitbandaus macht Wohngebiete attraktiver und sichert den Wirtschaftsstandort Region Hannover.

Ein schneller und leistungsfähiger Zugang zu modernen Kommunikationsnetzen ist heutzutage für Unternehmen unverzichtbar. Auch Privatkundinnen und –kunden sind zunehmend auf gute Anschlüsse angewiesen. Die Region Hannover will den Breitbandausbau in den 21 Städten und Gemeinden jetzt vorantreiben. Eine gezielte Strukturplanung soll helfen, unterversorgte Gebiete ans Netz zu bekommen. Gerade hat die Regionsversammlung zugestimmt, die Firma mWerk GmbH mit der Strukturplanung zu beauftragen. Unterstützung kommt von der EU: Das Vorhaben wird mit 87.000 Euro aus EFRE-Mitteln gefördert – also aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Insgesamt sind Kosten in Höhe von 174.000 Euro für das Vorhaben verschlagt.

Wirtschaftswachstum durch schnelle Bandbreiten

"Das ist eine Investition in die Zukunft der Region Hannover als Wirtschaftsstandort", sagt Regionspräsident Hauke Jagau. Er ist sich sicher: "Für Standortentscheidungen von Unternehmen wird die Bedeutung von leistungsfähiger Breitbandinfrastruktur weiter zunehmen. Schnelle Bandbreiten sind Voraussetzung für Wirtschaftswachstum. Wer den Anschluss verpasst, bleibt irgendwann auf der Strecke – die Firmen ziehen weg. Das merken wir übrigens auch bei den Entscheidungen von Einwohnerinnen und Einwohnern, wenn sie umziehen: Die Vermietung oder der Verkauf von Immobilien in unterversorgten Gebieten ist schon jetzt schwierig. Die Menschen wollen ihr Smart TV und Video on Demand nutzen."

Noch gibt es auch in der Region Hannover Gebiete ohne schnellen Zugang ins Netz – "und das, obwohl wir eine ganze Reihe Telekommunikationsdienstleister haben, die schon viel für den Ausbau in der Region Hannover getan haben", wie Jagau betont. "Die EU und der Bund haben die Ziele vorgegeben: Die EU fordert eine flächendeckende Versorgung mit 30 Mbit/s bis 2020, der Bund sogar 50 Mbit/s bis 2018. Wir brauchen Lösungen für die Gebiete, für die der freie Markt keine zufriedenstellenden Angebote macht."

Wo sind die unterversorgten Gebiete?

"Wir nehmen uns des Themas schon seit einiger Zeit an", sagt Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover. "Wir haben die Versorgungssituation analysiert, Gespräche mit Telekommunikationsdienstleistern geführt und Kommunen unterstützt, die ihr Interesse am Breitbandausbau bekundet haben." Der Auftrag für eine flächendeckende Strukturplanung sei der nächste Schritt, erläutert Skubowius. "In den 21 Städten werden die unterversorgten Wohn- und Gewerbegebiete erfasst und Bedarfe erhoben. Anschließend ermitteln die Experten die notwendigen Investitionskosten und erstellen Businesspläne."

Konzepte für den Ausbau

"Wir legen das Kabel nicht selbst, wollen aber die notwendigen Zahlen und Analysen zusammentragen, damit die Kommunen entscheiden können, ob sie gegebenenfalls selbst in den Breitbandausbau investieren wollen", erläutert Reiner Brachvogel, Geschäftsführer von mWerk. "In Gesprächen mit den kommunalen Akteurinnen und Akteuren stellt sich oft heraus, dass niemand weiß, wie hoch mögliche Investitionskosten wären. Die Wirtschaftlichkeitslücken, die die Telekommunikationsdienstleister ausweisen, werden als gegeben hingenommen. Dabei gibt es Modelle wie Verpachtungskonzepte, die den Weg zum Breitbandausbau ebnen könnten." Bis zum 31. Oktober hat mWerk jetzt Zeit, um eine Strukturplanung zu erarbeiten. Vor Ort arbeitet das Unternehmen mit der jeweiligen Kommune zusammen, die Federführung liegt bei der Region Hannover. "Ich freue mich, dass wir die Zusage für die EFRE-Förderung erhalten haben", sagt Regionspräsident Jagau. "Es bestätigt, dass wir mit dem Vorhaben auf dem richtigen Weg sind, um den Wirtschaftsstandort zu sichern."

Fachbereichsleiter Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

Region Hannover

S. Skubowius © Region Hannover