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Trends und Fakten

Trends und Fakten 2016

Rekordjahr 2015: Spitzenplätze bei Beschäftigung und Bildung

Ein Rekordhoch in der Beschäftigung, steigende Bevölkerungszahlen und noch mehr Studierende als im Vorjahr: Die Region Hannover festigt ihre Position als wachsender, wirtschaftsstarker Standort.

Die neue Broschüre „Trends und Fakten“, die die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover jährlich herausgibt, zeigt Zahlen und Trends in der Region unter anderem zu Bevölkerung, Beschäftigung, Kaufkraft und Studierendenzahlen, aber auch Informationen zu Leitbranchen, Bildung, Wissenschaft und Tourismus auf.

Steigerung bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen: Mit fast 481.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – 256.000 von ihnen sind Männer, 225.000 Frauen – ist die Beschäftigung ebenfalls nach einem Rekord im vergangenen Jahr erneut auf einem Rekordhoch. In der Landeshauptstadt arbeiten mehr als 310.000 Menschen, im Umland 170.000. Der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem akademischen Abschluss ist in der Region Hannover mit 17,5 Prozent deutlich höher als in Niedersachsen (12,8 Prozent) und Deutschland (16,2 Prozent). Nach wie vor sind das verarbeitende Gewerbe mit 67.500 Beschäftigten, das Gesundheits- und Sozialwesen (66.500) sowie der Handel mit 65.000 die Branchen mit den meisten Beschäftigten. Mit fast 119.000 regionsexternen Einpendlerinnen und Einpendlern zählte die Region im Jahr 2015 etwa 20.000 mehr, als noch vor zehn Jahren.

Stetiges Bevölkerungswachstum

Ein beliebter Platz zum Leben: Die Bevölkerung in der Region Hannover wächst seit Jahren kontinuierlich. Aktuell leben mehr als 1,13 Millionen Menschen in der Region. „Die Region Hannover lockt junge Menschen und Familien wegen ihrer Familienfreundlichkeit, der guten infrastrukturellen Anbindung und des wachsenden Angebots an Arbeitsplätzen“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

Spitze in der schulischen und beruflichen Bildung

In der schulischen und beruflichen Bildung nimmt die Region Hannover erneut deutschlandweit einen Spitzenplatz ein: Schülerinnen und Schüler schließen die Schule häufiger mit einer Hochschulreife ab (39,2 Prozent) als im Landes- oder Bundesdurchschnitt (30,6 Prozent/ 33 Prozent). 2014 verließen insgesamt 11.300 Jugendliche eine der über 100 weiterführenden Schulen mit einem Schulabschluss. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss geht weiter zurück. Mit der Leibniz Universität, der Medizinischen Hochschule und der Tierärztlichen Hochschule gilt Hannover als renommierter Wissenschafts- und Forschungsstandort. An den Hochschulen in Hannover sind fast 46.000 Studierende eingeschrieben – mit 2.000 mehr als im Vorjahr ein neuer Rekordwert.

Sinkende Arbeitslosenquote

Weniger Menschen ohne Arbeit: Die Arbeitslosenquote ist in der Region Hannover im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich gesunken. Im Juni 2016 waren etwa 45.750 Menschen ohne Arbeit – 730 weniger als 2015. Damit liegt die aktuelle Arbeitslosenquote bei 7,5 Prozent (minus 0,1 Prozent). Unter ihnen sind etwa 19.300 Langzeitarbeitslose, 14.600 Ausländerinnen und Ausländer, 2.200 Schwerbehinderte, 13.800 Ältere und 4.450 Personen im Alter unter 25 Jahren.

Steigende Kaufkraft

Die Kaufkraft in der Region Hannover beträgt insgesamt 26,64 Milliarden Euro – auch in diesem Punkt hat die Region zugelegt. Das entspricht einer durchschnittlichen Kaufkraft von 22.732 Euro pro Einwohner und liegt damit 3,9 Prozent über der durchschnittlichen Kaufkraft in Deutschland. Auch bei der Einzelhandelskaufkraft schneidet die Region Hannover überdurchschnittlich im Vergleich zur Bundesrepublik ab: 6.019 Euro pro Einwohner und 5,1 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Bruttoinlandsprodukt über dem Bundesdurchschnitt

Mit 69.500 Euro je Erwerbstätigem und 39.400 Euro je Einwohner liegt das Bruttoinlandsprodukt in der Region Hannover deutlich über dem Landes- und Bundesschnitt. Auch die Bruttowertschöpfung als Gesamtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen ist sowohl pro Erwerbstätigem als auch pro Einwohner im Vergleich zu Niedersachsen und Deutschland höher. „Das unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der Region Hannover“, sagt Wirtschaftsdezernent Franz.

Ansässige Unternehmen

Knapp 50.000 Unternehmen sind in der Region Hannover angesiedelt – darunter rund 44.000 Kleinstbetriebe (bis zu neun Beschäftigte) und 230 Großbetriebe mit mehr als 250 Beschäftigten. 28 der 100 umsatzstärksten Unternehmen Niedersachsens sowie 21 der 50 wertschöpfungsstärksten Firmen Niedersachsens haben ihren Unternehmenssitz in der Region Hannover. Ein Fünftel der Firmen sind in der Handelsbranche aktiv.

Gewerbeflächenangebot

Das Gewerbeflächenangebot ist einer der wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen, die sich in der Region Hannover ansiedeln und erweitern möchten. 119,2 Hektar Gewerbefläche, davon 44 Hektar in Autobahnnähe, sind in der Region Hannover sofort vermarktbar. Für weitere 260,5 Hektar Gewerbeflächen gibt es Bebauungspläne, die Flächen sind allerdings noch nicht erschlossen oder befinden sich in Privateigentum. „Aufgrund von Flächenkonkurrenzen und Anforderungen an den Freiraumschutz stoßen die Entwicklungsmöglichkeiten neuer Gewerbeflächen zunehmend an ihre Grenzen“, sagt Franz. Wiedernutzbare Gewerbebrachen (aktuell 168,7 Hektar in der Region) bekommen dadurch eine besondere Bedeutung für die Region Hannover, die aktuell mit einem Projekt die Revitalisierung von Gewerbebrachen finanziell fördert.

Moderate Mietpreise

Auch die Mietpreise halten sich trotz einer hohen Nachfrage auf einem moderaten Level – sowohl die Büro- und Ladenmieten, als auch Wohnungsmieten. In der Landeshauptstadt liegen die Büromieten im Mittel pro Quadratmeter zwischen 5,40 Euro und 11 Euro. Im Bereich der Innenstadt liegen die Ladenmieten zwischen 14 Euro und 160 Euro pro Quadratmeter. Auch die Wohnungsmieten und Kaufpreise für Baugrund und Eigentumswohnungen sind in Hannover im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten moderat.

Rekordzahl an Touristen

Beliebt bei Touristen: Mit rund 2,2 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr hat die Landeshauptstadt einen neuen Rekord aufgestellt und festigt ihre Position als übernachtungsstärkste Stadt in Niedersachsen. Im Ranking der deutschen Großstädte liegt Hannover damit nach wie vor auf Platz 11. Das Umland von Hannover verzeichnet 1,6 Millionen Übernachtungen und damit mehr als Großstädte wie Bremen, Essen oder Dortmund. Insgesamt zählte die Region Hannover 2015 mehr als 3,8 Millionen Übernachtungen. Für die Bekanntheit und das Image des Wirtschaftsstandortes Region Hannover sind auch die 75 Messen im Jahr 2015 mit rund 2,1 Millionen Besucherinnern und Besuchern wesentlicher Standortfaktor.

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