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v.lks.: Hauke Jagau, Dr. Hendrik Hoppenstedt, Dr. Maria Flachsbarth,Dr. Matthias Miersc, Lennart Heise © BMVI

Nehmen den Förderbescheid in Berlin von Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (v. l.) entgegen: Regionspräsident Hauke Jagau mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt, Dr. Maria Flachsbarth und Dr. Matthias Miersch sowie Lennart Heise vom Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover

Breitbandausbau

Schnelles Internet für die Region Hannover

49 Ortschaften in der Region Hannover erhalten durch den Breitbandausbau zukünftig einen deutlich schnelleren Internetzugang. Fördermittel von Bund und Land in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro machen den Ausbau möglich.

Schnelles Internet für die Region Hannover – das ist kein Wunschdenken mehr. Der Bund sowie das Land Niedersachsen fördern mit einer Gesamtsumme von rund 3,3 Millionen Euro den Breitbandausbau in der Region Hannover. Regionspräsident Hauke Jagau hat heute (06.09.) den Zuwendungsbescheid des Bundes in Berlin persönlich entgegen genommen. „Für Unternehmen sowie auch für Bürgerinnen und Bürger ist die Möglichkeit, leistungsfähiges Internet nutzen zu können, von großer Bedeutung. Schnelle Bandbreiten sind Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Trends“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau.

"Weiße Flecken" werden minimiert

Die Wirtschaftsförderung der Region Hannover hat in den vergangenen Jahren erreicht, dass viele unterversorgte Gebiete in der Region im Eigenausbau der Telekommunikationsunternehmen erschlossen wurden – oder in den kommenden Monaten erschlossen werden. Trotzdem bleiben einige Gebiete unterversorgt – so genannte „weiße Flecken“. Denn die Telekommunikationsdienstleister haben leistungsfähige Breitbandnetze vor allem dort ausgebaut, wo es für sie wirtschaftlich tragbar ist. Dementsprechend sind dünner besiedelte Gebiete oft unzureichend versorgt. Mit den Fördermitteln des Bundes und des Landes in Höhe von insgesamt etwa 3,3 Millionen Euro können auch diese mit leistungsfähigen Breitbandnetzen und mindestens 50 Mbit pro Sekunde erschlossen werden. Die Region Hannover übernimmt den kommunalen Eigenanteil von rund 370.000 Euro. „Das ist für alle Kommunen wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu sichern, für Fachkräfte attraktiv zu bleiben und die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger am immer digitaler werdenden Leben zu sichern“, sagt Jagau.

Planung und weitere Projekte

Die Region Hannover plant nun die Erschließung der unterversorgten Gebiete in enger Zusammenarbeit mit den Telekommunikationsunternehmen und den betroffenen Städten und Gemeinden. Grundlage dafür ist das so genannte „Wirtschaftlichkeitslückenmodell“: die Region Hannover unterstützt die Telekommunikationsunternehmen mit einer Investitionsbeihilfe für den Fehlbetrag zwischen den Ausgaben (beispielsweise für Tiefbau, Installationen, Wartung) und den geplanten Einnahmen. Die Angebote der Unternehmen wurden bereits im Vorfeld für jedes Gebiet in einem Interessenbekundungsverfahren ermittelt und werden nun in einer formalen Ausschreibung konkretisiert. Trotzdem werden Gebiete unterversorgt bleiben, beispielsweise kleinere Siedlungen oder Gehöfte sowie Gewerbegebiete. In kleineren Siedlungen, in denen trotz Förderung ein Ausbau unwirtschaftlich bleibt, kann Funk- beziehungsweise Hybrid-Technologie – als Kombination zwischen Festnetz und LTE oder eine Satellitenverbindung – eine adäquate Lösung sein, um mehr Geschwindigkeit zu generieren. Um auch Gewerbegebiete zu versorgen, plant die Wirtschaftsförderung der Region Hannover in Kooperation mit den Städten und Gemeinden ein weiteres Projekt, bei dem Fördermitteln akquiriert werden sollen – mit diesen kann voraussichtlich Ende 2016 gerechnet werden.

Förderer des Breitbandausbaus

Der Breitbandausbau wird mit den Fördermitteln der Bundesregierung (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und des Landes Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)  über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt.

 Hier wird es künftig schnelleres Internet geben:

Von der Förderung profitieren mehr als 5.200 Haushalte in folgenden Kommunen:

  • Burgwedel: Heisterholz, Heidewinkel
  • Gehrden: Ditterke (teilweise),  Northen (teilweise)
  • Isernhagen: Altwarmbüchen (teilweise), Farster Bauernschaft (teilweise)
  • Langenhagen: Maspe, Twenge, Kananohe, Evershorster Straße
  • Lehrte: Ramhorst
  • Neustadt a. Rbge.: Bevensen, Lutter (teilweise), Borstel (teilweise), Nöpke (teilweise), Eilvese (teilweise), Evensen, Welze, Luttmersen, Mandelsloh (teilweise), Warmeloh, Brase, Dinstorf, Niedernstöcken (teilweise), Hagen (teilweise), Scharnhorst, Schneeren (teilweise), Weißer Berg
  • Pattensen: Vardegötzen, Thiedenwiese
  • Ronnenberg: Linderte, Vörie, Ihme-Roloven
  • Sehnde: Köthenwald (teilweise), Klein Lobke
  • Springe: Eldagsen (teilweise), Boitzum, Holtensen, Wülfinghausen
  • Uetze: Dahrenhorst, Krausenburg (teilweise), Abbeile
  • Wennigsen: Waldkater, Argestorf, Steinkrug
  • Wedemark: Gailhof, Meitzer Busch, Siedlung an der Brelinger Straße, Siedlung Im Walde

Karte der Fördergebiete