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Leibniz-Jahr 2016 in Hannover

2016 jährt sich zum 300. Mal der Todestag von Leibniz. Das Jahr steht deshalb ganz im Zeichen des Universal­gelehrten.

Zahlen und Fakten

Mehr als 45.000 Studierende lernen derzeit an Hannovers Hochschulen.

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Leibniz Universität

Forscher erhält Förderpreis

Prof. Sami Haddadin von der Leibniz Universität Hannover erhält den mit einer Million Euro dotierten Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer.

Professor Dr. Sami Haddadin (35) vom Institut für Regelungstechnik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität Hannover erhält den Alfried Krupp-Förderpreis 2015 für junge Hochschullehrer. Die Auszeichnung ist mit einer Million Euro dotiert und soll den Preisträger über einen Zeitraum von fünf Jahren unterstützen, seine Forschung und Lehre unabhängig von öffentlichen Geldern voranzutreiben.

Sieger aus 53 eingereichten Vorschlägen

Insgesamt waren 53 Vorschläge aus dem ganzen Bundesgebiet eingereicht worden. "Mit Professor Haddadin erhält der jüngste Nachwuchswissenschaftler, der in Deutschland einen Lehrstuhl für Regelungstechnik inne hat, den Preis der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung", sagt Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover. "Mit der Auszeichnung wird zugleich ein Forschungsbereich ausgezeichnet, der zu unseren Profilschwerpunkten zählt: die Biomedizin und Biomedizintechnik".

Roboter für den Einsatz in der menschlichen Umgebung

Im Mittelpunkt der Arbeit von Prof. Haddadin steht die Entwicklung feinfühliger, intelligenter und sicherer Roboter, also Roboter für den Einsatz in der menschlichen Umgebung. In enger Zusammenarbeit mit Medizinern untersucht er unter anderem, wie Menschen und Roboter sicher und ohne Verletzungsgefahr für Menschen – etwa bei plötzlicher Kollision mit Robotern – in derselben Arbeitsumgebung tätig sein können.

Roboter mit "Schutzreflexsystem"

"Mein Ziel ist es, Roboter feinfühliger und sensibler zu gestalten und sie im Grunde mit einer Art 'Schutzreflexsystem' auszustatten", erläutert Haddadin. "Eine derartige Fähigkeit ist auch die Voraussetzung dafür, dass Roboter in vielen neuen Lebensbereichen eingesetzt werden können und vor allem in der professionellen Servicerobotik wertvolle Hilfe etwa für Schwerkranke leisten können – zum Beispiel durch mehr Beweglichkeit, Feinfühligkeit und Autonomie. Die Auszeichnung, über die ich mich sehr freue, ist eine wundervolle Würdigung für das gesamte Forschungsteam und ermöglicht eine intensive Fortführung der Arbeiten in den kommenden Jahren."

Neuartige elektronisch gesteuerten Armprothesen

Derzeit forscht Haddadin insbesondere an der Entwicklung neuartiger elektronisch gesteuerten Armprothesen. Durch eine sogenannte "assistive integrierte Intelligenz" und dem Zusammenwirken von Robotik und Neurowissenschaften "reagieren" und "agieren" Roboter und intelligente Prothesen dann ähnlich flexibel wie Menschen und sind daher besonders gut für die Unterstützung Betroffener geeignet.

Dienstleistungsroboter

Auch "Dienstleistungsroboter" seien in naher Zukunft in der Pflege und Betreuung denkbar. Sie würden das Pflege- und Betreuungspersonal von mechanischen Arbeiten entlasten und somit mehr Zeit für menschliche Zuwendung zu den Patienten erlauben. Haddadins derzeitige Forschung und Entwicklung der nächsten Generation "kleiner Roboterhelfer" setzt an genau dieser Stelle an, um eben auch hilfsbedürftigen Menschen bei alltäglichen Arbeiten in der Zukunft unterstützen zu können. Darüber hinaus kommen Roboter, an denen Entwicklung er maßgeblich beteiligt war auch in der produzierenden Industrie oder der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz.

Alfried Krupp-Förderpreis

Der Alfried Krupp-Förderpreis wird seit 1986 jährlich für Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen ausgeschrieben, die in den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften eine Erstprofessur an einer deutschen Hochschule innehaben. Er gehört zu den am höchsten dotierten Preisen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und wurde bisher an 34 herausragende Nachwuchswissenschaftler vergeben.

(Veröffentlicht: 29. Juni 2015)

Ansicht eines alten Gebäudes © Leibniz Universität Hannover (Quelle)