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Leibniz-Jahr 2016 in Hannover

2016 jährt sich zum 300. Mal der Todestag von Leibniz. Das Jahr steht deshalb ganz im Zeichen des Universal­gelehrten.

Zahlen und Fakten

Mehr als 45.000 Studierende lernen derzeit an Hannovers Hochschulen.

MHH

Hormone wirken wie Ausdauertraining

Neue Funktion entdeckt: Hormone aus dem Herzen könnten für die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen von großer Bedeutung sein.

Natriuretische Peptide sind Hormone, die im Herzen produziert und ins Blut abgegeben werden. Schon lange ist bekannt, dass sie die Nierenfunktion beeinflussen und den Blutdruck senken. So wird das Herz vor Überlastung geschützt. Jetzt haben Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammen mit Kollegen aus Toulouse und Berlin eine neue Funktion dieser Hormone nachgewiesen.

Leistungsfähigere Muskelzellen, bessere Fettverbrennung

Diese könnte für den Schutz vor und die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen von großer Bedeutung sein. Die Forscher konnten zunächst nachweisen, dass körperliches Training beim Menschen nicht nur den Stoffwechsel verbessert, sondern auch zu einem Anstieg von natriuretischen Peptiden im Muskel führt. Außerdem stellten sie fest, dass sich bei menschlichen Muskelzellen, die sie in einer Zellkultur mit natriuretischen Peptiden behandelten, schnell Gene anschalten, die den Stoffwechsel regulieren. Folge: Die Muskelzellen wurden leistungsfähiger und konnten Fett besser verbrennen.

Wirkung wie Ausdauertraining

"Natriuretische Peptide haben eine ähnliche Wirkung wie Ausdauertraining. Wir vermuten, dass einige der günstigen Wirkungen von Sport auf den Stoffwechsel durch diesen Mechanismus erklärt werden können", sagt Privatdozent Dr. Stefan Engeli, Oberarzt am MHH-Institut für Klinische Pharmakologie. Die Ergebnisse sollen nun am neu geschaffenen Klinischen Forschungszentrum Hannover (CRC Hannover) klinisch angewandt werden.

Neue Chancen bei Stoffwechselerkrankungen

"Insbesondere Patienten mit Übergewicht, Typ 2-Diabetes oder Herzinsuffizienz (Herzschwäche) könnten davon profitieren, weil bei diesen Erkrankungen die Muskelfunktion gestört ist", so Professor Dr. Jens Jordan, Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie.