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Leibniz-Jahr 2016 in Hannover

2016 jährt sich zum 300. Mal der Todestag von Leibniz. Das Jahr steht deshalb ganz im Zeichen des Universal­gelehrten.

Zahlen und Fakten

Mehr als 45.000 Studierende lernen derzeit an Hannovers Hochschulen.

Sucht als Folge früher Gewalt

Teilnehmerinnen für Studie gesucht

Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) untersuchen gemeinsam mit Kollegen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf den Zusammenhang zwischen Sucht und traumatischen Kindheitserfahrungen – und suchen derzeit Frauen, die bereit sind, an einer Therapie bzw. Studie teilzunehmen.

Stele mit dem Schriftzug MHH inmitten von Bäumen © Medizinische Hochschule Hannover (Quelle)

Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Suchtprobleme gehören laut MHH zu den häufigsten Folgen von Gewalt und Vernachlässigung – etwa die Hälfte aller Personen in Suchtbehandlung hat frühe Misshandlung oder Vernachlässigung erlebt. Ein Drittel aller Personen, die eine Traumatherapie beginnen, weisen Suchtprobleme auf.

Spezielles Therapieangebot für Frauen mit Suchtproblemen

Im Rahmen des deutschlandweiten CANSAS-Projekts zu Kindesmissbrauch und Substanzabhängigkeit möchten Wissenschaftler der MHH und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf nachweisen, dass eine Traumatherapie insbesondere bei der Behandlung von Suchtproblemen erfolgreich sein kann. Dazu bietet die Abhängigenambulanz der MHH ein spezielles Therapieangebot für Frauen mit Suchtproblemen an, die traumatische oder besonders belastende Erfahrungen gemacht haben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit 1,8 Millionen Euro.

Psychische Stabilisierung der Teilnehmerinnen

Ziel der Therapie ist laut MHH nicht die Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse, sondern eine psychische Stabilisierung der Teilnehmerinnen in ihrer aktuellen Lebenssituation. Einmal pro Woche treffen sich die Teilnehmerinnen in der Suchtambulanz der MHH zu einer Gruppentherapiesitzung. Das Angebot ist kostenfrei und kann als Ergänzung zu einer bereits laufenden Therapie genutzt werden. Darüber hinaus nehmen die Teilnehmerinnen während des Studienverlaufs an vier Befragungen teil.

Informationen zum Projekt

Interessierte Frauen können sich unter Telefon +49 511 10547059 oder per E-mail: cansas-studie@mh-hannover.de an das CANSAS-Team (Leitung: Prof. Dr. Thomas Hillemacher) wenden.

(Veröffentlicht: 12. August 2014)

Eine Säule mit den Buchstaben "MHH", im Hintergrund Gebäude. © Karin Kaiser/MHH