Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

Dezember 2016
12.2016
M D M D F S S
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Leibniz-Jahr 2016 in Hannover

2016 jährt sich zum 300. Mal der Todestag von Leibniz. Das Jahr steht deshalb ganz im Zeichen des Universal­gelehrten.

Zahlen und Fakten

Mehr als 45.000 Studierende lernen derzeit an Hannovers Hochschulen.

Zuletzt aktualisiert:

Transkript

Willkommen! Tipps zur Finanzierung

Studium und Jobben für ausländische Studierende

Warum ist Jobben oft notwendig?

Deutschland ist für Studierende aus dem Ausland ein attraktives Land für ein Studium oder ein Forschungsprojekt. Es gibt im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland selten Studiengebühren. Viele Hochschulen und Städte freuen sich außerdem über internationale Studierende und heißen sie willkommen.
Ausländische  Studentinnen und Studenten in Deutschland müssen für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen. Sie erhalten weder BAföG noch andere Sozialleistungen.
Im besten Fall werden ausländische Studierende durch Stipendien unterstützt. Die meisten brauchen aber Unterhaltszahlungen der Eltern. Nicht immer reicht das Geld für die Lebenshaltungskosten in Deutschland.  
Über die Hälfte der ausländischen Studierenden ist also auf das Jobben neben dem Studium angewiesen.
Grundsätzlich gilt eines für alle ausländischen Studierenden:  Sie müssen zeigen, dass sie sich ein Studium in Deutschland leisten können. Dieser  Nachweis erfolgt über ein Sperrkonto oder eine Verpflichtungserklärung.

In welchem Umfang darf gearbeitet werden?

Die meisten Europäer und Europäerinnen haben freien Zugang zum Arbeitsmarkt.
Alle Studierenden, die nicht aus einem EU- oder EWR-Land kommen, müssen die wichtige „120 volle Tage / 240 halbe Tage-Regel“ beachten: Wer maximal diese Tage arbeitet, braucht keine Genehmigung der Agentur für Arbeit. Wer mehr Tage im Jahr arbeiten will, muss sich an die Arbeitsagentur wenden.
Wer in geringem zeitlichem Umfang selbstständig arbeiten möchte (zum Beispiel als Musiklehrerin oder Übersetzer), muss dieses vorher unbedingt mit der Ausländerbehörde abklären.
Es gibt aber noch eine interessante Ausnahme: Wer an einer Hochschule eine Stelle als wissenschaftliche oder studentische Hilfskraft findet, kann diese Arbeit unbegrenzt ausüben, wenn das Studium nicht gefährdet ist.

Wo gibt es Jobs?

Studentische und wissenschaftliche Jobs findet man am besten an den Schwarzen Brettern der Fachbereiche.
Eine allgemeine Jobbörse bietet die Bundesagentur für Arbeit online an, außerdem kann man sich an die Jobvermittlung der Agentur für Arbeit wenden.
Ein Blick in die Kleinanzeigen der Tagespresse lohnt sich ebenfalls.
Im Internet gibt es außerdem eine weitere Vielzahl von Online-Stellenbörsen.
Die klassischen Studentenjobs in Kneipen oder als Aushilfe bei einer der hannoverschen Messen gibt es auch manchmal durch direktes Nachfragen.

Was ist noch zu beachten?

Je nach Umfang der Erwerbstätigkeit sind Lohnsteuer sowie Beiträge zu den Sozialversicherungen zu entrichten.
Genauere Infos zum Jobben oder Hilfe gibt es beim Studentenwerk. Entweder online oder bei der Sozialberatung.
Auch die Internationalen Büros der Hochschulen unterstützen ausländische Studierende. Dort gibt es ebenfalls Informationen zu Ausnahmeregelungen. Nachfragen lohnt sich also.
Doch Achtung: Es gibt nicht genügend Angebote auf dem studentischen Arbeitsmarkt. Es ist so gut wie unmöglich, sich ausschließlich über das Jobben zu finanzieren.
Zum Schluss noch ein Praxis-Tipp
Wichtig ist die Balance zwischen Arbeit und Studium. Es ist nichts gewonnen, wenn durch übermäßiges Jobben die Leistungen schlechter werden oder sich das Studium in die Länge zieht.
Viel Erfolg also beim Studium und Jobben!
Wenn Sie, liebe Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, das nächste Mal einen Job anbieten, dann geben Sie doch auch internationalen Studierenden eine Chance.
Weitere Informationen und Links zum Thema finden Sie auf http://wissen.hannover.de