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Leibniz-Jahr 2016 in Hannover

2016 jährt sich zum 300. Mal der Todestag von Leibniz. Das Jahr steht deshalb ganz im Zeichen des Universal­gelehrten.

Zahlen und Fakten

Mehr als 45.000 Studierende lernen derzeit an Hannovers Hochschulen.

Gute Aussichten für Sternengucker

HAZ-Beitrag vom 13. November 2009: Bei der "Nacht der Astronomie" konnten Familien einen Eindruck von den Weiten des Universums bekommen.

Da soll noch einer sagen, der Nachwuchs habe kein Interesse an Technik und Naturwissenschaften. Für Bjarne (6) ist die Sache jedenfalls klar. "Ich will Weltallmann und Erfinder werden", verkündet der Grundschüler. Am schönsten fände er es, sich eine eigene Rakete zu bauen und damit durchs Universum zu düsen. Fürs Erste begnügt er sich aber mit einem Blick durchs Teleskop. Die Sicht reicht an diesem Abend leider nicht bis in die unendlichen Weiten des Weltalls – sie endet unter der Rathauskuppel. Doch die ist immerhin himmelsblau beleuchtet, und helle, tanzende Lichtprojektionen sind darauf zu sehen, die an Sterne erinnern sollen.

Geheimnisse des Universums

Zur "Nacht der Astronomie" hatten die Veranstalter von der Stadt und der Volkswagenstiftung am Freitag, 13. November 2009, versucht, etwas galaktische Atmosphäre ins Neue Rathaus zu holen. Doch in erster Linie ging es an diesem Tag darum, den mehr als 600 Gästen möglichst viel Greifbares und Begreifbares rund um die Geheimnisse des Universums anzubieten – von Mitmachaktionen über Liveexperimente und Vorträge bis zu einem Theaterstück der Astronomie-AG der Bismarckschule.

Schwerkraftwellen aufspüren

Kai Simon (31) und seine Kollegen von der Volkssternwarte haben an diesem Abend Teleskope mitgebracht, wie sie Galileo Galilei oder der berühmte hannoversche Astronom Wilhelm Herschel benutzt haben. Merve (10) und ihr Bruder Kaan (8) interessieren sich mehr für die Technik der Zukunft. Fasziniert hören sie Simon Barke (29) zu. Der Physikdoktorand berichtet von einem großen Abenteuer, an dem die Forscher vom Albert-Einstein-Institut der Leibniz-Uni beteiligt sind: Voraussichtlich 2020 werden Satelliten, an deren Innenleben die Wissenschaftler um Prof. Karsten Danzmann (54) mitwirken, ins All geschossen, um mysteriöse Schwerkraftwellen aufzuspüren, deren Existenz Einstein vorhergesagt hat.

Direktverbindung zu Hochleistungsteleskop

Mit Lichtgeschwindigkeit bewegt sich Sina (12) fort. Natürlich bringt sie es nicht auf die 299.792 Kilometer, die das Licht pro Sekunde zurücklegt. Doch mithilfe der Computersimulation von Physiker Sascha Skorupka (41), auf der sich Häuser und Straßen krümmen, gewinnt sie den Eindruck, als sei sie (fast) so schnell wie das Licht. Am Stand nebenan können die Besucher einen Ausflug nach Texas unternehmen: Mit einer Internetkamera stellen die Astrophysiker der Uni Göttingen eine Direktverbindung zu einem Hochleistungsteleskop in den USA her.

Shuttle-Bus zur Sternwarte

Bjarne, seine Schwester Sarah (10) und ihr Vater Albert Tornau (43) wollen sich nicht mit den virtuellen Weiten zufriedengeben. Sie planen, mit dem Shuttle-Bus weiter zur Sternwarte am Lindener Berg fahren, um einen Blick ins reale All zu erhaschen. Auch wenn der Planet Jupiter sich am wolkigen Abendhimmel nicht von seiner besten Seite zeigt.

Von Juliane Kaune, HAZ-Beitrag vom 13. November 2009