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| Quelle: Hannover 96 | |
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Hannover trauert um Robert Enke
Der Tod Robert Enkes hat bundesweit große Anteilnahme und Betroffenheit ausgelöst. Mehr als 35.000 Menschen nahmen Mittwochabend in Hannover bei einem Trauermarsch vom Opernplatz zur AWD-Arena Abschied vom 96-Torhüter und Nationaltorwart. Zuvor hatte Landesbischöfin Margot Käßmann in einer ökumensichen Andacht in der Marktkirche eine bewegende Ansprache gehalten.
Die Marktkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, etwa 3.000 weitere Menschen verfolgten den Gottesdienst vor der Kirche. Im Beisein von Robert Enkes Witwe Teresa, seinen Eltern, seinem Berater Jörg Neblung, Innenminister Uwe Schünemann. Oberbürgermeister Stephan Weil, Regionspräsident Hauke Jagau versuchte die Landesbischöfin tröstende Worte zu finden. Robert Enke sei für viele ein Vorbild und Hoffnungsträger gewesen, betonte sie. Auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Bundestrainer Joachim Löw, Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack, 96-Klubchef Martin Kind, Sportdirektor Jörg Schmadtke sowie Trainer Andreas Bergmann und Mitspieler nahmen an der Trauerfeier teil. Margot Käßmann beendete ihre Ansprache mit den Worten aus einer bekannten Fußballhymne: "You'll never walk allone - Du gehst niemals allein". Mehr als 35.000 Menschen zogen dann in einem Trauerzug vom Opernplatz durch die Innenstadt zur AWD-Arena.
Am Mittwochmittag hatten in einer ergreifenden und deutschlandweit beachteten Pressekonferenz von Hannover 96 Robert Enkes Witwe Teresa und sein langjähriger Arzt Valentin Markser bekanntgegeben, dass der beliebte Sportler seit längerer Zeit unter Depressionen litt. Er hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er sich bei seinen Angehörigen und seiner Familie dafür entschuldigt, dass er sie bewusst über seinen seelischen Zustand getäuscht habe.
In einer weiteren Pressekonferenz des DFB haben dessen Präsident Dr. Theo Zwanziger und Teammanager Oliver Bierhoff kurz darauf mitgeteilt, dass das für Samstag in Köln vorgesehene Länderspiel gegen Chile abgesagt worden sei. Diese Entscheidung sei im Einvernehmen mit der Mannschaft und dem Trainerstab gefallen und alternativlos gewesen, so Zwanziger.
Die vielen Stimmen der Betroffenheit und Trauer zeigen die Beliebtheit Robert Enkes und die Fassungslosigkeit über seinen Tod. Selten gab es auch am Tag danach soviel Sondersendungen im Fernsehen, wie nach diesem tragischen Ereignis. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einem sehr persönlichen Brief an die Witwe bestürzt geäußert und ihr Mitgefühl ausgedrückt. Dass tausende Menschen im ganzen Land und auch weit darüber hinaus ähnlich empfinden, ist in den Kommentaren auf zahlreichen Internetseiten nachzulesen.
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