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Busbegleiterprojekt seit Jahren erfolgreich
46 Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Uetze haben am 11. Oktober ihre Ausbildung zum Busbegleiter bei der RegioBus abgeschlossen. Zur Feier des Tages durften die Jungen und Mädchen sogar mal ans Steuer eines Linienbusses.
Worum geht es? Die Busbegleiter sollen für eine entspanntere Atmosphäre während der Fahrt sorgen, Rangeleien und Streitereien zwischen Schülern verhindern helfen. Sie tragen damit erheblich zur Verbesserung des Fahrkomforts bei. Nicht nur die Schüler selbst, sondern auch Fahrpersonal und erwachsene Fahrgäste profitieren von ihrem Engagement. Erfahrungen der RegioBus und auch anderer Verkehrsunternehmen haben gezeigt, dass Jugendliche potenziell eher in der Lage sind Konfliktsituationen unter Altersgenossen zu entschärfen. Anders als Erwachsene agieren sie auf gleicher Augenhöhe mit den streitenden „Parteien“.
Entstehung Bei der RegioBus wird sich seit Langem intensiv mit dem Thema gewaltfreie und sichere Schülerbeförderung beschäftigt. In diesem Kontext wurde das Projekt „Busbegleiter“ Mitte 2003 initiiert. Das dem Projekt zugrunde liegende Konzept zielt vor allem darauf ab, Gefahren auf dem Schulweg in öffentlichen Verkehrsmitteln zu minimieren und den Fahrkomfort, d.h. die Qualität der Beförderung für alle Fahrgäste erheblich zu steigern. Im Mai 2003 startete das Pilotprojekt am Schulzentrum Süd in Springe. Mittlerweile sind acht Schulstandorte in acht Städten und Gemeinden mit „im Boot“, u.a. Springe, Lehrte, Wennigsen und Uetze. Seit 2003 wurden insgesamt 1.483 Jugendliche, in der Regel Achtklässler, geschult.
Ausbildung Bestandteil der intensiven Schulungen durch z. Zt. insgesamt sechs RegioBus-Mitarbeiter waren Trainingseinheiten zum Verhalten in Konfliktsituationen, Streitschlichtung, Rollenspiele und das Erlernen aktiven Zuhörens, um später in Problemsituationen im Bus vermittelnd oder schlichtend einschreiten zu können. Immer mindestens zwei Busbegleiter werden auf einer Fahrt eingesetzt. Jeder Busbegleiter ist sichtbar mit einem Ausweis des Unternehmens ausgestattet und von daher auch als solcher für alle anderen Schüler im Bus erkennbar. Busbegleiter sollen sich nicht in gefährliche Situationen begeben, sondern im „Ernstfall“ externe Hilfe in Anspruch nehmen. Für die Busbegleiter lohnt sich ihr ehrenamtliches Engagement: Durch die Aufgabe erwerben sie soziale Kompetenz. Sie erhalten einen Vermerk im Zeugnis sowie ein Zertifikat zur Bestätigung der absolvierten Schulungen. Seit 2004 sind am Standort Uetze 210 (inklusive der aktuellen 46) Schüler ausgebildet worden. Freiwilligkeit und Eignung der Schüler sind Voraussetzung für die Ausbildung zum Busbegleiter. Neben der Zustimmung der Eltern und Lehrer ist es erforderlich, dass der Schulweg des angehenden Busbegleiters mit dem Bus absolviert wird, damit beim späteren Einsatz kein zusätzlicher Zeitaufwand für den Betreffenden anfällt.
Ergebnisse und Ziele Dort, wo die Busbegleiter schon länger im Einsatz sind, ist tatsächlich eine wesentliche Verbesserung des „Klimas“ festzustellen. Die bloße Anwesenheit der Busbegleiter und ihr freundliches und sicheres Auftreten wirkt sich auf potenzielle Störenfriede oder Streithähne offensichtlich abschreckend aus. Positiver Nebeneffekt: ein merklicher Rückgang von Vandalismusschäden. Zusätzlich verbessert sich die Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und der RegioBus. Laut Aussagen der Polizei Uetze sind Delikte im Bus seit dem Einsatz der Busbegleiter kontinuierlich zurückgegangen. In den letzten Jahren waren kaum noch Vorfälle zu verzeichnen.
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