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Im Nordosten Hannovers liegt – zwischen der A2 und dem Mittellandkanal - der Sahlkamp: Eine monostrukturelle Wohnsiedlung, in die ab den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts junge Familien aus dem Zentrum hinaus an den grünen Stadtrand gezogen sind. Das „Märchenviertel“ Hannovers mit seinen Einfamilienhäusern aus der Nachkriegszeit bekam seinerzeit viele neue Nachbarn und ein modernes Versorgungszentrum, aber aus dem Sahlkampmarkt ist im Laufe der Jahrzehnte kein pulsierender Mittelpunkt des Quartiers geworden.
Heute weist das ehemals modern konzipierte Wohngebiet mit grünen Abstandsflächen die siedlungstypischen Mängel im architektonischen Erscheinungsbild der Gebäude und Hauseingänge auf und leidet unter mangelnden Angeboten in der Gestaltungs-, Nutzungs- und Aufenthaltsqualität des öffentlichen und privaten Umfelds.
Aufgrund dieser Entwicklung ist im Herbst 2009 Sahlkamp-Mitte als Hannovers fünftes Sanierungsgebiet in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ aufgenommen worden.
Sahlkamp
13.686 Menschen zählt der Stadtteil Sahlkamp. Davon leben überdurchschnittlich viele Personen in Familienverbänden und in überdurchschnittlich vielen Familienverbänden leben mehr als drei Kinder. Mehr als 77 % aller Wohngebäude sind Ein- oder Zweifamilienhäuser, die sich aber nicht innerhalb des eigentlichen Sanierungsgebietes Sahlkamp-Mitte befinden.
In vielerlei Hinsicht weichen die statistischen Daten des Sanierungsgebietes von denen des Gesamtstadtteils ab und verdeutlichen drastisch die sozialen Unterschiede, die zwischen den Hochhaus- und den Märchenviertelhaushalten entstanden sind.
So beläuft sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Sahlkampmarktes die Arbeitslosenquote nicht auf stadtteildurchschnittliche 11,3 %, sondern auf 25,8 % und der Anteil der Kinder und Jugendlichen wächst hier von 19,7 % auf über 30 % der EinwohnerInnen. Der Anteil der EinwohnerInnen mit einem Migrationshintergrund macht 67 %, statt 35,6 % aus. Doppelt so viele Menschen wie im Gesamtdurchschnitt des Stadtteils sind hier auf Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes angewiesen.
Handlungsfelder
In den kommenden zehn Jahren will die Stadterneuerung mit verschiedenen Sanierungsmaßnahmen und in enger Kooperation mit anderen Fachbereichen der Stadtverwaltung die bauliche, die infrastrukturelle und soziokulturelle Situation dieses Stadtteils fördern und verbessern.
Die möglichen Handlungsansätze werden hierfür im weiteren Verlauf des Sanierungsprozesses konkretisiert und als Gesamtkonzept aufeinander abgestimmt:
Beteiligung
Wesentlicher Bestandteil des Programms Soziale Stadt ist eine aktive Beteiligung der im Sanierungsgebiet lebenden Einwohnerinnen und Einwohner. So ist im Herbst 2010 als politisches Gremium die Sanierungskommission Sahlkamp-Mitte konstituiert worden, die sich mit allen Aspekten der Sanierung auseinandersetzt und deren regelmäßige Sitzungen für alle Interessierten öffentlich sind.
Seit November 2010 bietet der Quartiersladen in der Schwarzwaldstr. 37 a eine Anlaufstelle für alle Einwohnerinnen und Einwohner. Dort im Zentrum des Sanierungsgebietes koordiniert das Quartiersmanagement die Maßnahmen und Projekte des Sanierungsprogramms, wie beispielsweise die Beteiligungen zur Modernisierung des Spielplatzes in der Odenwaldstraße mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit erwachsenen Anwohnern im Herbst 2010.
Ab 2011 wird in regelmäßigen Abständen eine zum Teil mehrsprachige Sanierungszeitung erscheinen, die über den Verlauf aller Sanierungsmaßnahmen und Projekte informieren wird.
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V.i.S.d.P. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Hannover |
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