Seit Januar 2000 hat die Landeshauptstadt Hannover eine hauptamtliche Behindertenbeauftragte.
Die Stadt, Rat und Verwaltung signalisieren:
Menschen mit Behinderung sind in Hannover eine Bevölkerungsgruppe, deren Interessen ernst genommen und berücksichtigt werden.
Die Behindertenbeauftragte setzt sich dafür ein, das ein barrierefreies Hannover ein Hannover ist, in dem Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen selbstbestimmt leben können. Blinde und andere sinnesgeschädigte Menschen sind hiervon ebenso umfast, wie körperbehinderte, geistig oder seelisch behinderte Menschen. Die Überschaubarkeit des Hilfesystems für Menschen mit Behinderung ist auf örtlicher, aber auch überörtlicher Ebene nicht immer einfach.
Die Behindertenbeauftragte nimmt hier eine Scharnierfunktion zwischen Verwaltung und Betroffenen wahr, indem sie einerseits Menschen mit Behinderung Hilfeleistung und Informationen vermittelt, andererseits darauf hinwirkt, dass behinderte Menschen in Hannover gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilhaben können.
Die Behindertenbeauftragte hat folgende Aufgaben und Schwerpunkte:
- barrierefreie bauliche Gestaltung öffentlicher Anlagen und Gebäude
- behindertengerechte Gestaltung und Planung des öffentlichen Nahverkehrs
- Integration von behinderten Kindern in Kindergärten und Schulen
- Konzeptionelle Beratung von Behinderteneinrichtungen im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich
- Förderung des Behindertensports
- Förderung von Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinitiativen
Mit ihrer Arbeit sollen die Beteiligungsrechte Behinderter an politischen und Verwaltungsentscheiden gesichert sein. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sollen die Probleme von behinderten Menschen deutlich und ihr Anliegen bewußter gemacht werden.