Der sogenannte AIDS-Test ist in Wirklichkeit ein HIV-Antikörper-Test.
Dies bedeutet, dass im Labor nicht nach HI-Viren gesucht wird, sondern nach Antikörpern, Stoffen also, die das körpereigene Abwehrsystem als Reaktion auf eine Ansteckung mit dem Virus bildet. Normalerweise haben diese Stoffe die Aufgabe, Krankheitserreger zu bekämpfen und zu zerstören. Leider gelingt ihnen genau das im Falle von HIV nicht vollständig.
Da der HIV-Antikörpertest darauf basiert, dass eine körpereigene Abwehrreaktion erfolgt ist und Antikörper gebildet wurden, muss bei einem Test beachtet werden, dass zwischen der letzten Risikosituation (im Regelfall also: dem letzten ungeschützten Geschlechtsverkehr) und dem Test ein Zeitraum von 3 Monaten liegen muss. Sollte der Test zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden, ist das Ergebnis nicht sicher.
Gelingt mit dem Test der Nachweis dieser HIV-Antikörper, liegt demnach eine Infektion vor, lautet das Ergebins “HIV-positiv”. Gelingt der Nachweis jedoch nicht weil keine HIV-Antikörper nachgewiesen werden konnten, besteht keine Infektion und man spricht von einem “HIV-negativen” Ergebnis.
Die Auswertung des Testes dauert etwa eine Woche. Das Testergebins wird bei einem weiteren Besuch in der Beratungsstelle in einem persönlichen Beratungsgespräch mitgeteilt. Da der Test anonym erfolgt, werden keinerlei Bescheinigungen über das Ergebnis ausgestellt.